OPEN â Plenum & Rahmenprogramm (Chair(s): Rainer SchĂ€fert)
Keynote Lecture
Peter A Levine â Donnerstag 17:15â18:00 · Grosser Hörsaal ZLF
Trauma affects both brain and mind, but it is also rooted as a physiological event that the body registers and then retains it in the form of various emotional and âphysicalâ symptoms. A core two-way neural pathway exists which connects our internal, interoceptive sense organs (including muscles and viscera) with specific brain networks â particularly, those in the upper brainstem, thalamus, limbic regions, insula and cingulate cortex.
The brain initially recognizes threat and injury, and then the body registers this perception. There it is then lodged as bracing patterns, chronic pain, freezing and collapse, as well as accumulated stress. These survival actions can be accessed, interoceptively, through tracking the various sense channels, and then resolved in the completion of implicit/procedural memories, and then finally, as somatic and autonomic discharge.
In this presentation, we will explore the complex bi-directional feedback loops connecting between brain and body and then show how altering them can restore inner balance and self-regulation. The mind-body model of Somatic Experiencing will be applied to PTSD, to various âpsychosomaticâ conditions, as well as to complex developmental trauma. These applications include challenging conditions like fibromyalgia, chronic fatigue syndrome and âLong-COVID.â
Anhaltende Körperbeschwerden- ein Update zu Forschung, Diagnostik und Therapiebedarf (Anne Toussaint)
Anhaltende Körperbeschwerden gehören zu den hĂ€ufigsten GrĂŒnden fĂŒr Ă€rztliche Konsultationen und sind mit erheblichem Leidensdruck, funktionellen EinschrĂ€nkungen und hohen Gesundheitskosten verbunden. Trotz ihrer klinischen Relevanz werden sie hĂ€ufig unzureichend erkannt, erklĂ€rt und behandelt.
Gleichzeitig hat sich das VerstĂ€ndnis anhaltender Körperbeschwerden in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt. Moderne transdiagnostische und dimensionale Modelle ermöglichen neue Perspektiven auf Diagnostik und Therapie. DarĂŒber hinaus wĂ€chst die Evidenz fĂŒr wirksame psychologische und interdisziplinĂ€re BehandlungsansĂ€tze.
Der Vortrag gibt ein aktuelles Update zu Forschung, Diagnostik und Therapie anhaltender Körperbeschwerden. Neben epidemiologischen und konzeptuellen Entwicklungen werden aktuelle Erkenntnisse zur Behandlung sowie bestehende VersorgungslĂŒcken und zukĂŒnftige Herausforderungen fĂŒr Forschung und klinische Praxis diskutiert.
Notiz:
Somatische Symptomschwere als transdiagnostischer PrÀdiktor psychischer Belastung
sc. med. Gavin Brupbacher, med. Anke Schneiders · Oberwaid AG, St. Gallen â Donnerstag 13:00â13:45 · Hörsaal Pathologie unten
Referierende:r Dr. sc. med. Gavin Brupbacher
Perspektive 1 Forschung
Referierende:r 2 Dr. med. Anke Schneiders
Perspektive 2 Praxis
Beitragsart Einzelvortrag (15 - 20 Min.)
Vortragssprache Deutsch
Titel: Somatische Symptomschwere als transdiagnostischer PrÀdiktor psychischer Belastung: eine national reprÀsentative, multizentrische
Kohortenstudie der stationÀren Psychosomatik in der Schweiz
Hintergrund: Depressive, Angst-, Belastungs- und somatoforme
Störungen prÀgen das Patientengut der stationÀren psychosomatischen
Rehabilitation. Wie eng somatische und psychische Symptomlast ĂŒber
Diagnosegruppen hinweg gekoppelt sind, ist auf Basis grosser,
reprÀsentativer Stichproben bislang ungeklÀrt.
Methode: Analyse nationaler ANQ-Routinedaten von 15'811
erwachsenen Patient:innen aus 12 Schweizer psychosomatischen Reha-
Kliniken (2015-2023). Psychische Belastung (HADS) und somatische
Symptomschwere (PHQ-15) wurden bei Eintritt und Austritt erhoben.
Hierarchische lineare Mixed-Effects-Modelle mit multipler Imputation
prĂŒften PrĂ€diktoren der psychischen Austrittsbelastung sowie Diagnose
Ă PHQ-15-Interaktionen.
Ergebnisse: Die Behandlung war mit einer grossen Reduktion der
psychischen Belastung assoziiert (HADS-Total d = 0.93). Bei Austritt
trug die somatische Symptomschwere zusÀtzliche 20 % zur
VarianzaufklĂ€rung des HADS-Total bei und war diagnoseĂŒbergreifend
mit dem Outcome verknĂŒpft. Der Koeffizient fĂŒr somatoforme
Störungen (F45) wurde durch BerĂŒcksichtigung der somatischen
Symptomschwere um 74 % attenuiert.
Diskussion â im Dialog: Aus Forschungssicht stĂŒtzen die Befunde
transdiagnostische, dimensionale Modelle. Aus Praxissicht folgt: Die
konsequente Adressierung somatischer Beschwerden ist
diagnoseĂŒbergreifend therapierelevant. Entscheidend fĂŒr den
Behandlungserfolg ist die individualisierte Ausrichtung auf das
subjektive Symptomerleben.
Datum 1. Mai 2026
Notiz:
Körperstress? â ein Dialog auf Augenhöhe mit psychosomatischen Patienten
Dr. med. Stefan BĂŒchi, Julia Hennemann â Donnerstag 13:00â13:45 · Hörsaal Pathologie unten
Referierende:r Stefan BĂŒchi
Perspektive 1 Forschungsorientierter Psychiater und Psychosomatiker
Referierende:r 2 Julia Hennemann
Perspektive 2 Praktische HausÀrztin
Beitragsart Einzelvortrag (15 - 20 Min.)
Vortragssprache Deutsch
Titel: Körperstress? â ein Dialog auf Augenhöhe mit psychosomatischen Patienten
Einleitung / Ziel
Körperliche Beschwerden ohne klare organische Ursache gehören zum
hausÀrztlichen Alltag. Der Vortrag stellt das Körper-Stress-Syndrom
(ICD-11: 6C20) als neuen praxistauglichen diagnostischen Rahmen fĂŒr
psychosomatische Störungen vor und zeigt, wie ein gemeinsames
VerstÀndnis im Dialog mit Patientinnen und Patienten entstehen kann.
Inhalt und Vorgehen
Auf Basis eines biopsychosozialen Modells wird Körperstress als
gestörte Stressregulation verstÀndlich gemacht. Fallbeispiele aus der
Praxis zeigen, wie Beschwerden benannt, schwierige GesprĂ€che gefĂŒhrt
und edukative Interventionen umgesetzt werden können.
Erfahrungen aus der Praxis
Daten aus einer Schweizer Gruppenpraxis1 belegen die Wirksamkeit des
neuen kommunikativen und therapeutischen Zuganges: Die
Symptomatik der Patient:innen kann reduziert werden und
HausĂ€rzt:innen berichten ĂŒber mehr Sicherheit im Umgang mit
psychosomatischen Beschwerden.
Diskussion und Nutzen fĂŒr die Praxis
Die Diagnose Körper-Stress-Syndrom ermöglicht einen neuen Zugang
zu psychosomatischen Beschwerden. Entscheidend ist die therapeutische
Beziehung: zuhören, benennen, gemeinsam verstehen. Der Vortrag
vermittelt konkrete Werkzeuge fĂŒr mehr Sicherheit und wirksamere
GesprÀche.
Literatur
(1) Di Gangi, S., Hennemann, J., Brunner, E., Senn, O., & BĂŒchi, S. (2026). An interprofessional approach to treat bodily distress disorder in Swiss primary careâa quality improvement study. European Journal of General Practice, 32(1), 2599579.
Notiz:
Update AWMF S3-Leitlinie Funktionelle Körperbeschwerden: Gestufte klinische Handlungsempfehlungen vom Erstkontakt bis zur interdisziplinÀren Behandlung
Update AWMF S3-Leitlinie Funktionelle Körperbeschwerden: Gestufte klinische Handlungsempfehlungen vom Erstkontakt bis zur interdisziplinÀren Behandlung (Sebastian Dietsche/Rainer SchÀfert)
Funktionelle Körperbeschwerden gehören zu den hĂ€ufigsten und zugleich herausforderndsten BeratungsanlĂ€ssen in der medizinischen Versorgung. Die aktualisierte AWMF-S3-Leitlinie bietet ein fach- und sektorenĂŒbergreifendes Versorgungskonzept auf Grundlage einer systematischen Evidenzaktualisierung bis 2025 und eines breiten interdisziplinĂ€ren Konsenses. Zentrale Neuerungen sind der Fokus auf syndromĂŒbergreifende Gemeinsamkeiten, ein konsequent biopsychosoziales Vorgehen sowie ein gestuftes Versorgungsmodell von der Erstversorgung ĂŒber Diagnostik und individualisierte Basistherapie bis zur koordinierten interdisziplinĂ€ren Behandlung. Die Leitlinie betont nachvollziehbare Diagnosevermittlung, aktive TherapieansĂ€tze, Selbstmanagementförderung sowie die strukturierte Zusammenarbeit somatischer und psychosozialer Behandler. Der Vortrag stellt die wichtigsten Neuerungen und klinischen Kernempfehlungen fĂŒr eine patientenzentrierte und ressourcenschonende Versorgung vor.
Notiz:
Hysterie und Dissoziation, historische und aktuelle Konzepte
Perspektive 1 Funktionelle Beschwerden, Dissoziation, aktuelle Konzepte und
TherapieansÀtze
Perspektive 2 Historische Aspekte der Hysterie, Krankheitsmodelle und
TherapieansÀtze (im Gegensatz zu heutigen Konzepten)
Titel: Hysterie und Dissoziation, historische und aktuelle Konzepte
Beitrags
Auch heute noch wird gelegentlich eine schwierige Patientin als
hysterisch bezeichnet. Der Begriff ist jedoch veraltet. Im 19. Jahrhundert
wurden apellative und neurologische Symptome vor allem von Frauen
auf deren innere Phantasien bezogen (S.Freud). Der Nachfolger Charcots
in der SalpĂȘtriĂšre , Pierre Janet legte Ende des 19. Jahrhunderts fĂŒr diese
Erkrankungen neue Ideen und Konzepte vor, die Grundlage der heutigen
Modelle dissozistiver Störungen sind. Aktuell entfÀllt der Begriff der
Hysterie und Konversion im ICD 11, und neue Konzepte sind hilfreich
fĂŒr die Behandlung. Gemeint sind hier Bewegungsstörungen ebenso wie
GedĂ€chtnislĂŒcken und PersönlichkeitsverĂ€nderungen. UrsĂ€chlich sieht
man heute Gewalterfahrungen wie Missbrauch und VernachlÀssigung.
Genauso, wie der sexuelle Missbrauch als Ursache von derartigen
Erkrankungen lange verleugnet wurde, brauchte Pierre Janets Konzept
mehr als 100 Jahre, um in Diagnostik und Therapie nutzbar zu werden.
Funktionelle neurologische Störungen (Rike Barth)
Funktionelle neurologische Störungen (FNS) zeichnen sich durch eine oft vielgestaltige und fluktuierende klinische PrÀsentation aus und gehören zu den hÀufigsten Ursachen neurologischer Symptome in der klinischen Praxis.
Basierend auf Forschungsergebnissen der letzten Jahre hat sich das KrankheitsverstÀndnis von FNS massgeblich verÀndert. Die Diagnosestellung basiert heute auf positiven klinischen Zeichen und nicht primÀr auf dem Ausschluss anderer Erkrankungen oder dem Vorhandensein psychiatrisch-psychologischer KomorbiditÀten.
Der Vortrag gibt einen Ăberblick ĂŒber das aktuelle VerstĂ€ndnis von FNS, einschliesslich neurobiologischer, psychologischer und sozialer Einflussfaktoren. Zudem werden die Diagnosekriterien mit Fokus auf positive klinische Befunde vorgestellt, die eine zuverlĂ€ssige Diagnosestellung ermöglichen. Abschliessend werden Strategien der Befundvermittlung sowie interdisziplinĂ€re BehandlungsansĂ€tze diskutiert, die Ă€rztliche, psychologische und rehabilitativ-physikalische Interventionen integrieren.
Notiz:
Psychosomatik und Gastroenterologie im Dialog: Reizdarm verstehen - von klinischen Bildern zur gezielten Funktionsdiagnostik und Behandlung
Christiane Rosin, Aurora Tatu · USB Basel â Donnerstag 15:15â16:00 · Hörsaal Pathologie unten
Reizdarm verstehen: Von klinischen Bildern zur gezielten Funktionsdiagnostik und Behandlung. (Christiane Rosin, Aurora Tatu)
Das Reizdarmsyndrom (RDS) gehört zu den hÀufigsten gastrointestinalen Erkrankungen und wird im klinischen Alltag noch immer als Ausschlussdiagnose oder rein psychosomatisches Beschwerdebild missverstanden. Anhand praxisnaher Fallvignetten vermittelt der Workshop typische klinische PrÀsentationen und ordnet diese in das moderne VerstÀndnis der Darm-Hirn-Achse ein. Gemeinsam werden die Rome-Kriterien angewendet, Red Flags diskutiert sowie Indikationen und Grenzen der gastroenterologischen Funktionsdiagnostik erarbeitet. Im interdisziplinÀren Austausch zwischen Gastroenterologie und Psychosomatik wird gezeigt, wie ein biopsychosoziales Krankheitsmodell, gezielte Diagnostik und patientenzentrierte Kommunikation zu einer besseren Versorgung beitragen. Der Workshop richtet sich an Grundversorgende und psychosomatisch tÀtige Fachpersonen.
Post COVID und chronische Fatigue â Ein Update (Katrin Bopp / Rebekka Schnepper)
Fatigue gehört zu den hÀufigsten Beschwerden in der klinischen Versorgung und stellt besonders dann eine therapeutische Herausforderung dar, wenn sie trotz medizinisch unauffÀlliger AbklÀrung persistiert oder nicht ausreichend durch objektivierbare Befunde erklÀrbar ist. Sie kann mit erheblichen EinschrÀnkungen in Alltag, Beruf und sozialer Teilhabe sowie mit Verunsicherung, emotionaler Belastung und verÀnderten AktivitÀtsmustern einhergehen.
Diskussionen zu diesem Thema verlaufen oft polarisiert. Unser Vortrag möchte auf Basis neurobiologischer, biopsychosozialer und stressphysiologischer Modelle zu einem besseren VerstĂ€ndnis persistierender Fatigue und einem offeneren Dialog beitragen. Im Fokus stehen Symptomwahrnehmung, interozeptive Verarbeitung, autonome Regulation, Erwartungsbildung und Aufmerksamkeit sowie deren Wechselwirkung mit Belastungserleben, KrankheitsĂŒberzeugungen und AktivitĂ€tsverhalten. Aktuelle Erkenntnisse zu Post COVID, chronischer Fatigue und verwandten Beschwerdebildern werden differenziert eingeordnet. Zudem diskutieren wir Konsequenzen fĂŒr Diagnostik, Psychoedukation und interdisziplinĂ€re Behandlung.
Notiz:
RO â BeitrĂ€ge aus der Romandie (Chair(s): Ariane Gonthier)
TI â Tessin: Psychosomatische Kommunikation im Dialog â Worte, Beziehung und Vertrauen (Chair(s): Maria Grazia Canepa)
Dialogo basato sulla fiducia â Therapeutischer Dialog, Vertrauen, Fallbeispiele
Maria Grazia Canepa, Dr.ssa Consuelo Casula · Mezzovico / Milano â Donnerstag 11:15â12:00 · Weitblick · đ§ ITâDE
Referierende:r Drssa med. Maria Grazia Canepa , 6805 Mezzovico + Dr.ssa Consuelo
Casula, psicologa , psicoterapeuta Milano
Perspektive 1 Durante il workshop verranno presentati alcuni casi clinici con pazienti
psicosomatici ( sindrome dell'intestino irritabile, disturbo da attacchi di
panico, dispnea)in cui il dialogo tra il medico e il paziente Ăš stato
fondato sulla fiducia reciproca. Verrano esplorate le componenti
specifiche del dialogo avvenuto durante ogni singolo caso con lâobiettivo
di identificare alcune indicazioni generali sui fattori di cui tenere conto
durante un dialogo terapeutico che creano e consolidano la fiducia e la
collaborazione reciproca.
Titel Dialogo basato sulla fiducia reciproca
Ort
Referierende:r 2 Dr.ssa Consuelo Casula, psicologa e psicoterapeutam Milano
Perspektive 2 Durante il workshop verranno presentati alcuni casi clinici con pazienti
psicosomatici in cui il dialogo tra il medico e il paziente Ăš stato fondato
sulla fiducia reciproca. Verranno esplorate le componenti specifiche del
dialogo avvenuto durante ogni singolo caso con lâobiettivo di
identificare alcune indicazioni generali sui fattori di cui tenere conto
durante un dialogo terapeutico che creano e consolidano la fiducia e la
collaborazione reciproca. La psicologa e psicoterapeuta sottolineerĂ il
suo approccio basato sulla comunicazione ipnotica
Ort
Beitragsart Workshop (2x 20 Min. oder 45 Min.)
Vortragssprache Italienisch
Titel: Dialogo basato sulla fiducia
Beitrags
Durante il workshop verranno presentati alcuni casi clinici con pazienti
psicosomatici in cui il dialogo tra il medico e il paziente Ăš stato fondato
sulla fiducia reciproca. Verranno esplorate le componenti specifiche del
dialogo avvenuto durante ogni singolo caso con lâobiettivo di
identificare alcune indicazioni generali sui fattori di cui tenere conto
durante un dialogo terapeutico che creano e consolidano la fiducia e la
collaborazione reciproca.
Datum 26. April 2026
Notiz:
Colloquio intergenerazionale tra una cand. med. Anna ed una medico di famiglia in pensione Cornelia, con partecipazione dei presenti â Intergenerationelles therapeutisches GesprĂ€ch
Referierende:r Cornelia Klauser-Reucker, dr med allg innere med, med Hypnose,
Psychosomatik
Perspektive 1 Colloquio intergenerazionale dal punto di vista della generazione
Boomer
Referierende:r 2 Anna Paterlini, cand med Uni Lausanne
Perspektive 2 colloquio intergenerazionale dal punto di vista della generazione Z
Titel cand med
Beitragsart Workshop (2x 20 Min. oder 45 Min.)
Vortragssprache Italienisch
Titel: Colloquio intergenerazionale tra una cand med Anna ed una medico di famiglia in pensione Cornelia, con partecipazione dei presenti
Osservando i diversi modi di comunicazione, focalizziamo le strategie
piĂč efficaci in un colloquio intergenerazionale nellâambito terapeutico.
Toccheremo qualche preoccupazione di salute di giovani e anziani con
lâocchio psicosomatico.
Cercheremo di individuare metodi comunicativi efficaci attraverso il
riconoscimento dei canali sensoriali privilegiati, attraverso metafore e
storie terapeutiche.
E le chat, i video e lâAI che cosa ci poteranno? Senza dimenticare il
setting.
Incuriositi? Vi aspettiamo per una discussione vivace
Datum 13. April 2026
Notiz:
Il potere delle parole: placebo, nocebo e attivazione del paziente â Wirkung von Worten, Placebo/Nocebo, Aktivierung
Referierende:r Isabella Puddu
Perspektive 1 Il potere delle parole: placebo, nocebo e attivazione del paziente
Svizzera
Beitragsart Einzelvortrag (15 - 20 Min.)
Vortragssprache Italienisch
Titel: Il potere delle parole: placebo, nocebo e attivazione del paziente
Beitrags
Le parole dei medici non sono neutre: possono agire come placebo o
nocebo, influenzando credenze, aspettative e lâefficacia dei trattamenti.
Il placebo, definito come una terapia inefficace per il sintomo trattato ma
percepita come credibile, dimostra che linguaggio, atteggiamento e
relazione medico-paziente producono effetti reali sulla salute.
Un placebo efficace richiede credibilitĂ della terapia, chiarezza del
risultato, convinzione di chi somministra e autorevolezza percepita. Al
contrario, parole inappropriate possono attivare effetti nocebo,
aumentando ansia, dolore e sfiducia.
Il Medical Coaching promuove una maggiore consapevolezza degli stili
e dei modelli comunicativi, fornendo strategie per adattare la
comunicazione in modo da renderla uno strumento di empowerment e di
motivazione allâaderenza terapeutica. Lâimpiego di tecniche
comunicative capaci di allineare le aspettative del paziente e di ridurre il
divario tra i suoi valori, convinzioni e il trattamento proposto favorisce
una maggiore attivazione e un piĂč alto coinvolgimento del paziente,
contribuendo cosĂŹ al miglioramento degli esiti clinici.
Datum 24. April 2026
Notiz:
Klinische Beziehung, Symbolisierung und Diagnosekommunikation: Vom körperlichen Symptom zur symbolisch teilbaren Erfahrung
Anna Luisa Bogani · Studio Efesto, Melide â Donnerstag 15:15â16:00 · Weitblick · đ§ ITâDE
Sintonia e dissintonia nella talking therapy - Stimmigkeit und Verstimmung in der GesprĂ€chstherapie â anhand klinischer FĂ€lle
Michele Mattia, NicolĂČ Pipitone · Studio Mattia e Associati, Lugano â Donnerstag 16:15â17:00 · Weitblick · đ§ ITâDE
Dr. med. Michele Mattia, psichiatra e psicoterapeuta
Dr. med NicolĂČ Pipitone, psichiatra e psicoterapeuta
Studio Mattia e Associati
Via Guisan 8b
Tel: 091 647 14 17
Mail: studiomattia@michelemattia.ch
Website: www.michelemattia.ch
Sintonia e dissintonia nella talking therapy, attraverso casi clinici.
La comunicazione in medicina rimane un'area complessa e difficile. In psicosomatica le difficoltĂ dell'uso delle parole adeguate, delle domande che non chiudono ma che aprono l'incontro fra il medico e il soggetto sofferente, sono ancora piĂč evidenti.
Quando ciĂČ succede gli effetti collaterali delle parole sbagliate o del mancato o parziale ascolto sono molto significativi.
Fra questi troviamo la disaffezione del soggetto psicosomatico verso la medicina classica, la ricerca di altri professionisti, il perdurare della sintomatologia, l'incistamento dei sintomi, la diffidenza nelle cure e lo sviluppo di credenze cognitive radicate ove il soggetto si identifica col sintomo e non si riesce piĂč a differenziarlo.
Quando il medico si focalizza prioritariamente sui sintomi trattandoli come una malattia puramente organica e non integrandoli con la sofferenza psicologica, allora il soggetto entra nella porta girevole delle cure somatiche infinite, con sofferenza anche di tutto il sistema familiare e forte frustrazione del medico.
Riconoscere quali sono le modalitĂ comunicative piĂč appropriate,sintonizzarsi, utilizzare la connotazione positiva interessarsi di piĂč a chi Ăš la persona e meno al sintomo, sono elementi fondamentali per una buona riuscita della terapia.
Gli autori cercheranno di evidenziare attraverso dei casi clinici l'essenzialitĂ e l'importanza dell'approccio psicosomatico attento alle scelte delle parole che curano e alla sintonizzazione fra medico e persona che soffre.
Notiz:
PSY â Psychedelika (Chair(s): Noemi Zurron)
Ketamin â ein wahrlich Psycho-Somatisches MolekĂŒl
Ketamin ist ein chirales MolekĂŒl: Seine Enantiomere sind Spiegelbilder â einander zum Verwechseln Ă€hnlich, und doch verschieden. Diese fundamentale Eigenheit der Substanz ist mehr als Chemie: sie ist eine Einladung, Soma und Psyche neu zu denken.
In dieser Session beleuchten zwei klinische Perspektiven die therapeutische Reichweite von Ketamin. Dr. Noemi Zurron, AnĂ€sthesistin und Schmerzmedizinierin, zeigt den Einsatz von Ketamin als Infusion in der Schmerztherapie â eine pharmakologisch gut begrĂŒndete, klinisch aber noch zu wenig genutzte Indikation. Jörg Schaude, Facharzt fĂŒr Psychiatrie und Psychotherapie, stellt die Ketamin-assistierte Psychotherapie (KAP) vor â einen modernen Behandlungsansatz, der die dissoziativen und psychedelischen Eigenschaften der Substanz nutzt, um therapieresistente Stimmungsstörungen und andere psychiatrische Störungsbilder zu behandeln.
Die Grenze zwischen den zwei Perspektiven ist durchlĂ€ssiger als erwartet: Auch in der scheinbar rein somatischen Infusionstherapie verĂ€ndert sich die Psyche. Ketamin entkoppelt den Schmerz von seiner emotionalen Verarbeitung â und wirkt damit, selbst in analgetischer Dosierung, bewusstseinserweiternd. Der Patient erlebt seinen Schmerz anders, nicht nur weniger. Auch in der KAP spielt der Körper eine wichtige Rolle â als TrĂ€ger von Haltungen, als Kommunikationsmittel um im verĂ€nderten Bewusstseinszustand heilsame Erfahrungen machen zu können.
Zwei Enantiomere, die sich die Hand reichen â und doch teilen sie mehr als ihre MolekĂŒlstruktur. Ketamin erinnert daran, dass somatische und psychische Wirkung keine GegensĂ€tze sind, sondern ein Kontinuum.
Psychedelika erleben zurzeit eine Renaissance. Sie werden wieder erforscht und beschrĂ€nkt auch klinisch angewendet. Was aber ist der aktuelle Forschungsstand? Sind diese Substanzen wirksamer als Medikamente? Was gibt es fĂŒr wissenschaftliche Daten zum Nutzen und den Risiken? Die bereits mögliche limitierte Anwendung von LSD, Psilocybin und MDMA in der Schweiz wir vorgestellt. Der Vortrag wird eine Ăbersicht geben ĂŒber die Forschung und aktuelle Anwendung dieser Substanzen mit Fokus auf die Schweiz.
Notiz:
MK â Medizinische Kommunikation im erweiterten Dialog (Chair(s): Sabina Hunziker SchĂŒtz, Christoph Becker)
Im Dialog: Erfolgreiche Arzt-Patientenkommunikation als SchlĂŒssel moderner Medizin
Der Vortrag beleuchtet die Bedeutung der Arzt-Patientenkommunikation als wichtigen Bestandteil der medizinischen Versorgung. Im Fokus stehen die Auswirkungen von Sprache und GesprĂ€chsfĂŒhrung auf VerstĂ€ndlichkeit, Entscheidungsfindung und Behandlungsegebnisse sowie Herausforderungen im klinischen Alltag, etwa Kommunikation in lebensverĂ€ndernden Situationen, unterschiedliche Erwartungen oder der Umgang mit Emotionen. Zudem werden AnsĂ€tze einer patientenzentrierten Kommunikation vorgestellt, die MissverstĂ€ndnisse reduzieren und die Zusammenarbeit zwischen Patient:innen und Behandelnden verbessern können. Ziel des Vortrags ist es, die Relevanz kommunikativer Kompetenzen in der modernen Medizin hervorzuheben und Impulse fĂŒr den medizinischen Alltag zu vermitteln.
Notiz:
Im «blended» Dialog: Innovative Methoden zum Erlernen Àrztlicher Kommunikation
Sebastian Gross â Freitag 10:15â11:00 · Hörsaal ZLF klein
Die Arzt-Patienten-Kommunikation ist ein zentraler Bestandteil der patientenzentrierten, modernen Medizin. Aus der Forschung wissen wir, dass die Ă€rztliche Kommunikation nicht nur Einfluss auf die Zufriedenheit von Patientinnen und Patienten hat, sondern auch auf psychische Belastungen, die TherapieadhĂ€renz, den Genesungsverlauf und sogar auf Rehospitalisierungsraten. Diese Erkenntnisse fordern uns heraus, ĂŒber das Vertraute hinauszugehen: Kommunikationsverhalten nicht nur intuitiv zu leben, sondern gezielt zu erforschen, zu lehren und im klinischen Alltag zu verankern. Innovative Lehrkonzepte, die aktuelle Lerntheorie mit klinischer Praxis verbinden, ermöglichen es, Kommunikation als Ă€rztliche Kernkompetenz erlernbar und wirksam zu machen â zum Nutzen von Patientinnen und Patienten und der Medizin insgesamt.
Notiz:
Zwischen Hoffnung und RealitÀt: Herausforderungen onkologischer Kommunikation
Christoph Becker â Freitag 10:15â11:00 · Hörsaal ZLF klein
Die Kommunikation ĂŒber Prognose, Krankheitsverlauf und Therapieziele gehört zu den anspruchsvollsten Aufgaben in der Onkologie. Forschung zeigt, dass zwischen Ă€rztlicher Intention, tatsĂ€chlicher Informationsvermittlung und dem VerstĂ€ndnis der Patienten hĂ€ufig Unterschiede bestehen. Im Mittelpunkt des Vortrags steht, wie das prognostische VerstĂ€ndnis (âprognostic understandingâ) der Patient*innen sowie empathische Kommunikation die therapeutische Beziehung, Entscheidungsfindung und psychische Gesundheit beeinflusst.
Jan Ben Schulze · USZ ZĂŒrich â Freitag 10:15â11:00 · Hörsaal ZLF klein
Referierende:r Dr. med. Jan Ben Schulze
Perspektive 1 Psychosomatische Sicht
RĂ€mistrasse 100
CH-8091 ZĂŒrich
Beitragsart Einzelvortrag (15 - 20 Min.)
Vortragssprache Deutsch
Titel: PRISM-BPS-Gender: Regime-sensitives biopsychosoziales Metamodell
Beitrags
Biopsychosoziale Modelle sind fĂŒr die Versorgung erwachsener trans,
nicht-binÀrer und gender-diverser Personen anschlussfÀhig, bleiben
klinisch jedoch oft zu unspezifisch. Mit PRISM-BPS-Gender schlagen
wir ein regime-sensitives Framework vor, das als gender-spezifische
Anwendung eines ĂŒbertragbaren PRISM-BPS-Metamodells konzipiert
ist. Grundlage ist eine explorative Evidence-Map mit 4â658 Dokumenten
und regelbasierter Clusterung. Wiederkehrende Themenfelder waren
Minderheitenstress, Zugang zu gender-affirming care, Diskriminierung,
FertilitÀt, Körperbild, Beziehungen und strukturelle
Versorgungsbarrieren. Daraus wurde ein Metamodell mit vier
Dimensionen entwickelt: biologisch/somatisch, psychologisch, sozial-
relational und strukturell-systemisch. FĂŒnf Versorgungsregime werden
unterschieden: Orientierung, soziale Offenlegung,
Versorgung/Navigation, körperbezogene Anpassung einschliesslich
Transition/Nicht-Transition sowie Langzeitadaption. Belastung wird
nicht als linearer Endpunkt, sondern als emergentes Ergebnis nicht-
linearer RĂŒckkopplungen zwischen diesen Ebenen verstanden. Eine
Priormatrix ordnet phasenspezifische KopplungsstÀrken zu und macht
das Modell fĂŒr Hypothesenbildung, Screening, Ressourcensteuerung und
longitudinale Analysen nutzbar. PRISM-BPS-Gender erweitert
biopsychosoziale und Minority-Stress-Frameworks um Dynamik,
Regime-SensitivitÀt und klinische Anwendung.
Datum 1. Mai 2026
Notiz:
SC â Burnout, Support und Self-Care (Chair(s): Christiane Rosin, Friederike Kesten)
ReMed: Update zu Zahlen und Angeboten fĂŒr belastete Ărzt*innen
Sabine Werner â Freitag 09:15â10:00 · Weitblick
(kein Abstract hinterlegt)
Notiz:
Dokumentation zwischen Belastung und QualitĂ€tssicherung: Evaluation eines KI-gestĂŒtzten UnterstĂŒtzungssystems in der Psychiatrie
Referierende:r Raffaela Witting
Perspektive 1 KI-gestĂŒtzte Dokumentation in der Psychotherapie
Ort
Beitragsart Einzelvortrag (15 - 20 Min.)
Vortragssprache Deutsch
Titel: Dokumentation zwischen Belastung und QualitĂ€tssicherung: Evaluation eines KI-gestĂŒtzten UnterstĂŒtzungssystems in der Psychiatrie
Hintergrund: Dokumentation ist ein zentraler Bestandteil psychiatrischer
und psychosozialer Versorgung. Sie sichert KontinuitÀt,
Zusammenarbeit und rechtliche Nachvollziehbarkeit, wird jedoch von
vielen Psycholog:innen und Ărzt:innen als Belastung erlebt. Zeitdruck,
hohe Taktung, multiprofessionelle Teams und sprachliche Vielfalt
verstĂ€rken dies. Am Psychiatriezentrum MĂŒnsingen wurde daher
untersucht, ob ein KI-gestĂŒtztes System zur Dokumentation entlasten
kann, ohne QualitÀt oder Sicherheit zu beeintrÀchtigen.
Methodik: Nutzung eines KI-basierten Systems zur Transkription und
Erstellung von Verlaufsnotizen.
Studiendesign: prospektive PrÀ-Post-Feldstudie
Stichprobe: 4 Psycholog:innen, 3 Ărzt:innen, ambulant und stationĂ€r
Dauer: 2 Monate
Datengrundlage: 328 GesprÀche
Erhobene Variablen: Dokumentationszeit, StabilitÀt, Zufriedenheit,
QualitÀt, Akzeptanz der Patient:innen
Ergebnisse: Die Dokumentationszeit pro 60-minĂŒtigem GesprĂ€ch sank
von 15 auf 7 Minuten. Die Zufriedenheit lag bei 5.4 von 6 Punkten.
Technische Probleme traten in 0.9 %, AusfÀlle in 0.6 % der
Anwendungen auf. Die Akzeptanz durch Patient:innen betrug 97 %, die
QualitĂ€t wurde in 95 % positiv bewertet. Fachpersonen berichteten ĂŒber
erhöhte PrÀsenz im GesprÀch.
Schlussfolgerung: KI-gestĂŒtzte Dokumentation kann zeitlich und
subjektiv entlasten, ohne QualitÀtsverlust. Eine erfolgreiche
Implementierung setzt Transparenz, klare Begrenzung auf
unterstĂŒtzende Funktionen und Freiwilligkeit voraus.
Datum 17. April 2026
Notiz:
Intervisionswalzer â Intervision als Self-Care: Perspektivenwechsel zur Burnout-PrĂ€vention
Dr. med. F. Kesten (fĂŒr den VPSB) â Freitag 10:15â11:00 · Weitblick
Intervisionswalzer
Dr. med. F. Kesten
fĂŒr den VPSB
Der Intervisionswalzer ist eine strukturierte und zugleich lebendige Methode der kollegialen Beratung. Inspiriert von der systemischen Haltung des Nichtwissens wechseln die Teilnehmenden in mehreren GesprÀchsrunden zwischen verschiedenen Rollen und gewinnen neue Perspektiven auf berufliche Fragestellungen, Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten. So entsteht mit Leichtigkeit und Dynamik ein Austausch, der fast so schwungvoll ist wie ein Walzer.
Der VPSB lĂ€dt herzlich zu diesem Workshop ein. Er bildet das Kick-off fĂŒr einen regelmĂ€ssigen Intervisionszirkel innerhalb der VPSB-Gruppe, der sich an wechselnden Methodiken orientieren will, und schafft so die Grundlage fĂŒr einen innovativen, freudvollen und nachhaltigen fachlichen Austausch. Die Veranstaltung lebt von der aktiven Beteiligung aller Teilnehmenden: Eigene Fragestellungen, Erfahrungen und Perspektiven sind ausdrĂŒcklich willkommen. Gemeinsam entsteht ein Raum fĂŒr Reflexion, Vernetzung, gegenseitige UnterstĂŒtzung und berufliche Weiterentwicklung.
Notiz:
WL â Mehr als Worte: Erinnerungen und Perspektiven zu Ehren von Wolf Langewitz (Chair(s): Moderation: Sabina Hunziker SchĂŒtz, Rainer SchĂ€fert)
Wie alles begann.
Brigitta Wössmer, Alexander Kiss â Freitag 11:45â12:30 · Hörsaal ZLF klein
Das Symposium wĂŒrdigt das Wirken von Prof. Dr. med. Wolf Langewitz und seinen prĂ€genden Beitrag zur Arzt-Patientenkommunikation und der Psychosomatik. Wegbegleiter:innen aus unterschiedlichen Phasen seines beruflichen Wirkens beleuchten seine Rolle als Kollege, Lehrer, Mentor und Mitgestalter. Thematisiert werden die AnfĂ€nge der Zusammenarbeit, sein Engagement beim Aufbau von Balintgruppen sowie seine Bedeutung fĂŒr die Ausbildung von Studierenden und jungen Ărzt:innen. DarĂŒber hinaus wird die Entwicklung der medizinischen Kommunikationslehre in Basel dargestellt, aus der auf Grundlage seiner ĂŒber 30-jĂ€hrigen LehrtĂ€tigkeit und innovativen Arbeit ein eigenstĂ€ndiges Ordinariat mit der Abteilung Medizinische Kommunikation in Basel hervorgingen, die seine AnsĂ€tze weiterfĂŒhren und weiterentwickeln. Das Symposium verbindet persönliche Erinnerungen mit der Frage, wie kommunikative Kompetenzen in der Medizin heute vermittelt und weiterentwickelt werden können.
Notiz:
Im GesprĂ€ch ĂŒber das GesprĂ€ch: Balintarbeit mit Wolf Langewitz â Patientenperspektive und klinische Versorgung
Pierre Loeb â Freitag 11:45â12:30 · Hörsaal ZLF klein
(kein Abstract hinterlegt)
Notiz:
Aus der Schule von Wolf Langewitz â Orientierung an einem Vorbild
Prof. Niklaus Labhardt, Sebastian Dietsche â Freitag 13:30â14:15 · Hörsaal ZLF klein
Das Symposium wĂŒrdigt das Wirken von Prof. Dr. med. Wolf Langewitz und seinen prĂ€genden Beitrag zur Arzt-Patientenkommunikation und der Psychosomatik. Wegbegleiter:innen aus unterschiedlichen Phasen seines beruflichen Wirkens beleuchten seine Rolle als Kollege, Lehrer, Mentor und Mitgestalter. Thematisiert werden die AnfĂ€nge der Zusammenarbeit, sein Engagement beim Aufbau von Balintgruppen sowie seine Bedeutung fĂŒr die Ausbildung von Studierenden und jungen Ărzt:innen. DarĂŒber hinaus wird die Entwicklung der medizinischen Kommunikationslehre in Basel dargestellt, aus der auf Grundlage seiner ĂŒber 30-jĂ€hrigen LehrtĂ€tigkeit und innovativen Arbeit ein eigenstĂ€ndiges Ordinariat mit der Abteilung Medizinische Kommunikation in Basel hervorgingen, die seine AnsĂ€tze weiterfĂŒhren und weiterentwickeln. Das Symposium verbindet persönliche Erinnerungen mit der Frage, wie kommunikative Kompetenzen in der Medizin heute vermittelt und weiterentwickelt werden können.
Notiz:
Medizinische Kommunikation in Basel: Tradition bewahren, Zukunft gestalten
Sabina Hunziker SchĂŒtz, Christoph Becker, Team MedKomm â Freitag 13:30â14:15 · Hörsaal ZLF klein
Referierende:r Dr. med. Tanja KrĂŒgers
Perspektive 1 Ambivalenz als zentrales PhĂ€nomen bei Patientinnen mit Essstörungen â
wie können Behandelnde damit konstruktiv umgehen?
Ort
Beitragsart Workshop (2x 20 Min. oder 45 Min.)
Vortragssprache Deutsch
Titel: Ambivalenz als zentrales PhĂ€nomen bei Patient:innen mit Essstörungen â wie können Behandelnde damit konstruktiv umgehen?
In der Behandlung von Patient:innen mit Essstörungen zeigen sich
hĂ€ufig tiefe Ambivalenzen, bezĂŒglich Symptomen und
VerhaltensĂ€nderungen, Kommunikation wie Entwicklung. Ărzt:innen
und Therapeut:innen laufen beispielsweise Gefahr, in MachtkÀmpfe um
Essen oder Nicht-Essen verstrickt zu werden. Welche Haltung ist hier
hilfreich, und wie bleiben wir im Dialog mit der Patient:in?
Datum 30. April 2026
Notiz:
Adipositasbehandlung im Wandel: GLP-1-Analoga und ihre somatischen sowie psychischen Auswirkungen aus wissenschaftlicher und klinisch-praktischer Perspektive
Adipositas ist eine komplexe, multifaktorielle Erkrankung, bei der hormonelle Dysregulation mit psychosozialen Faktoren und Störungen des Belohnungssystems interagiert. GLP-1-Rezeptoragonisten (z. B. Semaglutid) und duale GIP/GLP-1-Agonisten (z. B. Tirzepatid) markieren einen Paradigmenwechsel in der Therapie.
Somatisch zeigen Studien (STEP, SURMOUNT) Gewichtsreduktionen von 14.9% bzw. 20.9%, verbesserte InsulinsensitivitĂ€t und kardiovaskulĂ€re Protektion â bei Risiko fĂŒr gastrointestinale Nebenwirkungen und Verlust fettfreier Masse.
Psychisch modulieren die Substanzen ĂŒber das mesolimbische System Belohnungsverhalten: Reduktion von âFood Noise" und Binge-Eating, teils suchtĂŒbergreifend. WĂ€hrend sich bei den meisten Patient:innen Wohlbefinden bessert, entwickelt eine Minderheit depressive Symptome, v. a. bei psychiatrischer Vorbelastung. Bei Emotional Eating kann der Wegfall des Coping-Mechanismus dekompensieren.
Der Vortrag verbindet Evidenz mit klinischer Praxis und diskutiert ethisch-ökonomische Fragen sowie den Bedarf interdisziplinÀrer Behandlungskonzepte.
Notiz:
EW â Neurodivergenz / Entwicklungsstörungen (ADHS/ASS) (Chair(s): Ludger Tebartz van Elst, Christiane Rosin)
Psychosomatik und Psychiatrie im Dialog: Wann steckt hinter chronischen körperlichen und psychischen Beschwerden ein unerkanntes ADHS?
Ismene Ditrich, Christiane Rosin · Thure von UexkĂŒll-Klinik Glottertal / USB Basel â Donnerstag 13:00â13:45 · Hörsaal ZLF klein
Psychosomatik und Psychiatrie im Dialog: Wann steckt hinter chronischen körperlichen und psychischen Beschwerden ein unerkanntes ADHS?
Chronische körperliche und psychische Beschwerden gehören zu den hĂ€ufigsten VorstellungsgrĂŒnden in der psychosomatischen Grundversorgung. Erschöpfung, Schlafstörungen, Schmerzen, Reizdarm, MigrĂ€ne, Depressionen, Ăngste oder Burnout werden hĂ€ufig als eigenstĂ€ndige Störungsbilder behandelt. Nicht selten bleibt dabei ein ADHS im Erwachsenenalter als zugrunde liegender oder aufrechterhaltender Faktor unerkannt.
Im interaktiven Workshop werden typische psychosomatische PrĂ€sentationen von ADHS sowie hĂ€ufige Behandlungsdiagnosen wie Depression, Angststörung, Burnout, funktionelle Störungen oder chronische Schmerzen vorgestellt. Anhand von Fallbeispielen erarbeiten die Teilnehmenden klinische âRed Flagsâ fĂŒr ADHS und lernen praxisnahe Screening-Fragen fĂŒr die psychosomatische Grundversorgung kennen.
DarĂŒber hinaus wird diskutiert, wie die Diagnose und adĂ€quate Behandlung von ADHS zu einer besseren Einordnung der Beschwerden, zielgerichteteren Interventionen sowie einer nachhaltigen Entlastung und Verbesserung von Funktionsniveau und LebensqualitĂ€t beitragen können.
Ziel ist es, die diagnostische SensibilitĂ€t fĂŒr ADHS im Erwachsenenalter zu erhöhen, den interdisziplinĂ€ren Austausch zwischen Psychosomatik und Psychiatrie zu fördern sowie konkrete Hilfen fĂŒr den Praxisalltag zu vermitteln.
Dr. med. Ismene Ditrich, OberÀrztin Akut-Abteilung, Fà f. Psychiatrie und Psychotherapie
Dr. med. Christiane Rosin, Stv. OberÀrztin Reizdarmsprechstunde, Psychosomatik USB
Notiz:
Psychotherapie und Ergotherapie im Dialog: ADHS, ASS, Selbstregulation und Bindung - Was hilft im Alltag?
Simone Rapp, Christiane Rosin · USB Basel â Donnerstag 14:00â14:45 · Hörsaal ZLF klein
Psychosomatik und Ergotherapie im Dialog: ADHS, ASS, Selbstregulation und Bindung â was hilft im Alltag?
Menschen mit ADHS oder Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) berichten hĂ€ufig ĂŒber emotionale Ăberforderung, chronischen Stress, Erschöpfung und Schwierigkeiten in Beziehungen. Hinter diesen Belastungen stehen oft auch Herausforderungen in der Selbstregulation, Reizverarbeitung und Bindungsgestaltung, die im klinischen Alltag leicht ĂŒbersehen oder missverstanden werden.
Im interaktiven Workshop âPsychosomatik und Ergotherapie im Dialogâ werden psychosomatische und ergotherapeutische Perspektiven auf die ZusammenhĂ€nge zwischen Entwicklungsstörungen, Selbstregulation und Bindungsverhalten vorgestellt. Anhand von Fallbeispielen und praktischen Ăbungen lernen die Teilnehmenden alltagsnahe Strategien zur Regulation von Stress, Emotionen und sensorischer Ăberlastung kennen. DarĂŒber hinaus werden AnsĂ€tze vermittelt, die Sicherheit, Selbstwirksamkeit und gelingende Beziehungen fördern.
Ziel des Workshops ist es, ein besseres VerstĂ€ndnis fĂŒr dahinterliegende Schwierigkeiten zu entwickeln und konkrete Interventionen fĂŒr die therapeutische und Ă€rztliche Praxis mitzunehmen.
Simone Rapp, Ergotherapeutin
Dr. med. Christiane Rosin, Stv. OberÀrztin Psychosomatik
ADHS bei Frauen: klinische Relevanz und geschlechtsspezifische Besonderheiten
Anna Raggi · Fertisuisse Basel â Donnerstag 13:00â13:45 · Personalrestaurant
ADHS bei Frauen rĂŒckt zunehmend in den Fokus klinischer Praxis und Forschung. Weibliche Sexualhormone beeinflussen zentrale neuronale Systeme wie Dopamin, Serotonin und GABA und können Aufmerksamkeit, Emotionsregulation sowie exekutive Funktionen wesentlich modulieren. Hormonelle VerĂ€nderungen wĂ€hrend PubertĂ€t, Menstruationszyklus, Schwangerschaft, Wochenbett und Perimenopause wirken sich hĂ€ufig direkt auf Symptomatik, Funktionsniveau und therapeutisches Ansprechen aus. Gleichzeitig unterscheiden sich PrĂ€sentation, KomorbiditĂ€ten und diagnostische Herausforderungen bei Frauen oft deutlich von klassischen ADHS-Konzepten. Die interdisziplinĂ€re Session verbindet Perspektiven aus GynĂ€kologie, gynĂ€kologischer Endokrinologie, Psychiatrie und Psychologie. Ziel ist es, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse mit praxisnahen klinischen Erfahrungen und Fallbeispielen zu verknĂŒpfen sowie moderne diagnostische und therapeutische AnsĂ€tze fĂŒr Frauen mit ADHS aufzuzeigen.
Notiz:
Zwischen Anpassung und Ăberforderung: ADHS bei Frauen im Alltag
Jana Landolt â Donnerstag 13:00â13:45 · Personalrestaurant
ADHS bei Frauen rĂŒckt zunehmend in den Fokus klinischer Praxis und Forschung. Weibliche Sexualhormone beeinflussen zentrale neuronale Systeme wie Dopamin, Serotonin und GABA und können Aufmerksamkeit, Emotionsregulation sowie exekutive Funktionen wesentlich modulieren. Hormonelle VerĂ€nderungen wĂ€hrend PubertĂ€t, Menstruationszyklus, Schwangerschaft, Wochenbett und Perimenopause wirken sich hĂ€ufig direkt auf Symptomatik, Funktionsniveau und therapeutisches Ansprechen aus. Gleichzeitig unterscheiden sich PrĂ€sentation, KomorbiditĂ€ten und diagnostische Herausforderungen bei Frauen oft deutlich von klassischen ADHS-Konzepten. Die interdisziplinĂ€re Session verbindet Perspektiven aus GynĂ€kologie, gynĂ€kologischer Endokrinologie, Psychiatrie und Psychologie. Ziel ist es, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse mit praxisnahen klinischen Erfahrungen und Fallbeispielen zu verknĂŒpfen sowie moderne diagnostische und therapeutische AnsĂ€tze fĂŒr Frauen mit ADHS aufzuzeigen.
Notiz:
Hormonelle Modulation von ADHS bei Frauen:
Dopamin, Serotonin, GABA und klinische Konsequenzen
Anna Raggi â Donnerstag 13:00â13:45 · Personalrestaurant
ADHS bei Frauen rĂŒckt zunehmend in den Fokus klinischer Praxis und Forschung. Weibliche Sexualhormone beeinflussen zentrale neuronale Systeme wie Dopamin, Serotonin und GABA und können Aufmerksamkeit, Emotionsregulation sowie exekutive Funktionen wesentlich modulieren. Hormonelle VerĂ€nderungen wĂ€hrend PubertĂ€t, Menstruationszyklus, Schwangerschaft, Wochenbett und Perimenopause wirken sich hĂ€ufig direkt auf Symptomatik, Funktionsniveau und therapeutisches Ansprechen aus. Gleichzeitig unterscheiden sich PrĂ€sentation, KomorbiditĂ€ten und diagnostische Herausforderungen bei Frauen oft deutlich von klassischen ADHS-Konzepten. Die interdisziplinĂ€re Session verbindet Perspektiven aus GynĂ€kologie, gynĂ€kologischer Endokrinologie, Psychiatrie und Psychologie. Ziel ist es, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse mit praxisnahen klinischen Erfahrungen und Fallbeispielen zu verknĂŒpfen sowie moderne diagnostische und therapeutische AnsĂ€tze fĂŒr Frauen mit ADHS aufzuzeigen.
Notiz:
Geschlechtsspezifische Aspekte der Diagnostik und Therapie bei ADHS
ADHS bei Frauen rĂŒckt zunehmend in den Fokus klinischer Praxis und Forschung. Weibliche Sexualhormone beeinflussen zentrale neuronale Systeme wie Dopamin, Serotonin und GABA und können Aufmerksamkeit, Emotionsregulation sowie exekutive Funktionen wesentlich modulieren. Hormonelle VerĂ€nderungen wĂ€hrend PubertĂ€t, Menstruationszyklus, Schwangerschaft, Wochenbett und Perimenopause wirken sich hĂ€ufig direkt auf Symptomatik, Funktionsniveau und therapeutisches Ansprechen aus. Gleichzeitig unterscheiden sich PrĂ€sentation, KomorbiditĂ€ten und diagnostische Herausforderungen bei Frauen oft deutlich von klassischen ADHS-Konzepten. Die interdisziplinĂ€re Session verbindet Perspektiven aus GynĂ€kologie, gynĂ€kologischer Endokrinologie, Psychiatrie und Psychologie. Ziel ist es, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse mit praxisnahen klinischen Erfahrungen und Fallbeispielen zu verknĂŒpfen sowie moderne diagnostische und therapeutische AnsĂ€tze fĂŒr Frauen mit ADHS aufzuzeigen.
Referierende:r Dr. med. Alexa Kuenburg, Dr. med. Marlene Weinzirl-Brandl
Perspektive 1 Titel:
Frauen auf der Flucht â gynĂ€kologische, psychiatrische und
psychotherapeutische Perspektiven in der interdisziplinÀren Versorgung.
Hintergrund und Relevanz:
GeflĂŒchtete Frauen stellen eine besonders vulnerable Gruppe dar, die
hÀufig komplexen biopsychosozialen Belastungen ausgesetzt ist. Neben
der Traumatisierung durch Krieg, Vertreibung und Flucht spielen auch
geschlechtsspezifische Faktoren wie sexualisierte Gewalt mit
gleichzeitiger kultureller Tabuisierung, ökonomischer AbhÀngigkeit oder
vermindertem Zugang zur Gesundheitsversorgung eine zentrale Rolle.
Diese Belastungen manifestieren sich hÀufig in psychosomatischen
Beschwerden, die sich sowohl in der gynÀkologischen als auch in der
psychiatrisch-psychotherapeutischen Praxis zeigen. Eine integrative
Betrachtung ist daher essenziell, wird jedoch im klinischen Alltag oft
durch strukturelle, sprachliche und kulturelle Barrieren erschwert.
Ziel des Workshops:
Der Workshop zielt darauf ab, ein vertieftes VerstĂ€ndnis fĂŒr
psychosomatische ZusammenhĂ€nge bei geflĂŒchteten Frauen zu
vermitteln und praxisnahe AnsĂ€tze fĂŒr eine interdisziplinĂ€re Versorgung
zu entwickeln. Dabei werden gynÀkologische, psychiatrische und
psychotherapeutische Perspektiven miteinander verknĂŒpft.
Inhalte:
- EinfĂŒhrung in psychosomatische Krankheitsmodelle im Kontext von
Flucht und Migration
- GynÀkologische Aspekte: chronische Unterbauchschmerzen, sexuelle
Dysfunktion, rezidivierende Infektionen, Folgen von Gewalt
- Psychiatrische Dimensionen: Traumafolgestörung, Depression,
Angststörung und Somatisierungsstörung
- Psychotherapeutische AnsĂ€tze unter BerĂŒcksichtigung kultureller
SensibilitÀt und traumaspezifischer Methoden
- Kommunikation und Dolmetschereinsatz
- Fallbeispiele aus der interdisziplinÀren Versorgung
- Diskussion ĂŒber aktuelle Herausforderungen im klinischen Alltag
Methoden:
Der Workshop kombiniert kurze ImpulsvortrÀge mit interaktiven
Elementen wie Fallarbeit in Kleingruppen, moderierter Diskussion und
eigenem Erfahrungsaustausch. Ziel ist eine praxisnahe Vermittlung
sowie die Förderung interdisziplinÀrer Perspektiven.
Zielgruppe:
Ărztinnen und Ărzte (GynĂ€kologie, Psychiatrie, Allgemeinmedizin),
Psychotherapeut:innen, psychosoziale FachkrÀfte sowie alle, die in der
Versorgung geflĂŒchteter Frauen tĂ€tig sind.
Dauer:
2 x 45 (90) Minuten
Titel FachĂ€rztin fĂŒr GynĂ€kologie und Geburtshilfe
Ort
Referierende:r 2 Dr. med. Alexa Kuenburg, Dr. med. Marlene Weinzirl-Brandl
Perspektive 2 s. Seite 1
Titel FachĂ€rztin fĂŒr Psychiatrie und Psychotherapie
Beitragsart Workshop (2x 20 Min. oder 45 Min.)
Vortragssprache Deutsch
Titel: Frauen auf der Flucht â gynĂ€kologische, psychiatrische und psychotherapeutische Perspektiven in der interdisziplinĂ€ren Versorgung.
Hintergrund und Relevanz:
GeflĂŒchtete Frauen stellen eine besonders vulnerable Gruppe dar, die
hÀufig komplexen biopsychosozialen Belastungen ausgesetzt ist. Neben
der Traumatisierung durch Krieg, Vertreibung und Flucht spielen auch
geschlechtsspezifische Faktoren wie sexualisierte Gewalt mit
gleichzeitiger kultureller Tabuisierung, ökonomischer AbhÀngigkeit oder
vermindertem Zugang zur Gesundheitsversorgung eine zentrale Rolle.
Diese Belastungen manifestieren sich hÀufig in psychosomatischen
Beschwerden, die sich sowohl in der gynÀkologischen als auch in der
psychiatrisch-psychotherapeutischen Praxis zeigen. Eine integrative
Betrachtung ist daher essenziell, wird jedoch im klinischen Alltag oft
durch strukturelle, sprachliche und kulturelle Barrieren erschwert.
Ziel des Workshops:
Der Workshop zielt darauf ab, ein vertieftes VerstĂ€ndnis fĂŒr
psychosomatische ZusammenhĂ€nge bei geflĂŒchteten Frauen zu
vermitteln und praxisnahe AnsĂ€tze fĂŒr eine interdisziplinĂ€re Versorgung
zu entwickeln. Dabei werden gynÀkologische, psychiatrische und
psychotherapeutische Perspektiven miteinander verknĂŒpft.
Datum 29. April 2026
Die peripartale psychische Erkrankung betrifft bis zu 20% der MĂŒtter und 10% der VĂ€ter und gefĂ€hrdet die Mutter/Vater-Kind-Bindung.
GynĂ€kologen betreuen Frauen in ihrer Schwangerschaft und sind fĂŒr Screening und Einleiten von ersten therapeutischen Massnahmen verantwortlich. PĂ€diater haben durch engmaschige Vorsorgeuntersuchungen direkten Kontakt zum SĂ€ugling, wobei sowohl die neuropsychologische Entwicklung als auch die Mutter-Kind-Interaktion beobachtet werden soll. Die interprofessionelle Zusammenarbeit ist essenziell. WĂ€hrend GynĂ€kologen in der FrĂŒhdiagnostik und Schwangerenvorsorge eine SchlĂŒsselrolle spielen, fungieren KinderĂ€rzte oft als das âNetzâ im ersten Lebensjahr.
Gemeinsame Screening-Konzepte, definierte Ăberweisungswege und ein strukturierter interdisziplinĂ€rer Informationsaustausch schlieĂen VersorgungslĂŒcken. Beide Fachdisziplinen bilden zusammen mit Hebammen und MĂŒtter-Vater-Beraterinnen eine wichtige Barriere, um eine Chronifizierung der PPD zu verhindern und die kindliche Entwicklung sowie das gesamte Familiensystem zu schĂŒtzen.
Eine Vernetzung und Einbindung von psychiatrischen und insbesondere kinderpsychiatrischen Einrichtungen ist dabei wichtig, um eine frĂŒhzeitige Intervention bei Bedarf möglich zu machen.
Die postpartale Depression (PPD) betrifft bis zu 15% der MĂŒtter und gefĂ€hrdet die Mutter-Kind-Bindung. Da GynĂ€kologen primĂ€r die Schwangerschaft betreuen und PĂ€diater durch engmaschige Vorsorgeuntersuchungen direkten Kontakt zum SĂ€ugling haben, ist eine intersektorale Zusammenarbeit essenziell. WĂ€hrend GynĂ€kologen in der FrĂŒhdiagnostik und Schwangerenvorsorge eine SchlĂŒsselrolle spielen, fungieren KinderĂ€rzte oft als das âNetzâ im ersten Lebensjahr.
Gemeinsame Screening-Konzepte, definierte Ăberweisungswege und ein strukturierter interdisziplinĂ€rer Informationsaustausch schlieĂen VersorgungslĂŒcken. Beide Fachdisziplinen bilden zusammen mit Hebammen eine wichtige Barriere, um eine Chronifizierung der PPD zu verhindern und die kindliche Entwicklung sowie das gesamte Familiensystem zu schĂŒtzen.
Notiz:
Im Dialog â PĂ€diatrie in der Kinder- und Jugendpsychiatrie
Linda von Ribbeck â Freitag 11:45â12:30 · Hörsaal Pathologie oben
Die Psychosomatik des Kindes- und Jugendalters ist gemĂ€ss des Weiterbildungsprogrammes ein Teilgebiet der Kinder- und Jugendpsychiatrie, wenngleich im Alltag wohl KinderĂ€rzte hĂ€ufig mit psychosomatischen Krankheitsbildern konfrontiert sein werden. Wie steht es also um die Ausbildungslandschaft der Psychosomatik in der Kinderheilkunde und wo kann man die Psychosomatik des Kindes lernen? Die Klinik fĂŒr Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der PDAG trĂ€gt als einzige Kinder- und Jugendpsychiatrie in der Schweiz das Wort «Psychosomatik» explizit im Kliniknamen. Welches Angebot dort im stationĂ€ren, tagesklinischen und ambulanten Setting seit einigen Jahren entwickelt wird, und wie sich der intensive Dialog zwischen KinderĂ€rzten, Kinder- und Jugendpsychiatern und Psychotherapeuten im Alltag gestaltet â all das soll Inhalt des Vortrags sein.
Notiz:
Wenn die Psyche durch den Körper spricht
Christian WĂŒthrich â Freitag 13:30â14:15 · Hörsaal Pathologie oben
Dissoziative Störungen bei Kindern und Jugendlichen stellen Behandlerinnen und Behandler meist vor grosse diagnostische und therapeutische Herausforderungen. Das Störungsbild umfassen ein breites Spektrum an Symptomen, die sich initial hĂ€ufig neurologisch prĂ€sentieren. Gemeinsam ist diesen Störungsbildern ein Zusammenhang mit psychisch wirksamen Bedingungen in der Entstehung und Auslösung der Symptomatik. Dazu findet sich ein spezifisches Krankheitsverhalten der Betroffenen und ihrer elterlichen Bezugspersonen. Das Festhalten an einem somatischen Krankheitskonzept fĂŒhrt wiederholt zur Inanspruchnahme medizinischer Leistungen und belastet regelhaft die Arzt-Patient-Beziehung. Es verzögert auch die Einleitung einer fachspezifischer Behandlungen. Grundlage einer erfolgreichen Behandlung ist das Erarbeiten eines gemeinsamen, von allen Beteiligten akzeptierten und mitgetragenen KrankheitsverstĂ€ndnisses.
Anhand eines klinischen Fallbeispiels -eines 11 jh. Knaben mit einer dissoziativen LĂ€hmung -werden diagnostische Strategien und therapeutische Grundprinzipien vorgestellt.
Notiz:
âKinder aus der Klemmeâ ein systemischer Ansatz fĂŒr Familien in schweren Trennungskrisen
Trennungen und Scheidungen sind heute hĂ€ufige belastende Lebensereignisse. WĂ€hrend die meisten Paare ihre Konflikte selbst oder mit UnterstĂŒtzung niederschwelliger Angebote bewĂ€ltigen, bleibt ein kleiner Teil in anhaltenden Auseinandersetzungen gefangen. Der chronische Stress verursacht nicht nur bei den Kindern, sondern auch bei den Eltern zahlreiche psychosomatische Beschwerden. DarĂŒber hinaus besteht eine nicht unerhebliche transgenerationale Dynamik, da die Kinder keine gesunden Beziehungskompetenzen erlernen.
âKinder aus der Klemmeâ ist ein therapeutisch fundiertes Programm, das Ende der 1990er Jahre in den Niederlanden von Margreet Viser und Justine van Lawick im Sinne eines Multifamilienangebotes entwickelt und mittlerweile vielfach wissenschaftlich evaluiert wurde. Es richtet sich an Familien, die in hochstrittigen Trennungssituationen geraten sind. Kinder, Eltern und das familiĂ€re Umfeld werden gleichermaĂen einbezogen. Ein Drittel der Eltern, die im individuellen oder monofamiliĂ€ren Setting nicht ausreichend aus ihren Konflikten aussteigen konnten, schaffen dies nach dem Besuch dieser Gruppen-Kurse. Ein weiteres Drittel kommt ein gutes StĂŒck voran auf dem Weg, die BedĂŒrfnisse der Kinder wieder in den Mittelpunkt zu stellen.
Das Programm ist methodenintegrativ, klar strukturiert, praxisnah aufgebaut und entfaltet seine volle Wirksamkeit in einer interdisziplinĂ€ren Zusammenarbeit zwischen Ărzten, Sozialarbeiter und Juristen.
Notiz:
CL â CL-Psychosomatik (Chair(s): Alexander Frick)
Psychosomatique de consultation et de liaison en Suisse â oĂč en sommes-nous aujourdâhui?
Die Konsultations- und Liaison-Psychiatrie / Psychosomatik ist in der Schweiz in den vergangenen Jahren stark gewachsen: die psychiatrische und psychotherapeutische Begleitung der körperlich Kranken hat sich verbessert, die psychosozialen Dimensionen werden vermehrt in der Ausbildung der Studierenden und in der Fort- und Weiterbildung berĂŒcksichtigt, und die Forschung hat sich intensiviert. Es bleiben viele Herausforderungen: wie kann die klinische Versorgung angesichts der begrenzten Ressourcen und der bedeutenden PrĂ€valenz von psychiatrischer KomorbiditĂ€t in der Somatik gewĂ€hrleistet werden? Warum scheitern wissenschaftlich basierte Modelle der Effizienzsteigerung der Liaison-Psychiatrie an den institutionellen RealitĂ€ten? Wie können Liaison Interventionen von denen es erfolgreiche AnsĂ€tze gibt, verbreitet und ausgebaut werden? Warum finden andere Aufgaben wie die Experten Rolle (gate keeper) der Liaison-Psychiatrie nur wenige Beachtung, obwohl sie sehr umstritten sind? Der Vortrag versucht den Stand der Liaison-Psychiatrie in der Schweiz zusammenzufassen und einige Antworten auf die vorhergehenden Fragen zu geben.
Notiz:
SomPsyNet â Erkennung und UnterstuÌtzung von psychosozial belasteten Patient:innen im Spital
Das Versorgungsmodell SomPsyNet verfolgt das Ziel, die Versorgung von somatischen Patient:innen mit psychosozialen Belastungen durch ein systematisches Screening sowie eine strukturierte interdisziplinÀre Vernetzung zu verbessern. Im Rahmen der PrÀsentation werden das Versorgungsmodell, seine Ziele sowie zentrale Erkenntnisse zur interdisziplinÀren Zusammenarbeit vorgestellt. Anhand erster Studienergebnisse werden Chancen, Herausforderungen und potenzielle Auswirkungen auf die klinische Praxis diskutiert.
Notiz:
Wenn die Haut ins GesprĂ€ch kommt â Liaisonarbeit als BrĂŒcke zwischen Dermatologie und Psychosomatik
Eva Loos, Maximilian Böhm · UniversitĂ€tsspital Basel â Freitag 09:15â10:00 · Hörsaal Pathologie oben
Die enge Wechselwirkung zwischen Haut und Psyche gewinnt zunehmend an Aufmerksamkeit â in der klinischen Praxis wie auch in der Forschung. Viele dermatologische Erkrankungen gehen mit erheblicher psychischer Belastung, eingeschrĂ€nkter LebensqualitĂ€t sowie einer erhöhten PrĂ€valenz von Angststörungen und Depression einher. Gleichzeitig können psychische Faktoren den Verlauf und die BewĂ€ltigung von Hauterkrankungen beeinflussen. Eine rein somatische Versorgung wird dieser KomplexitĂ€t hĂ€ufig nicht gerecht. Die psychodermatologische Versorgung eröffnet einen gemeinsamen Behandlungsraum, in dem dermatologische und psychosomatisch-psychiatrische Perspektiven miteinander in Dialog treten. Die Liaisonarbeit schafft die strukturellen Voraussetzungen fĂŒr diesen Austausch und ermöglicht eine bedarfsorientierte, patientenzentrierte und integrierte Versorgung. In diesem Vortrag möchten wir die psychodermatologische LiaisontĂ€tigkeit am USB vorstellen.
Notiz:
K â Kardiopsychosomatik â Psychophysiologie, Belastungsverarbeitung und Versorgung (Chair(s): Roland von KĂ€nel, Monika Sadlonova)
Kardiopsychosomatik im Dialog â State-of-the-Art zu Herz und Psyche
Roland von KĂ€nel · USZ ZĂŒrich â Freitag 09:15â10:00 · Grosser Hörsaal ZLF · đ§ DEâFR (Kabine)
Kardiopsychosomatik im Dialog â State-of-the-Art zu Herz und Psyche
Kardiopsychosomatik, Psychokardiologie, Psycho-Cardio-Team: Schon die Begriffe zeigen, dass Herz und Psyche nur im Dialog angemessen verstanden und behandelt werden können. Das Referat gibt ein State-of-the-Art-Update zu den wechselseitigen Beziehungen zwischen psychosozialen Faktoren und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Stress, depressive Symptome, Angst, Feindseligkeit, soziale Isolation und Schlafstörungen können kardiovaskulĂ€res Risiko und Prognose beeinflussen. Umgekehrt können Herzerkrankungen psychische Belastung auslösen oder verstĂ€rken. Vorgestellt werden zentrale bio-psycho-soziale Mechanismen und klinisch umsetzbare Ansatzpunkte wie gezieltes Screening mit nachfolgender AbklĂ€rung, Triage und Ăberweisung, Bewegung und Rehabilitation, Psychotherapie, positive Ressourcen sowie sorgfĂ€ltig indizierte Psychopharmakotherapie. Ziel ist eine integrierte, patientenzentrierte Herzmedizin, die psychosomatische Perspektiven in Diagnostik, Behandlung und Nachsorge verankert.
Notiz:
Schweizer Rehabilitationsdaten und MortalitĂ€t: VerknĂŒpfung nationaler Reha-QualitĂ€ts-Daten mit Sterberegister-Daten
Referierende:r PD Dr. Lena Jellestad
Perspektive 1 Wissenschaftliches Symposium mit Titel:
"Zwischen Evidenz und Anwendung: Psychokardiologie in
Rehabilitation und ambulanter Versorgung"
Der erste Beitrag prÀsentiert erste Ergebnisse eines schweizweiten
Forschungsprojekts (n=82.000), das nationale QualitÀtsdaten der
stationÀren Rehabilitation mit MortalitÀtsdaten des bundesweiten
Sterberegisters verknĂŒpft, um Risikoprofile fĂŒr das Survival zu
identifizieren. Der zweite Beitrag widmet sich einer aktuellen Studie am
UniversitĂ€tsspital ZĂŒrich, die im Rahmen eines biopsychosozialen
Ansatzes untersucht, wie depressive und Àngstliche Symptome in
Kombination mit biologischen Parametern (BMI, LDL) und sozialer
UnterstĂŒtzung somatische Symptome bei koronarer Herzkrankheit
vorhersagen. Der dritte Beitrag beleuchtet die Angstmodulation aus
psychodynamischer Sicht. Anhand klinischer Vignetten werden
Àtiologische ZusammenhÀnge zwischen Beziehungserfahrungen,
biografischem Kontext und Todesangst analysiert, um daraus
differenzierte psychotherapeutische Interventionen abzuleiten.
Ziel ist es, Forschung und Praxis zu verbinden und die Relevanz
psychokardiologischer Aspekte in der kardiologischen Versorgung zu
untermauern
Beitrag 1: PD Dr. med. Lena Jellestad
Beitrag 2: PD Dr. med. Sebastian Euler
Beitrag 3: Dr. rer. nat. Martin Fillinger
Ort
Referierende:r 2 PD Dr. med. Sebastian Euler
Perspektive 2 Zweiter Beitrag: s. Zusammenfassung Perspektive 1
Ort
Ort
Beitragsart Symposium (3 x 15 Min.)
Vortragssprache Deutsch
Titel: Zwischen Evidenz und Anwendung: Psychokardiologie in Rehabilitation und ambulanter Versorgung
Psychokardiologische Faktoren sind fĂŒr Verlauf, Prognose und
LebensqualitÀt bei Herzerkrankungen von zentraler Bedeutung, doch
ihre systematische Integration in die Versorgungsstrukturen bleibt eine
Herausforderung. Dieses Symposium vereint empirische Befunde und
klinische AnsÀtze, um die psychokardiologische Perspektive als
unverzichtbaren Bestandteil der multiprofessionellen Behandlung
hervorzuheben.
Der erste Beitrag prÀsentiert erste Ergebnisse eines schweizweiten
Forschungsprojekts (n=82.000), das nationale QualitÀtsdaten der
stationÀren Rehabilitation mit MortalitÀtsdaten des bundesweiten
Sterberegisters verknĂŒpft, um somatische und psychosoziale
Risikoprofile fĂŒr das Survival nach Rehabilitation zu identifizieren. Der
zweite Beitrag widmet sich einer aktuellen Studie am UniversitÀtsspital
ZĂŒrich, die im Rahmen eines biopsychosozialen Ansatzes untersucht,
wie depressive und Àngstliche Symptome in Kombination mit
biologischen Parametern (BMI, LDL) und sozialer UnterstĂŒtzung
somatische Symptome bei koronarer Herzkrankheit vorhersagen. Der
dritte Beitrag beleuchtet die Angstmodulation aus psychodynamischer
Sicht. Anhand klinischer Vignetten werden Àtiologische
ZusammenhÀnge zwischen Beziehungserfahrungen, biografischem
Kontext und Todesangst analysiert, um daraus differenzierte
psychotherapeutische Interventionen abzuleiten.
Ziel ist es, Forschung und Praxis zu verbinden und die Relevanz
psychokardiologischer Aspekte in der kardiologischen Versorgung zu
untermauern
Datum 30. April 2026
Notiz:
Biopsychosoziale PrĂ€diktoren bei KHK: DepressivitĂ€t, Angst, BMI, LDL und soziale UnterstĂŒtzung als PrĂ€diktoren somatischer Symptome
Sebastian Euler â Freitag 10:15â11:00 · Hörsaal Pathologie unten
Referierende:r PD Dr. Lena Jellestad
Perspektive 1 Wissenschaftliches Symposium mit Titel:
"Zwischen Evidenz und Anwendung: Psychokardiologie in
Rehabilitation und ambulanter Versorgung"
Der erste Beitrag prÀsentiert erste Ergebnisse eines schweizweiten
Forschungsprojekts (n=82.000), das nationale QualitÀtsdaten der
stationÀren Rehabilitation mit MortalitÀtsdaten des bundesweiten
Sterberegisters verknĂŒpft, um Risikoprofile fĂŒr das Survival zu
identifizieren. Der zweite Beitrag widmet sich einer aktuellen Studie am
UniversitĂ€tsspital ZĂŒrich, die im Rahmen eines biopsychosozialen
Ansatzes untersucht, wie depressive und Àngstliche Symptome in
Kombination mit biologischen Parametern (BMI, LDL) und sozialer
UnterstĂŒtzung somatische Symptome bei koronarer Herzkrankheit
vorhersagen. Der dritte Beitrag beleuchtet die Angstmodulation aus
psychodynamischer Sicht. Anhand klinischer Vignetten werden
Àtiologische ZusammenhÀnge zwischen Beziehungserfahrungen,
biografischem Kontext und Todesangst analysiert, um daraus
differenzierte psychotherapeutische Interventionen abzuleiten.
Ziel ist es, Forschung und Praxis zu verbinden und die Relevanz
psychokardiologischer Aspekte in der kardiologischen Versorgung zu
untermauern
Beitrag 1: PD Dr. med. Lena Jellestad
Beitrag 2: PD Dr. med. Sebastian Euler
Beitrag 3: Dr. rer. nat. Martin Fillinger
Ort
Referierende:r 2 PD Dr. med. Sebastian Euler
Perspektive 2 Zweiter Beitrag: s. Zusammenfassung Perspektive 1
Ort
Ort
Beitragsart Symposium (3 x 15 Min.)
Vortragssprache Deutsch
Titel: Zwischen Evidenz und Anwendung: Psychokardiologie in Rehabilitation und ambulanter Versorgung
Psychokardiologische Faktoren sind fĂŒr Verlauf, Prognose und
LebensqualitÀt bei Herzerkrankungen von zentraler Bedeutung, doch
ihre systematische Integration in die Versorgungsstrukturen bleibt eine
Herausforderung. Dieses Symposium vereint empirische Befunde und
klinische AnsÀtze, um die psychokardiologische Perspektive als
unverzichtbaren Bestandteil der multiprofessionellen Behandlung
hervorzuheben.
Der erste Beitrag prÀsentiert erste Ergebnisse eines schweizweiten
Forschungsprojekts (n=82.000), das nationale QualitÀtsdaten der
stationÀren Rehabilitation mit MortalitÀtsdaten des bundesweiten
Sterberegisters verknĂŒpft, um somatische und psychosoziale
Risikoprofile fĂŒr das Survival nach Rehabilitation zu identifizieren. Der
zweite Beitrag widmet sich einer aktuellen Studie am UniversitÀtsspital
ZĂŒrich, die im Rahmen eines biopsychosozialen Ansatzes untersucht,
wie depressive und Àngstliche Symptome in Kombination mit
biologischen Parametern (BMI, LDL) und sozialer UnterstĂŒtzung
somatische Symptome bei koronarer Herzkrankheit vorhersagen. Der
dritte Beitrag beleuchtet die Angstmodulation aus psychodynamischer
Sicht. Anhand klinischer Vignetten werden Àtiologische
ZusammenhÀnge zwischen Beziehungserfahrungen, biografischem
Kontext und Todesangst analysiert, um daraus differenzierte
psychotherapeutische Interventionen abzuleiten.
Ziel ist es, Forschung und Praxis zu verbinden und die Relevanz
psychokardiologischer Aspekte in der kardiologischen Versorgung zu
untermauern
Datum 30. April 2026
Notiz:
Angstmodulation aus psychodynamischer Sicht: Klinische Vignetten zu Beziehungserfahrungen, biografischem Kontext und Todesangst
Referierende:r PD Dr. Lena Jellestad
Perspektive 1 Wissenschaftliches Symposium mit Titel:
"Zwischen Evidenz und Anwendung: Psychokardiologie in
Rehabilitation und ambulanter Versorgung"
Der erste Beitrag prÀsentiert erste Ergebnisse eines schweizweiten
Forschungsprojekts (n=82.000), das nationale QualitÀtsdaten der
stationÀren Rehabilitation mit MortalitÀtsdaten des bundesweiten
Sterberegisters verknĂŒpft, um Risikoprofile fĂŒr das Survival zu
identifizieren. Der zweite Beitrag widmet sich einer aktuellen Studie am
UniversitĂ€tsspital ZĂŒrich, die im Rahmen eines biopsychosozialen
Ansatzes untersucht, wie depressive und Àngstliche Symptome in
Kombination mit biologischen Parametern (BMI, LDL) und sozialer
UnterstĂŒtzung somatische Symptome bei koronarer Herzkrankheit
vorhersagen. Der dritte Beitrag beleuchtet die Angstmodulation aus
psychodynamischer Sicht. Anhand klinischer Vignetten werden
Àtiologische ZusammenhÀnge zwischen Beziehungserfahrungen,
biografischem Kontext und Todesangst analysiert, um daraus
differenzierte psychotherapeutische Interventionen abzuleiten.
Ziel ist es, Forschung und Praxis zu verbinden und die Relevanz
psychokardiologischer Aspekte in der kardiologischen Versorgung zu
untermauern
Beitrag 1: PD Dr. med. Lena Jellestad
Beitrag 2: PD Dr. med. Sebastian Euler
Beitrag 3: Dr. rer. nat. Martin Fillinger
Ort
Referierende:r 2 PD Dr. med. Sebastian Euler
Perspektive 2 Zweiter Beitrag: s. Zusammenfassung Perspektive 1
Ort
Ort
Beitragsart Symposium (3 x 15 Min.)
Vortragssprache Deutsch
Titel: Zwischen Evidenz und Anwendung: Psychokardiologie in Rehabilitation und ambulanter Versorgung
Psychokardiologische Faktoren sind fĂŒr Verlauf, Prognose und
LebensqualitÀt bei Herzerkrankungen von zentraler Bedeutung, doch
ihre systematische Integration in die Versorgungsstrukturen bleibt eine
Herausforderung. Dieses Symposium vereint empirische Befunde und
klinische AnsÀtze, um die psychokardiologische Perspektive als
unverzichtbaren Bestandteil der multiprofessionellen Behandlung
hervorzuheben.
Der erste Beitrag prÀsentiert erste Ergebnisse eines schweizweiten
Forschungsprojekts (n=82.000), das nationale QualitÀtsdaten der
stationÀren Rehabilitation mit MortalitÀtsdaten des bundesweiten
Sterberegisters verknĂŒpft, um somatische und psychosoziale
Risikoprofile fĂŒr das Survival nach Rehabilitation zu identifizieren. Der
zweite Beitrag widmet sich einer aktuellen Studie am UniversitÀtsspital
ZĂŒrich, die im Rahmen eines biopsychosozialen Ansatzes untersucht,
wie depressive und Àngstliche Symptome in Kombination mit
biologischen Parametern (BMI, LDL) und sozialer UnterstĂŒtzung
somatische Symptome bei koronarer Herzkrankheit vorhersagen. Der
dritte Beitrag beleuchtet die Angstmodulation aus psychodynamischer
Sicht. Anhand klinischer Vignetten werden Àtiologische
ZusammenhÀnge zwischen Beziehungserfahrungen, biografischem
Kontext und Todesangst analysiert, um daraus differenzierte
psychotherapeutische Interventionen abzuleiten.
Ziel ist es, Forschung und Praxis zu verbinden und die Relevanz
psychokardiologischer Aspekte in der kardiologischen Versorgung zu
untermauern
Datum 30. April 2026
Herz ĂŒber Kopf: Psychokardiologische LĂ€ngsschnitt-Studie in der ambulanten kardialen Rehabilitation
Brokatzky S., Sila R., Germann N., Buser M., BrĂŒlisauer S., Schmid D. â Freitag 11:45â12:30 · Hörsaal Pathologie unten
Herz ĂŒber Kopf: Psychokardiologische LĂ€ngsschnitt-Studie in der ambulanten kardialen Rehabilitation
Brokatzky S., Sila, R., Germann N., Buser M., BrĂŒlisauer, S., Schmid D.
Die ambulante kardiologische Rehabilitation (AKR) zielt neben der körperlichen Wiederherstellung auch auf die psychosoziale Gesundheit der Betroffenen. Das Zusammenspiel von psychologischer Belastung und herzbezogener LebensqualitÀt ist gut untersucht, allerdings mehrheitlich in Querschnittsstudien ohne zeitlichen Verlauf.
In der vorliegenden LĂ€ngsschnittstudie wurden Patient:innen einer ambulanten kardialen Rehabilitation zu Beginn (T0) und nach neun Wochen (T1) mit validierten Fragebogeninstrumenten erfasst (HeartQoL, IES-R, PHQ-9, GAD-7) sowie somatischen Faktoren untersucht. Es wurden VerĂ€nderungen der herzspezifischen LebensqualitĂ€t und der Traumasymptomatik ĂŒber den Rehabilitationsverlauf sowie die prĂ€diktive Rolle von DepressivitĂ€t, Angst und funktioneller KapazitĂ€t fokussiert. Besonderes Augenmerk galt Geschlechterunterschieden in Ausgangsniveau und Verlauf sowie mögliche Faktoren, die einen Abbruch der Reha mitbedingen können. Die Ergebnisse werden im Sinne des Kongressmottos dialogisch aufbereitet: Somatische und psychosoziale Perspektiven, Ă€rztliche und psychologische UnterstĂŒtzungsangebote sowie Befunde zu Herz und Kopf werden gemeinsam diskutiert â somato-psychisch und psychosomatisch.
Notiz:
Warum ich? Der Einfluss subjektiver Krankheitsursachen und Wahrnehmungen auf posttraumatische Symptome nach Myokardinfarkt
Referierende:r Lisa Schmid & Meriel Attinger
Perspektive 1 Warum ich? Der Einfluss subjektiver Krankheitsursachen und
Wahrnehmungen auf posttraumatische Symptome nach Myokardinfarkt
Hintergrund:
Ein Myokardinfarkt (MI) stellt ein potenziell traumatisches Ereignis dar,
das bei einem Teil der Betroffenen zu posttraumatischen
Belastungssymptomen (PTBS) fĂŒhren kann. Subjektive
Ursachenzuschreibungen im Sinne der individuellen Frage âWarum
ich?â spielen möglicherweise eine zentrale Rolle in der kognitiven
Verarbeitung des Ereignisses.
Methoden:
Die vorliegende Studie basiert auf einer SekundÀranalyse der
prospektiven, randomisierten kontrollierten MI-SPRINT-Studie
(Analysestichprobe n = 144). Untersucht wurde der Zusammenhang
zwischen subjektiven Ursachenzuschreibungen und PTBS-Symptomatik
drei Monate nach einem akuten MI sowie die moderierende Rolle von
peritraumatischer Angst und wahrgenommener KontrollĂŒberzeugung
ĂŒber die Erkrankung. Die PTBS-Symptomatik wurde mit der Clinician-
Administered PTSD Scale (CAPS) erfasst. Ursachenzuschreibungen
wurden ĂŒber das offene Item des Brief Illness Perception Questionnaire
(BIPQ-R) erhoben und anhand eines validierten Kategoriensystems
kodiert.
Ergebnisse:
Drei Monate nach dem MI zeigten sich signifikante Unterschiede in der
PTBS-Symptomatik in AbhĂ€ngigkeit von der Ursachenzuschreibung (ηÂČ
= .10): Teilnehmende mit psychologischen Zuschreibungen wiesen
höhere Symptomwerte auf als jene mit körperlichen ErklÀrungen.
Moderationsanalysen zeigten, dass sowohl peritraumatische Angst (ηpÂČ =
.13) als auch wahrgenommene KontrollĂŒberzeugung (ηpÂČ = .12) den
Zusammenhang zwischen Ursachenzuschreibungen und PTBS-
Symptomatik signifikant moderierten. Explorative Analysen ergaben,
dass sich diese Effekte insbesondere in den Symptomclustern
Vermeidung und Hyperarousal, nicht jedoch im Wiedererleben,
widerspiegeln.
Schlussfolgerung:
Subjektive Ursachenzuschreibungen stehen in Zusammenhang mit
posttraumatischen Belastungssymptomen nach MI, insbesondere im
Zusammenspiel mit emotionalen und kognitiven Faktoren wie Angst und
KontrollĂŒberzeugungen. Die Ergebnisse unterstreichen die klinische
Bedeutung einer frĂŒhzeitigen Erfassung kognitiver Bewertungsprozesse
nach einem Myokardinfarkt.
Ort
Referierende:r 2 Eleonora Esser
Perspektive 2 ICD-Schocks als PrĂ€diktor fĂŒr niedrige SchlafqualitĂ€t bei Patient:innen
mit implantiertem Defibrillator
Hintergrund:
Patientinnen und Patienten mit implantierbarem Kardioverter-
Defibrillator (ICD) berichten hĂ€ufig ĂŒber Schlafprobleme. Insbesondere
ICD-Schocks können als belastend erlebt werden und die subjektive
SchlafqualitÀt beeintrÀchtigen.
Methoden:
Die vorliegende Studie basiert auf Daten einer monozentrischen ICD-
Studie am UniversitĂ€tsspital ZĂŒrich. Eingeschlossen wurden 422
Patientinnen und Patienten mit ICD oder CRT-D. Die subjektive
SchlafqualitÀt wurde mit dem Pittsburgh Sleep Quality Index (PSQI)
erfasst. Untersucht wurde der Zusammenhang zwischen der Anzahl
erlebter ICD-Schocks und der SchlafqualitÀt. ZusÀtzlich wurden
demografische und klinische Variablen, darunter Geschlecht, Alter,
Myokardinfarkt-Anamnese, Raucherstatus, Arbeitsstatus, Zivilstand und
Bildungsniveau, berĂŒcksichtigt.
Ergebnisse:
Die mittlere PSQI-Gesamtpunktzahl lag bei 5.60, wobei 41.2 % der
Teilnehmenden eine beeintrÀchtigte SchlafqualitÀt aufwiesen. Eine
höhere Anzahl erlebter ICD-Schocks war signifikant mit schlechterer
SchlafqualitÀt assoziiert. Dieser Zusammenhang blieb auch nach
Adjustierung fĂŒr relevante Kovariaten bestehen. DarĂŒber hinaus zeigte
sich, dass Frauen höhere PSQI-Werte und damit eine schlechtere
subjektive SchlafqualitÀt berichteten als MÀnner. In erweiterten
Analysen war zudem ein universitÀrer Bildungsabschluss mit besseren
Schlafwerten verbunden, wÀhrend Alter, Raucherstatus und Zivilstand
keine signifikanten ZusammenhÀnge mit der SchlafqualitÀt zeigten.
Schlussfolgerung:
ICD-Schocks stehen in Zusammenhang mit reduzierter subjektiver
SchlafqualitÀt bei Patientinnen und Patienten mit ICD. Die Ergebnisse
unterstreichen die Bedeutung einer routinemÀssigen Erfassung von
Schlafproblemen in der klinischen Versorgung dieser Patientengruppe.
Psychoedukation, Entspannungsverfahren und kognitiv-
verhaltenstherapeutische AnsÀtze könnten dazu beitragen,
schockbezogene Ăngste zu reduzieren und die SchlafqualitĂ€t zu
verbessern.
Ort
Ort
Beitragsart Symposium (3 x 15 Min.)
Vortragssprache Deutsch
Titel: Psychologische Verarbeitung kardialer Ereignisse: Emotionale, kognitive und somatische Perspektiven
Kardiale Ereignisse wie ein akuter Myokardinfarkt oder ein implantierter
Defibrillator werden hÀufig als existenzielle Bedrohung erlebt und sind
mit psychischer Belastung verbunden. Das vorliegende Symposium
beleuchtet diese Prozesse aus drei komplementÀren Perspektiven: der
emotionalen Verarbeitung, der kognitiven Bewertung sowie der
somatischen bzw. alltagsbezogenen Manifestation. Erstens zeigt eine
Analyse der MI-SPRINT-Studie, dass Alexithymie â insbesondere
Schwierigkeiten, GefĂŒhle zu identifizieren und zu beschreiben â mit
stÀrker ausgeprÀgten posttraumatischen Belastungssymptomen (PTBS)
assoziiert ist, verstÀrkt durch negative Krankheitswahrnehmungen.
Zweitens wird die Rolle subjektiver Ursachenzuschreibungen untersucht:
Psychologische Attributionen sowie peritraumatische Angst und
KontrollĂŒberzeugungen stehen in Zusammenhang mit erhöhter PTBS-
Symptomatik. Drittens wird gezeigt, dass ICD-Schockabgaben mit
reduzierter SchlafqualitÀt einhergehen und damit eine alltagsrelevante
somatische Konsequenz darstellen. Insgesamt verdeutlichen die
BeitrÀge, dass emotionale, kognitive und somatische Prozesse eng
miteinander verknĂŒpft sind. Eine integrative Betrachtung ist zentral fĂŒr
ein besseres VerstÀndnis und die Entwicklung gezielter Interventionen in
der psychokardiologischen Versorgung.
Datum 30. April 2026
Notiz:
ICD-Schocks als PrĂ€diktor fĂŒr niedrige SchlafqualitĂ€t bei Patient:innen mit implantiertem Defibrillator
Die 24-Stunden-Messung der HerzratenvariabilitÀt als psychosomatisches Kommunikationstool
PD Dr. med. Elisabeth Balint · Privatklinik Meiringen â Freitag 14:30â15:15 · Hörsaal Pathologie unten
Referierende:r PD Dr. med. Elisabeth Balint
Perspektive 1 Nutzung der HerzratenvariabilitÀt als psychosomatisches
Kommunikationstool in der Klinik
Ort
Beitragsart Workshop (2x 20 Min. oder 45 Min.)
Vortragssprache Deutsch
Titel: Die 24-Stunden-Messung der HerzratenvariabilitÀt als psychosomatisches Kommunikationstool
Chronischer Stress fĂŒhrt zu einer Dysregulation des autonomen
Nervensystems (ANS) und erhöht das Risiko fĂŒr psychische
Erkrankungen wie Depression, aber auch fĂŒr somatische Erkrankungen
wie koronare Herzerkrankung. Die HerzratenvariabilitÀt (HRV) dient
dabei als sensibler, nicht-invasiver Marker fĂŒr die AnpassungsfĂ€higkeit
des Organismus an psychosoziale Belastungen. Mithilfe einer Langzeit-
Messung ĂŒber 24 Stunden kann sie genutzt werden, um Stress und
Erholung individuell sichtbar zu machen. Dieser Workshop zeigt
Möglichkeiten und Grenzen der HRV-basierten Beratung auf.
Studienergebnisse sowohl aus dem prÀventiven Kontext im Bereich der
Arbeitsmedizin als auch aktuelle Anwendungserfahrungen in der
klinischen Psychiatrie werden prÀsentiert.
Datum 21. April 2026
Notiz:
IP â Institutionelle Psychosomatik im Dialog: Zusammenarbeit nach innen und aussen (Chair(s): med. Doris Straus)
InterdizsziplinĂ€re und interprofessionelle Zusammenarbeit â der Zaubertrank der institutionellen Psychosomatik?
Psychosomatik im Dialog â Balint-Gruppenarbeit zwischen Tradition und Transformation
Dr. mult. Sebastian Schildbach â Freitag 09:15â10:00 · Festsaal
Referierende:r Sebastian Schildbach
Perspektive 1 Einzelvortrag
Beitragsart Einzelvortrag (15 - 20 Min.)
Vortragssprache Deutsch
Titel: âPsychosomatik im Dialog â Balint-Gruppenarbeit zwischen Tradition und Transformationâ
Hintergrund: Gesellschaftliche VerÀnderungen haben soziale
Beziehungen stark beeinflusst â auch in medizinischen
Behandlungssituationen. In der Balint-Gruppenarbeit zeigt sich
zunehmend, dass die Arzt-Patient-Beziehung nicht nur dyadisch zu
betrachten ist, sondern in einen breiteren gesellschaftlichen Kontext
eingebettet ist. Entwicklungen wie verstÀrkte Aussenorientierung,
Externalisierung von Verantwortung oder kompensatorische
Reparaturversuche erschweren die Beziehungsgestaltung im klinischen
Alltag.
Ziel: Der Beitrag untersucht, wie gesellschaftliche
StrukturverÀnderungen mit VerÀnderungen Ich-struktureller Funktionen
und emotionaler ResonanzfÀhigkeit einhergehen und welche Bedeutung
dies fĂŒr die Arzt-Patient-Beziehung und Balint-Gruppenarbeit hat.
Vorgehen: Basierend auf Erfahrungen aus der Balint-Gruppenarbeit
werden typische Beziehungskonstellationen und Interaktionsmuster
analysiert. Im Fokus steht die gemeinsame Reflexion klinischer
Begegnungen im Rahmen patientenzentrierter Selbsterfahrung.
Ergebnisse: Balint-Gruppen bieten einen strukturierten Reflexionsraum,
in dem Beziehungsdynamiken verstÀndlich werden und zentrale Ich-
strukturelle Kompetenzen â insbesondere IntentionalitĂ€t, Empathie und
kommunikative Differenzierung â gestĂ€rkt werden. Dies fördert die
professionelle BeziehungsfÀhigkeit, eine differenziertere Arzt-Patient-
Beziehung und langfristig die seelische StabilitÀt sowie
gesundheitsförderliche soziale Beziehungen im medizinischen Kontext.
Datum 9. MĂ€rz 2026
Notiz:
Körperorientierte Traumatherapie mit Karate-do fĂŒr kriegstraumatisierte Kinder und Jugendliche
Psychosomatik im Dialog: Kunsttherapie als BrĂŒcke zwischen Patient*innenerleben und Ă€rztlicher Kommunikation
Maria Grazia Canepa, Mara Formentini â Freitag 11:45â12:30 · Personalrestaurant
Referierende:r Frau Doktor Maria Grazia Canepa
Perspektive 1 Psicosomatica in dialogo: lâarteterapia come ponte tra lâesperienza
del/della paziente e la comunicazione medica
Abstract:
I disturbi psicosomatici rivestono unâelevata rilevanza nellâassistenza
medica e pongono specifiche sfide in termini di anamnesi,
inquadramento diagnostico e relazione terapeutica. Non di rado persiste
una discrepanza tra lâesperienza soggettiva delle pazienti e dei pazienti e
la valutazione medica, in particolare quando sono in primo piano
esperienze preverbali, sensazioni corporee diffuse o concetti di malattia
ambivalenti.
Gli approcci arteterapeutici offrono un accesso complementare e non
verbale ai processi interni, consentendo di rappresentare in forma
simbolica le dimensioni emotive, somatiche e relazionali. In tal modo
diventano visibili aspetti che sfuggono a unâesplorazione esclusivamente
verbale e che possono essere integrati in un processo condiviso di
comprensione medicoâterapeutica. Lâarteterapia crea quindi uno spazio
dialogico che approfondisce la comprensione medica delle
sintomatologie psicosomatiche e migliora la qualitĂ della comunicazione
clinica.
Il contributo presenta i fondamenti teorici dellâarteterapia nel contesto
psicosomatico e ne discute la rilevanza per la comunicazione medica,
lâorientamento diagnostico e il processo di cura.
Obiettivo Ăš mostrare il potenziale dei procedimenti arteterapeutici come
ponte tra lâesperienza soggettiva del/della paziente e la comprensione
medica.
Titel FMH Innere Medizin - Psychosomatik
Ort
Referierende:r 2 Mara Formentini
Perspektive 2 Psicosomatica in dialogo: lâarteterapia come ponte tra lâesperienza
del/della paziente e la comunicazione medica
Abstract:
I disturbi psicosomatici rivestono unâelevata rilevanza nellâassistenza
medica e pongono specifiche sfide in termini di anamnesi,
inquadramento diagnostico e relazione terapeutica. Non di rado persiste
una discrepanza tra lâesperienza soggettiva delle pazienti e dei pazienti e
la valutazione medica, in particolare quando sono in primo piano
esperienze preverbali, sensazioni corporee diffuse o concetti di malattia
ambivalenti.
Gli approcci arteterapeutici offrono un accesso complementare e non
verbale ai processi interni, consentendo di rappresentare in forma
simbolica le dimensioni emotive, somatiche e relazionali. In tal modo
diventano visibili aspetti che sfuggono a unâesplorazione esclusivamente
verbale e che possono essere integrati in un processo condiviso di
comprensione medicoâterapeutica. Lâarteterapia crea quindi uno spazio
dialogico che approfondisce la comprensione medica delle
sintomatologie psicosomatiche e migliora la qualitĂ della comunicazione
clinica.
Il contributo presenta i fondamenti teorici dellâarteterapia nel contesto
psicosomatico e ne discute la rilevanza per la comunicazione medica,
lâorientamento diagnostico e il processo di cura. Obiettivo Ăš mostrare il
potenziale dei procedimenti arteterapeutici come ponte tra lâesperienza
soggettiva del/della paziente e la comprensione medica.
Titel Zertifizierte MÀrchenerzÀhlerin und Maltherapeutin IHK
Beitragsart Workshop (2x 20 Min. oder 45 Min.)
Vortragssprache Deutsch
Titel: Psychosomatik im Dialog: Kunsttherapie als BrĂŒcke zwischen Patient*innenerleben und Ă€rztlicher Kommunikation
Psychosomatische Beschwerden sind in der Àrztlichen Versorgung von
hoher Relevanz und stellen besondere Anforderungen an Anamnese,
diagnostische Einordnung und Beziehungsarbeit. Nicht selten bleibt eine
Diskrepanz zwischen dem subjektiven Erleben der Patientinnen und
Patienten und der Àrztlichen EinschÀtzung bestehen, insbesondere wenn
vorsprachliche Erfahrungen, affine Körpersensationen oder ambivalente
Krankheitskonzepte im Vordergrund stehen.
Kunsttherapeutische AnsÀtze bieten einen ergÀnzenden, nonverbalen
Zugang zu inneren Prozessen und ermöglichen es, emotionale,
somatische und relationale Dimensionen bildhaft darzustellen. Dadurch
werden Aspekte sichtbar, die sich einer rein sprachlichen Exploration
entziehen, und können in einen gemeinsamen Ă€rztlichâtherapeutischen
Deutungsprozess integriert werden. Kunsttherapie schafft somit einen
dialogischen Raum, der das Àrztliche Verstehen psychosomatischer
Symptomatiken vertieft und die kommunikative AnschlussfÀhigkeit
verbessert.
Der Vortrag stellt theoretische Grundlagen kunsttherapeutischer Arbeit
im psychosomatischen Kontext vor und diskutiert deren Relevanz fĂŒr
Ă€rztliche Kommunikation, diagnostische Orientierung und den
Behandlungsprozess. Ziel ist es, das Potenzial kunsttherapeutischer
Verfahren als BrĂŒcke zwischen Patient*innenerleben und Ă€rztlichem
Verstehen aufzuzeigen.
Datum 30. April 2026
Notiz:
Psychosomatik im Dialog mit Kunst- und gestaltungstherapeutischen Interventionen («expressive arts therapy»)
med. Peter Mai â Freitag 13:30â14:15 · Personalrestaurant
Referierende:r PETER MAI
Perspektive 1 Psychosomatik im Dialog mit Kunst-und Gestaltungstherapeutischen
Interventionen
(«expressive arts therapy»)
Ort
Beitragsart Workshop (2x 20 Min. oder 45 Min.)
Vortragssprache Deutsch
Titel: Psychosomatik im Dialog mit Kunst-und Gestaltungstherapeutische Interventionen («expressive arts therapy»)
Wenn Worte nicht ausreichen lassen sich kreative Prozess als Wirkfaktor
in der Verarbeitung psychosomatischer Erkrankungen und als erlebnis-
und resourcenorientierter Ansatz im psychosomatischen und
psychotherapeutischen Behandlungsprocedere konstruktiv nutzbar
machen. Die kreative und gestaltungstherapeutische Umgestaltung
psychopathologischer Ereignisse wird anhand konkreter
Patientenbeispiele transparent gemacht.
Nach EinfĂŒhrung in die wichtigsten Parameter (autonomy control,
decentering, intermodaler transfer, low skills with high sensitivity,
triangulation) der kunst- und gestaltungstherapeutischen Prozessarbeit
werden diese Parameter dann auch an konkreten Patientenbeispielen
transparent gemacht.
In einem anschliessenden praktischen Teil lernen die
Workshopteilnehmenden wie sie selbst diese Parameter je nach
spezifischer Konfliktsituation im dialogischen psychosomatischen
Prozessgeschehen anwenden können.
Datum 5. Mai 2026
Notiz:
SEX â Reden wir ĂŒber Sex! â Sexualmedizin in der klinischen Praxis (Chair(s): Daniela Wetzel-Richter, Karoline Bischof)
Sexualmedizinische Themen und Beschwerden sind sehr hÀufig in das
Hausarztpraxis und bei gynÀkologischen/urologischen und
psychosomatische Fragestellungen . Sie werden aber von uns Ărzt:innen
viel zu selten angesprochen, obwohl Patient:innen sich das wĂŒnschen
wĂŒrden.
HĂ€ufig nĂŒtzt eine kurze Beratung und Einordnung der Beschwerden. "
Ist das normal?" Sexuelle Störungen können aber auch auf andere
Erkrankungen hinweisen. z.B. Erektile Dysfunktion und Arteriosklerose.
Warum ist das Ansprechen der SexualitÀt in der Anamnese so schwierig?
Wie umgehen mit der Scham? Wie können Sie sich Weiterbilden. Im
Dialog mit den Teilnehmern wird mit Hilfe von Patient:innen Beispielen
das Thema verdeutlicht und mit den Fragen der Teilnehmer:innen
vertieft werden. Eigene Beispiele der Teilnehmer:innen sind
willkommen.
Erektionsstörungen beschÀftigen 10-50% der MÀnner. Ein Viertel der
Frauen klagt ĂŒber vermindertes sexuelles Begehren. Die SexualitĂ€t
bereitet vielen unserer Patient:innen Kummer. Sie wird in der
medizinischen Praxis jedoch oft nicht thematisiert, weil Zeit, Vokabular
oder Behandlungskonzepte fehlen. Diese interaktiven, praxisnahen
Workshops vermitteln Grundlagen einer Körperorientierten und
achtsamkeitsbasierten Sexualberatung nach dem Sexocorporel-Konzept.
Sie regen die GesprĂ€chsfĂŒhrung ĂŒber SexualitĂ€t und einfaches
Intervenieren an bei Erektionsstörungen (Workshop 1) und bei
Störungen des weiblichen Begehrens (Workshop 2). Sie können einzeln
oder auch beide besucht werden.
Notiz:
Reden wir ĂŒber Sex! - Fehlendes Begehren bei der Frau
Erektionsstörungen beschÀftigen 10-50% der MÀnner. Ein Viertel der
Frauen klagt ĂŒber vermindertes sexuelles Begehren. Die SexualitĂ€t
bereitet vielen unserer Patient:innen Kummer. Sie wird in der
medizinischen Praxis jedoch oft nicht thematisiert, weil Zeit, Vokabular
oder Behandlungskonzepte fehlen. Diese interaktiven, praxisnahen
Workshops vermitteln Grundlagen einer Körperorientierten und achtsamkeitsbasierten Sexualberatung nach dem Sexocorporel-Konzept.
Sie regen die GesprĂ€chsfĂŒhrung ĂŒber SexualitĂ€t und einfaches
Intervenieren in der Arztpraxis an bei Erektionsstörungen (Workshop 1)
und bei Störungen des weiblichen Begehrens (Workshop 2). Sie können
einzeln oder auch beide besucht werden.
Referierende:r Dr. med. Katharina Gessler
Perspektive 1 Schmerz im Dialog: Wie Gehirn, Körper und Kontext SymptomrealitÀt
formen
Beitragsart Workshop (2x 20 Min. oder 45 Min.)
Vortragssprache Deutsch
Titel: Schmerz im Dialog: Wie Gehirn, Körper und Kontext SymptomrealitÀt formen
Chronische Schmerzstörungen entstehen aus einem fortlaufenden Dialog
zwischen Gehirn, Körper und Kontext. Moderne Modelle wie Predictive
Processing und neuroimmunologische Interaktionen zeigen, dass
Schmerz nicht nur ein sensorisches Signal ist, sondern Folge eines
aktiven und komplexen Prozesses. Erwartungen, Lernerfahrungen,
Unsicherheit und soziale Faktoren prÀgen, wie das Gehirn Signale
interpretiert und SymptomrealitÀt formt. Der Vortrag verbindet aktuelle
neurobiologische Erkenntnisse mit psychosomatischer Praxis und zeigt,
wie therapeutische Beziehung, Sprache und gezielte Interventionen
Vorhersagemodelle verÀndern können. Unter dem Motto
âPsychosomatik im Dialogâ wird deutlich, wie interdisziplinĂ€re
Perspektiven neue ZugÀnge zur Behandlung chronischer Schmerzen
eröffnen.
Datum 30. April 2026
Notiz:
Chronische primÀre Schmerzen: neuronale, psychophysiologische und psychosoziale Dimensionen
Referierende:r Salome HĂ€uselmann
Perspektive 1 Forschung - chronische primÀre Schmerzen
Beitragsart Einzelvortrag (15 - 20 Min.)
Vortragssprache Deutsch
Titel: Chronische primÀrere Schmerzen: neuronale, psychophysiologische und psychosoziale Dimensionen im Dialog
Chronic primary pain (CPP) may be understood as a dialogue between
brain, body, and psychosocial context. This proposed talk outlines
completed research conducted at the Psychosomatic Unit of Inselspital
Bern, integrating neuroimaging, stress-related biopsychological
measures, and clinical treatment-outcome data. Across complementary
studies, functional and structural brain alterations were examined in
relation to perceived stress, endocrine stress markers, and clinical
characteristics. In addition, clinical data were used to explore which
baseline factors may help identify patients at risk for poorer response to
interdisciplinary multimodal pain treatment. Rather than focusing on
isolated mechanisms, the talk brings neural, biological, and psychosocial
perspectives into dialogue and discusses CPP within a biopsychosocial
diathesisâstress framework.
Datum 30. April 2026
Notiz:
Schmerzdialoge: Chatbot-basiertes Anamnesetraining im Medizinstudium
med. Nina Bischoff, Dr. Christoph Pimmer · Inselspital Bern / FHNW â Donnerstag 16:15â17:00 · Personalrestaurant
Referierende:r Dr. med. Nina Bischoff
Perspektive 1 Dr. med. Nina Bischoff leitet die Psychosomatische Medizin am
Inselspital Bern. Sie ist zudem verantwortlich fĂŒr die Lehre zur
Psychosozialen und Psychosomatischen Medizin an der Medizinischen
FakultÀt der UniversitÀt Bern.
Freiburgstrasse 41
Referierende:r 2 Dr. Christoph Pimmer
Perspektive 2 Dr. Christoph Pimmer ist Leiter der Learning Innovation Unit am Swiss
TPH. Seine aktuellen Forschungs- und Innovationsprojekte befassen sich
mit dem Einsatz von dialogorientierter KI fĂŒr Lernen und Coaching,
mobiler und vernetzter Medien sowie Gamification.
Ort
Ort
Beitragsart Workshop (2x 20 Min. oder 45 Min.)
Vortragssprache Deutsch
Titel: Schmerzdialoge: Chatbot-basiertes Anamnesetraining im Medizinstudium
Wie können KIâgestĂŒtzte dialogische Lernformate Medizinstudierende,
AssistenzĂ€rzt:innen und Grundversorger:innen dabei unterstĂŒtzen,
Anamnese und Clinical Reasoning im Bereich der psychosomatischen
und psychosozialen Medizin realitÀtsnah zu trainieren? Dieser Workshop
zeigt am Beispiel des Pain Game, wie solche Formate Situiertheit,
Strukturierung und lernzielorientiertes Feedback verbinden können. Die
Teilnehmenden testen zentrale Passagen des Spiels und reflektieren
gemeinsam Potenziale und Grenzen dialogischer KIâLernumgebungen.
Das Pain Game reagiert auf einen aktuellen Wandel in der medizinischen
Diagnostik: Mit der ICDâ11 werden chronische Schmerzen als
eigenstÀndige KrankheitsentitÀt anerkannt. Da die Ausbildung diesen
Paradigmenwechsel bislang noch nicht ausreichend abbildet, wird ein
dialogbasiertes OnlineâTraining entwickelt, das verschiedene
Situationen, wie z.B. eine hausÀrztliche Erstkonsultation simulieren
kann.
Das Pain Game entsteht in einem multidisziplinÀren Team und wird auf
Basis von User- und Expert:innenâFeedback kontinuierlich
weiterentwickelt. Studierende beschreiben ein durch das Spiel
verbessertes VerstÀndnis der biopsychosozialen KomplexitÀt in
Anamnese und Diagnostik. Das dialogische Spiel erzeugt eine
"Situiertheit", die in der klassischen Lehre kaum erreicht wird, und weist
zugleich eine Strukturierung sowie Lernzielorientierung auf, die durch
den isolierten Einsatz generativer Sprachmodelle nicht erzielt werden
kann.
Datum 1. Mai 2026
Notiz:
EBP â Erweiterte biopsychosoziale Perspektiven im Dialog: Gesundheit, Sinn und Sicherheit (Chair(s): N.N.)
Positive Health â eine Leitorientierung fĂŒr die psychosomatische Versorgung
Inge Prins van der Velpen, Karolien van den Brekel â Donnerstag 13:00â13:45 · DIM Zimmer
Referierende:r Inge Prins - van der Velpen, Karolien van den Brekel
Perspektive 1 Klinisch-praktische Perspektive:
Der Beitrag fokussiert auf die konkrete Anwendung des Konzepts der
Positiven Gesundheit im klinischen Alltag der psychosomatischen
Versorgung. Im Zentrum steht die Frage, wie subjektive
Gesundheitswahrnehmungen systematisch in den diagnostischen und
therapeutischen Prozess integriert werden können. Anhand praxisnaher
Beispiele wird aufgezeigt, wie das âSpinnennetzâ als Instrument den
Dialog zwischen Patient:innen und Fachpersonen unterstĂŒtzt und eine
personenzentrierte, biopsychosoziale Behandlung fördert. Zudem
werden Implikationen fĂŒr die interprofessionelle Zusammenarbeit im
Versorgungskontext diskutiert.
Ort
Beitragsart Workshop (2x 20 Min. oder 45 Min.)
Vortragssprache Deutsch
Titel: Positive Health - eine Letorientierung fĂŒr die psychosomatische Versorgung
Hintergrund:
In der psychosomatischen Praxis zeigt sich, dass Gesundheit mehr ist als
die Abwesenheit von Krankheit. Körperliche, psychische und soziale
Faktoren stehen in enger Wechselwirkung und verÀndern sich im
Lebensverlauf. Klassische Definitionen, wie jene der WHO als Zustand
vollstÀndigen Wohlbefindens, sind im klinischen Alltag oft wenig
hilfreich.
Das Konzept der Positiven Gesundheit versteht Gesundheit als die
FÀhigkeit, mit körperlichen, emotionalen und sozialen
Herausforderungen umzugehen und das eigene Leben aktiv zu gestalten.
Sechs Dimensionen machen subjektive Gesundheitswahrnehmung
sichtbar und im Dialog nutzbar.
Im Schweizer Versorgungssystem werden diese Aspekte hÀufig getrennt
betrachtet. Besonders bei chronischen und psychosomatischen
Erkrankungen fehlt oft eine integrierte Perspektive. Das âSpinnennetzâ
der Positiven Gesundheit bietet hierfĂŒr ein praxisnahes Instrument: Es
visualisiert individuelle EinschĂ€tzungen und unterstĂŒtzt den Austausch
zwischen Patient:innen und Fachpersonen.
Zielgruppe:
Fachpersonen aus Psychosomatik, Medizin und Therapie sowie
Studierende und Forschende.
Methoden:
EinfĂŒhrung, Fallbeispiele, Anwendung des âSpinnennetzesâ,
Rollenspiele und Diskussionen.
Ziele:
VerstÀndnis des Konzepts
Reflexion der eigenen Praxis
Förderung des biopsychosozialen Dialogs
StÀrkung der interprofessionellen Zusammenarbeit
Datum 27. April 2026
Notiz:
Die spirituelle Anamnese als erweiterter biopsychosozialer Dialog
SuizidalitÀtseinschÀtzung im Dialog mit den Patienten
med. Alexander Zimmer â Donnerstag 15:15â16:00 · DIM Zimmer
Referierende:r Dr. med. Alexander Zimmer Facharzt fĂŒr Psychiatrie und
Psychotherapie, Mitglied FMH Spez. Konsiliar- und Liaisonpsychiatrie
SSCLP Psychosomatische und Psychosoziale Medizin SAPPM
Lehrtherapeut und Supervisor SGBAT
Perspektive 1 SuizidalitÀtseinschÀtzung im Dialog mit den Patienten: Erkennen von
Warnsignalen, Risiko- und Schutzfaktoren. Grundlagen der
GesprĂ€chsfĂŒhrung bei suizidalen Gedanken, EinschĂ€tzung der akuten
GefÀhrdung und Möglichkeiten der Krisenintervention. Ziel: Sicherheit
erhöhen, angemessen reagieren, Betroffene unterstĂŒtzen und
professionelle Hilfe einleiten.
Ort
Beitragsart Workshop (2x 20 Min. oder 45 Min.)
Vortragssprache Deutsch
Titel: SuizidalitÀtseinschÀtzung im Dialog mit den Patienten
Beitrags
Erkennen von Warnsignalen, Risiko- und Schutzfaktoren. Grundlagen
der GesprĂ€chsfĂŒhrung bei suizidalen Gedanken, EinschĂ€tzung der akuten
GefÀhrdung und Möglichkeiten der Krisenintervention. Ziel: Sicherheit
erhöhen, angemessen reagieren, Betroffene unterstĂŒtzen und
professionelle Hilfe einleiten.
Notiz:
PW â Poster-Walk
Schmerzdialoge: Chatbot-basiertes Anamnesetraining im Medizinstudium
med. Nina Bischoff, Dr. Christoph Pimmer â Freitag 11:00â11:45 ·
Referierende:r Dr. med. Nina Bischoff
Perspektive 1 Dr. med. Nina Bischoff leitet die Psychosomatische Medizin am
Inselspital Bern. Sie ist zudem verantwortlich fĂŒr die Lehre zur
Psychosozialen und Psychosomatischen Medizin an der Medizinischen
FakultÀt der UniversitÀt Bern.
Freiburgstrasse 41
Referierende:r 2 Dr. Christoph Pimmer
Perspektive 2 Dr. Christoph Pimmer ist Leiter der Learning Innovation Unit am Swiss
TPH. Seine aktuellen Forschungs- und Innovationsprojekte befassen sich
mit dem Einsatz von dialogorientierter KI fĂŒr Lernen und Coaching,
mobiler und vernetzter Medien sowie Gamification.
Ort
Beitragsart Poster / Minitalk (3 - 5 Min.) Es wird ein Posterpreis vergeben. NĂ€here
Details folgen.
Vortragssprache Deutsch
Titel: Schmerzdialoge: Chatbot-basiertes Anamnesetraining im Medizinstudium
Ausgangslage: Chronische Schmerzen können im neuen Diagnosesystem
ICD-11 als eigenstÀndige KrankheitsentitÀt erfasst werden (Suter, 2023;
Egloff, 2023). Angehende Ărzt:innen werden aktuell noch nicht
ausreichend auf den damit verbundenen Paradigmenwechsel in der
Schmerzdiagnostik und -behandlung vorbereitet.
Ansatz: Entwicklung und Evaluation eines dialogbasierten, AI-
gestĂŒtzten Onlinespiels, «Pain Game», das Medizinstudierende in der
strukturierten Anamneseerhebung sowie im Clinical Reasoning von
Schmerzpatient:innen trainiert. Der erste Fall des Spiels simuliert ein
ErstgesprÀch in einer hausÀrztlichen Praxis und gibt kontinuierliches
formatives sowie summatives Feedback.
Vorgehen: Das Spiel wird von einem multidisziplinÀren Team entwickelt
und durch User- und Expert:innen Feedback laufend optimiert. Eine
erste Evaluation umfasste Fokusgruppen, strukturierte Fragebögen (u. a.
zu Immersion, Usability und wahrgenommenem Lerngewinn), sowie
«in-game» Feedback und Spielverlaufsanalyse.
VorlÀufige Ergebnisse: Studierende beschreiben ein durch das Spiel
verbessertes VerstÀndnis der biopsychosozialen KomplexitÀt in
Anamnese und Diagnostik. Das dialogische Spiel erzeugt eine
«Situiertheit», die in der klassischen Lehre kaum erreicht wird, und weist
zugleich eine Strukturierung sowie Lernzielorientierung auf, die durch
den isolierten Einsatz generativer Sprachmodelle nicht erzielt werden
kann.
Datum 1. Mai 2026
Notiz:
Konditionierte Open-Label-Placebos zur UnterstĂŒtzung der Opioidreduktion bei subakuten und chronischen Schmerzen: RCT
Referierende:r Kiara Bodonyi
Perspektive 1 Praxis
Referierende:r 2 Cosima Locher
Perspektive 2 Forschung
Beitragsart Poster / Minitalk (3 - 5 Min.) Es wird ein Posterpreis vergeben. NĂ€here
Details folgen.
Vortragssprache Deutsch
Titel: Konditionierte Open-Label-Placebos zur UnterstĂŒtzung der Opioidreduktion bei subakuten und chronischen Schmerzen: Eine
randomisierte kontrollierte Studie
Subakute und chronische Schmerzen stellen ein zentrales
Gesundheitsproblem dar; in Europa berichten rund 20 % der
Erwachsenen ĂŒber eine relevante Schmerzbelastung. Parallel dazu ist die
Verschreibung von Opioiden in den letzten Jahrzehnten deutlich
angestiegen, obwohl ihr langfristiger Nutzen begrenzt und mit
erheblichen Risiken verbunden ist. Viele Patient*innen wĂŒnschen daher
eine Reduktion ihrer Opioidmedikation, wÀhrend bestehende Tapering-
Strategien im klinischen Alltag oft schwer umsetzbar sind.
Die vorliegende randomisierte kontrollierte Studie untersucht, ob
konditionierte Open-Label-Placebos (OLP) als ergÀnzende Mind-Body-
Intervention die Opioidreduktion unterstĂŒtzen können. OLP werden
transparent als wirkstofffreie Substanzen verabreicht und basieren auf
Lern- und Erwartungsmechanismen. Im Rahmen eines
Konditionierungsparadigmas wird die Einnahme von Opioiden initial
mit Placebos gepaart, sodass Placebos im weiteren Verlauf zur
Schmerzlinderung beitragen können.
In einem zweiarmigen Design (OLP vs. Kontrollbedingung) werden
Patient*innen mit subakuten oder chronischen Schmerzen begleitet.
PrimÀrer Outcome ist die VerÀnderung der tÀglichen Opioiddosis;
sekundÀre Outcomes umfassen u. a. Entzugssymptome,
SchmerzintensitÀt und psychische Belastung.
Die Studie zeigt auf, wie Placeboeffekte ethisch und transparent in die
klinische Praxis integriert werden können und stÀrkt biopsychosoziale,
patientenzentrierte TherapieansÀtze.
Datum 29. April 2026
Notiz:
The Tree of Symptoms: A Clinical Framework for Structuring Complex Psychosomatic Presentations
Dr. Emil Sabanovic â Freitag 11:00â11:45 ·
Referierende:r Emil Sabanovic
Perspektive 1 Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik, InterdisziplinÀr
Beitragsart Poster / Minitalk (3 - 5 Min.) Es wird ein Posterpreis vergeben. NĂ€here
Details folgen.
Vortragssprache Englisch
Titel: The Tree of Symptoms: A Clinical Framework for Structuring Complex Psychosomatic Presentations
Patients with complex psychosomatic presentations often receive
fragmented or unclear diagnoses, as symptoms, developmental factors
and predispositions are insufficiently integrated in clinical reasoning.
This contribution introduces the âTree of Symptomsâ as a structured
clinical framework derived from psychiatric, psychotherapeutic and
psychosomatic practice. The model organizes information across
hierarchical levels: observable symptoms, developmental pathways
across the lifespan, and underlying predispositions such as genetic or
epigenetic factors. In clinical application, symptoms are mapped onto
this structure, dominant pathways are identified, and competing
hypotheses are formulated. A brief case illustration demonstrates how
the framework supports differential diagnosis and decision-making in
complex cases. The approach aims to enhance integrative thinking in
everyday clinical practice and may serve as a basis for further systematic
evaluation.
Datum 31. MĂ€rz 2026
Notiz:
Kardiologische Interventionen als belastende Erfahrungen: Vertrauen im Dialog mithilfe Positiver Psychologie zurĂŒckgewinnen
Referierende:r Veronica Attanasio
Perspektive 1 Kardiologische Interventionen als belastende Erfahrungen: Vertrauen im
Dialog mithilfe Positiver Psychologie zurĂŒckgewinnen
Ort
Beitragsart Poster / Minitalk (3 - 5 Min.) Es wird ein Posterpreis vergeben. NĂ€here
Details folgen.
Vortragssprache Deutsch
Titel: Kardiologische Interventionen als belastende Erfahrungen: Vertrauen im Dialog mithilfe Positiver Psychologie zurĂŒckgewinnen
Invasive kardiologische Eingriffe stellen fĂŒr Patient:innen eine
somatisch und psychisch belastende Erfahrung dar. Der Verlust des
Selbstvertrauens, des Vertrauens in den eigenen Körper und in die
Zukunft sind begleitende PhÀnomene, die den Rehabilitationsprozess
beeintrÀchtigen und mit einem erhöhten kardiovaskulÀren Risiko
verbunden sind. Positive psychologische Interventionen (PPI) sind neue
AnsÀtze in der psychokardiologischen Versorgung. Sie umfassen
sinnsuchende GesprÀche, Achtsamkeitstrainings und
interventionsbasierte Optimismusförderung und zielen darauf ab,
Vertrauen und positive Ressourcen zu stÀrken. Studien bei ICD-
Patient:innen zeigen, dass diese mit höherer LebensqualitÀt und besserer
emotionaler Anpassung assoziiert sind. Trotz dieser positiven Effekte
weisen Metaanalysen auf eine heterogene Evidenzbasis hin. Dennoch
stellen PPIs ein vielversprechendes, risikoarmes und patientenzentriertes
Instrument dar, das dazu beitragen kann, das Selbstvertrauen zu
stabilisieren und psychischen Stress zu reduzieren, insbesondere in der
perioperativen Phase und in der kardiologischen Rehabilitation.
Datum 29. April 2026
Notiz:
Sinnempfinden als PrĂ€diktor fĂŒr den lĂ€ngerfristigen Therapieerfolg â 1-Jahres-Katamnese Klinik SGM Langenthal
Personality-Related Determinants of Health-Related Quality of Life After Deep Brain Stimulation in Parkinsonâs Disease
Dr. med. Magdalena Mroczek â Freitag 11:00â11:45 ·
Referierende:r Magdalena Mroczek
Perspektive 1 Personality-Related Determinants of Health-Related Quality of Life
After Deep Brain Stimulation in Parkinsonâs Disease
Ort
Beitragsart Poster / Minitalk (3 - 5 Min.) Es wird ein Posterpreis vergeben. NĂ€here
Details folgen.
Vortragssprache Englisch
Titel: Personality-Related Determinants of Health-Related Quality of Life After Deep Brain Stimulation in Parkinsonâs Disease
Introduction
Personality related features have been shown to be associated with
health-related quality of life (HRQoL) after deep brain stimulation
(DBS) in Parkinsonâs disease (PD). However, to date, there is no
evidence examining the relationship between personality dimensions and
HRQoL after DBS based on the newly conceptualized DSM-5 model of
personality disorders.
Aim
Using a Swiss cohort, this study aimed to examine for the first time
whether DSM-5 personality functioning and personality traits are
associated with HRQoL after DBS in patients with PD.
Materials and Methods
In total, 61 patients with PD were included. Personality traits were
assessed using the Level of Personality Functioning Scale-Brief Form
2.0 (LPFS-BF2.0) und the Personality Inventory for DSM-5 -Brief Form
(PID5-BF+). Disease-specific HRQoL was assessed using the
Parkinson's Disease Questionnaire-39 (PDQ-39).
Results
Several PDQ-39 subscores showed significant small-to-moderate
correlations with the PID5-BF+ total score, indicating that higher
maladaptive personality traits are associated with worse perceived
HRQoL. For the LPFS-BF2.0, both better self-functioning and higher
LPFS-BF2.0 total score showed moderate correlations with the PDQ-39,
suggesting that higher functioning is associated with better HRQoL
Conclusion
The associations were moderate, and the observational design precludes
causal inference, although personality traits are generally considered
relatively stable.
Datum 1. Mai 2026
Notiz:
Optimizing Automated Analysis using Actigraphy for Sleep Assessment in Mild Traumatic Brain Injury
Laura Backschues, PD Dr. med. Katrin Rauen â Freitag 11:00â11:45 ·
Sleep medicine meets Psychosomatics: relevance of sleep disorders for affective and cognitive outcomes after mild TBI
PD Dr. med. Katrin Rauen, Laura Backschues â Freitag 11:00â11:45 ·
Referierende:r PD Dr. med. Katrin Rauen, FEBN
Perspektive 1 Sleep medicine meets Psychosomatics: relevance of sleep disorders for
affective and cognitive outcomes after mild traumatic brain injury
Mild traumatic brain injury (TBI) is a meaningful global health burden
leading to consecutive sleep disorders that often remain undiagnosed,
and thus untreated. In turn, sleep diagnostics and treatment are crucial
for emotional and cognitive recovery with successful return to work and
good quality of life outcomes after mild TBI. Therefore, this talk will
summarize the relevance of sleep disorders and the link to affective and
cognitive disorders after mild TBI. Secondly, a diagnostic algorithm for
sleep disorders will be presented including subjective and objective
measurements focusing on clinical, psychometric and actigraphy
assessments. Thirdly, we outline the current evidence of non-
pharmacological and pharmacological treatment options for patients
suffering from mild TBI. Finally, we discuss the current controversial
evidence of actigraphy to assess sleep-wake patterns after mild TBI. This
dialog will help to overcome challenges in actigraphy assessment in
sleep diagnostics for future translation into sleep medicine and
psychosomatic clinical practice.
Ort
Referierende:r 2 Laura Backschues
Perspektive 2 Optimizing Automated Analysis using Actigraphy for Sleep Assessment
in Mild Traumatic Brain Injury: A practical dialog between Sleep
Medicine and Psychosomatics
Titel cand. BSc.
Beitragsart Einzelvortrag (15 - 20 Min.)
Vortragssprache Englisch
Titel: Sleep medicine meets Psychosomatics: relevance of sleep disorders for affective and cognitive outcomes after mild traumatic brain injury
Mild traumatic brain injury (TBI) is a meaningful global health burden
leading to consecutive sleep disorders that often remain undiagnosed,
and thus untreated. In turn, sleep diagnostics and treatment are crucial
for emotional and cognitive recovery with successful return to work and
good quality of life outcomes after mild TBI. Therefore, this talk will
summarize the relevance of sleep disorders and the link to affective and
cognitive disorders after mild TBI. Secondly, a diagnostic algorithm for
sleep disorders will be presented including subjective and objective
measurements focusing on clinical, psychometric and actigraphy
assessments. Thirdly, we outline the current evidence of non-
pharmacological and pharmacological treatment options for patients
suffering from mild TBI. Finally, we discuss the current controversial
evidence of actigraphy to assess sleep-wake patterns after mild TBI. This
dialog will help to overcome challenges in actigraphy assessment in
sleep diagnostics for future translation into sleep medicine and
psychosomatic clinical practice.
Datum 30. April 2026
Notiz:
PO â Psychoonkologie (Chair(s): Diana Zwahlen)
MĂ€nner im Dialog: wie Psychoonkologie fĂŒr MĂ€nner anschlussfĂ€hig wird
Marcel Delahaye â Freitag 09:15â10:00 · DIM Zimmer
Im Symposium zum Thema Psychoonkologie stellen drei Referentinnen und ein Referent in vier Short Talks Problemstellungen vor, denen sie in ihrem jeweiligen Arbeitsfeld regelmÀssig begegnen und die sie in ihrer psychoonkologischen TÀtigkeit vor besondere Herausforderungen stellen.
In ihren KurzbeitrĂ€gen widmen sie sich der Frage, wie psychoonkologische Angebote fĂŒr MĂ€nner besser zugĂ€nglich und anschlussfĂ€hig gestaltet werden können, der oft wenig beachteten Situation von Angehörigen von Krebsbetroffenen, den IdentitĂ€tsbedrohungen und VerĂ€nderungen bei Patientinnen und Patienten mit Hirntumoren. Der Fokus der BeitrĂ€ge ist eine praxisorientierte Vermittlung von Erfahrungswissen. Die Referierenden zeigen konkrete AnsĂ€tze fĂŒr Kolleginnen und Kollegen aus der Praxis oder fĂŒr die spezifisch psychoonkologische Arbeit auf. Es bleibt Diskussionszeit fĂŒr Fragen aus der Runde.
Notiz:
Im Dialog mit den oft Ăbersehenen â Angehörige in der Psychoonkologie
Katharina Ruhe â Freitag 09:15â10:00 · DIM Zimmer
Im Symposium zum Thema Psychoonkologie stellen drei Referentinnen und ein Referent in vier Short Talks Problemstellungen vor, denen sie in ihrem jeweiligen Arbeitsfeld regelmÀssig begegnen und die sie in ihrer psychoonkologischen TÀtigkeit vor besondere Herausforderungen stellen.
In ihren KurzbeitrĂ€gen widmen sie sich der Frage, wie psychoonkologische Angebote fĂŒr MĂ€nner besser zugĂ€nglich und anschlussfĂ€hig gestaltet werden können, der oft wenig beachteten Situation von Angehörigen von Krebsbetroffenen, den IdentitĂ€tsbedrohungen und VerĂ€nderungen bei Patientinnen und Patienten mit Hirntumoren. Der Fokus der BeitrĂ€ge ist eine praxisorientierte Vermittlung von Erfahrungswissen. Die Referierenden zeigen konkrete AnsĂ€tze fĂŒr Kolleginnen und Kollegen aus der Praxis oder fĂŒr die spezifisch psychoonkologische Arbeit auf. Es bleibt Diskussionszeit fĂŒr Fragen aus der Runde.
Notiz:
Wie Krankheit den Dialog beeinflussen kann: Psychoonkologische Begleitung bei Hirntumoren und Hirnmetastasen
Sabrina Elia â Freitag 10:15â11:00 · DIM Zimmer
Im Symposium zum Thema Psychoonkologie stellen drei Referentinnen und ein Referent in vier Short Talks Problemstellungen vor, denen sie in ihrem jeweiligen Arbeitsfeld regelmÀssig begegnen und die sie in ihrer psychoonkologischen TÀtigkeit vor besondere Herausforderungen stellen.
In ihren KurzbeitrĂ€gen widmen sie sich der Frage, wie psychoonkologische Angebote fĂŒr MĂ€nner besser zugĂ€nglich und anschlussfĂ€hig gestaltet werden können, der oft wenig beachteten Situation von Angehörigen von Krebsbetroffenen, den IdentitĂ€tsbedrohungen und VerĂ€nderungen bei Patientinnen und Patienten mit Hirntumoren. Der Fokus der BeitrĂ€ge ist eine praxisorientierte Vermittlung von Erfahrungswissen. Die Referierenden zeigen konkrete AnsĂ€tze fĂŒr Kolleginnen und Kollegen aus der Praxis oder fĂŒr die spezifisch psychoonkologische Arbeit auf. Es bleibt Diskussionszeit fĂŒr Fragen aus der Runde.
Notiz:
Mehr als ein Dialog: Möglichkeiten der psychoonkologischen UnterstĂŒtzung in der Hausarztpraxis
Birgit Maier â Freitag 10:15â11:00 · DIM Zimmer
Im Symposium zum Thema Psychoonkologie stellen drei Referentinnen und ein Referent in vier Short Talks Problemstellungen vor, denen sie in ihrem jeweiligen Arbeitsfeld regelmÀssig begegnen und die sie in ihrer psychoonkologischen TÀtigkeit vor besondere Herausforderungen stellen.
In ihren KurzbeitrĂ€gen widmen sie sich der Frage, wie psychoonkologische Angebote fĂŒr MĂ€nner besser zugĂ€nglich und anschlussfĂ€hig gestaltet werden können, der oft wenig beachteten Situation von Angehörigen von Krebsbetroffenen, den IdentitĂ€tsbedrohungen und VerĂ€nderungen bei Patientinnen und Patienten mit Hirntumoren. Der Fokus der BeitrĂ€ge ist eine praxisorientierte Vermittlung von Erfahrungswissen. Die Referierenden zeigen konkrete AnsĂ€tze fĂŒr Kolleginnen und Kollegen aus der Praxis oder fĂŒr die spezifisch psychoonkologische Arbeit auf. Es bleibt Diskussionszeit fĂŒr Fragen aus der Runde.
Notiz:
Self-Disclosure: Grenzen und Möglichkeiten des persönlichen Dialogs mit Betroffenen
Frederic Stiefel, Diana Zwahlen â Freitag 14:30â15:15 · DIM Zimmer
PatientInnen nehmen viele Eigenschaften der Kliniker wahr. Manchmal wenden sie sich aber auch direkt mit Fragen an die medizinischen Betreuer, die den persönlichen Bereich betreffen, und manchmal kommt es auch bei ĂrztInnen und TherapeutInnen zur sogenannten Selbstoffenbarung. Dies ist besonders auch in der Psycho-Onkologie der Fall, da in existentiellen Situationen die Person des Therapeuten in den Vordergrund rĂŒcken kann. Wie wird Selbstoffenbarung definiert, wo ist sie therapeutisch, wo gefĂ€hrlich, wo sind die Grenzen? Wann ist Selbstoffenbarung fĂŒr PatientInnen wertvoll, und wann ist sie verbunden mit eigenen BedĂŒrfnissen. Diese Fragen möchten wir im Workshop, nach einer kurzen Einleitung, zusammen diskutieren.