«Psychosomatik im Dialog» · 3.–4. September 2026 · Universitätsspital Basel
Stand: 20.08.26, 11:33 · Acadenda 22.6
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Neurodivergenz 3 🎧Chair(s): Christiane RosinState-of-the-Art-LectureState of the Art: Autismus und PsychosomatikLudger Tebartz van ElstRaum: Grosser Hörsaal ZLF · Hebelstrasse 20
Jonas Althaus — Donnerstag 12:15–12:45 · Grosser Hörsaal ZLF · Rahmenprogramm · DE
(kein Abstract hinterlegt)
Notiz:
OPENCongress Prelude · Plenum — Donnerstag 08:45–09:30 · Grosser Hörsaal ZLFOn Call: Listening in on the Voices of Physicians
Friedrich Stiefel, Axelle Stiefel — Donnerstag 08:45–09:30 · Grosser Hörsaal ZLF · Plenum · DE · Chair(s): Rainer Schäfert
Stiefel A (1), Magescas O (2), Stiefel F (3), Gavin A (4) und Bourquin C (4)
1) Künstlerin, Paris, 2) Sound Designer, Paris, 3) Université de Lausanne, 4) Service de psychiatrie de liaison, CHUV, Lausanne
« On Call » ist eine künstlerische Umwandlung von ausgewählten Texten von Ärztinnen und Ärzten, welche der sogenannten PENbank des Universitätsspitals Lausanne ihre Erlebnisberichte zusenden. Die PENbank, Professional Experience Narrative Bank ist - analog den Biobanken, welche in Spitälern existieren- eine Bank, welche persönliche Erlebnisberichte von Ärztinnen und Ärzten in anonymisierter Form sammelt. Es handelt sich dabei um unaufgeforderte, kurze Erlebnisberichte aus dem Alltag, welche in der Regel in schriftlicher Form eingesandt werden. Die Bank will dem Erleben der Ärzte eine Stimme geben und verbreitet somit diese Berichte innerhalb des Spitals und über dessen sozialen Medien. Zudem dient die PENbank auch Forschungszwecken. Die künstlerische Umwandlung dieser Erlebnisberichte hat zum Ziel das Erleben der Ärztinnen und Ärzten einem grösseren Publikum zu vermitteln. Das an diesem Kongress vorgestellte Projekt ist ein Folgeprojekt einer sonoren und plastischen Einrichtung, welche an den Swiss Art Awards in Basel in diesem Jahr gezeigt wurde. Die Teilnehmer von «On Call» können während rund 15 Minuten in die sonore Welt des Spitals und die Alltags-Erlebnisse von Ärztinnen und Ärzten eintauchen und diese auf sich einwirken lassen; anschliessend sind sie eingeladen mitzuteilen, « was sie gehört haben ».
Notiz:
OPENOpening Session · Plenum · Beitrag 1 von 5 in diesem Slot— Donnerstag 10:00–11:00 · Grosser Hörsaal ZLFMusikalischer Einstieg
OPENKeynote Lecture · Keynote — Donnerstag 17:15–18:00 · Grosser Hörsaal ZLFAscona-Lecture: "Trauma and Interoception – Unifying the Mind-Body Split"
Peter A Levine · Somatic Experiencing — Donnerstag 17:15–18:00 · Grosser Hörsaal ZLF · Keynote · EN · Chair(s): Rainer Schäfert
Trauma affects both brain and mind, but it is also rooted as a physiological event that the body registers and then retains it in the form of various emotional and “physical” symptoms. A core two-way neural pathway exists which connects our internal, interoceptive sense organs (including muscles and viscera) with specific brain networks – particularly, those in the upper brainstem, thalamus, limbic regions, insula and cingulate cortex.
The brain initially recognizes threat and injury, and then the body registers this perception. There it is then lodged as bracing patterns, chronic pain, freezing and collapse, as well as accumulated stress. These survival actions can be accessed, interoceptively, through tracking the various sense channels, and then resolved in the completion of implicit/procedural memories, and then finally, as somatic and autonomic discharge.
In this presentation, we will explore the complex bi-directional feedback loops connecting between brain and body and then show how altering them can restore inner balance and self-regulation. The mind-body model of Somatic Experiencing will be applied to PTSD, to various “psychosomatic” conditions, as well as to complex developmental trauma. These applications include challenging conditions like fibromyalgia, chronic fatigue syndrome and “Long-COVID.”
Notiz:
OPENEarly Bird · Plenum — Freitag 08:30–09:15 · Grosser Hörsaal ZLFTai Chi – Prinzipien erfahren und vertiefen
Jonas Althaus — Freitag 08:30–09:15 · Grosser Hörsaal ZLF · Plenum · DE
Wer früh kommt, kann sich vor dem eigentlichen Kongressprogramm noch bewegen: In dieser Early-Bird-Session tauchen die Teilnehmenden in die Grundprinzipien des Tai Chi ein – ausbalanciert, entspannt, geerdet, aus der Mitte bewegend und verbunden im Körper und mit dem Geist.
Der Workshop beginnt mit einer Wahrnehmungsschulung, bei der der Körper sanft mobilisiert, geöffnet und mit dem Geist verbunden wird. Anhand von Entspannungsübungen, Qigong, Partnerübungen und einzelnen Tai-Chi-Bewegungen erfahren und vertiefen die Teilnehmenden diese Grundprinzipien am eigenen Körper.
Leitung: Jonas Althaus
Jongleur, Performer, Tai Chi- und Qigong-Lehrer. Praktiziert Tai Chi und Qigong seit 2001, unterrichtet seit 2014. Lehrerausbildung für Tai Chi und Qigong bei Torben Bremann, dessen privater Schüler er ist.
Notiz:
OPENClosing Session · Plenum · Beitrag 1 von 3 in diesem Slot— Freitag 15:45–16:30 · Grosser Hörsaal ZLFVerleihung Poster-Preise (SAPPM & VPSB)
OPENClosing Session · Plenum · Beitrag 2 von 3 in diesem Slot— Freitag 15:45–16:30 · Grosser Hörsaal ZLFImprovisations-Theater: künstlerische Resonanz auf die Kongress-Themen
Anhaltende Körperbeschwerden- ein Update zu Forschung, Diagnostik und Therapiebedarf (Anne Toussaint)
Anhaltende Körperbeschwerden gehören zu den häufigsten Gründen für ärztliche Konsultationen und sind mit erheblichem Leidensdruck, funktionellen Einschränkungen und hohen Gesundheitskosten verbunden. Trotz ihrer klinischen Relevanz werden sie häufig unzureichend erkannt, erklärt und behandelt.
Gleichzeitig hat sich das Verständnis anhaltender Körperbeschwerden in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt. Moderne transdiagnostische und dimensionale Modelle ermöglichen neue Perspektiven auf Diagnostik und Therapie. Darüber hinaus wächst die Evidenz für wirksame psychologische und interdisziplinäre Behandlungsansätze.
Der Vortrag gibt ein aktuelles Update zu Forschung, Diagnostik und Therapie anhaltender Körperbeschwerden. Neben epidemiologischen und konzeptuellen Entwicklungen werden aktuelle Erkenntnisse zur Behandlung sowie bestehende Versorgungslücken und zukünftige Herausforderungen für Forschung und klinische Praxis diskutiert.
Notiz:
PSPersistierende Körperbeschwerden 2 · 2 Einzelvorträge · Beitrag 1 von 2 in diesem Slot— Donnerstag 13:00–13:45 · Hörsaal Pathologie untenSomatische Symptomschwere als transdiagnostischer Prädiktor psychischer Belastung
Gavin Brupbacher, Anke Schneiders · Oberwaid AG, St. Gallen — Donnerstag 13:00–13:45 · Hörsaal Pathologie unten · 2 Einzelvorträge · DE · Chair(s): Anne Toussaint, Sebastian Dietsche
Referierende:r Dr. sc. med. Gavin Brupbacher
Perspektive 1 Forschung
Referierende:r 2 Dr. med. Anke Schneiders
Perspektive 2 Praxis
Titel: Somatische Symptomschwere als transdiagnostischer Prädiktor psychischer Belastung: eine national repräsentative, multizentrische
Kohortenstudie der stationären Psychosomatik in der Schweiz
Hintergrund: Depressive, Angst-, Belastungs- und somatoforme
Störungen prägen das Patientengut der stationären psychosomatischen
Rehabilitation. Wie eng somatische und psychische Symptomlast über
Diagnosegruppen hinweg gekoppelt sind, ist auf Basis grosser,
repräsentativer Stichproben bislang ungeklärt.
Methode: Analyse nationaler ANQ-Routinedaten von 15'811
erwachsenen Patient:innen aus 12 Schweizer psychosomatischen Reha-
Kliniken (2015-2023). Psychische Belastung (HADS) und somatische
Symptomschwere (PHQ-15) wurden bei Eintritt und Austritt erhoben.
Hierarchische lineare Mixed-Effects-Modelle mit multipler Imputation
prüften Prädiktoren der psychischen Austrittsbelastung sowie Diagnose
× PHQ-15-Interaktionen.
Ergebnisse: Die Behandlung war mit einer grossen Reduktion der
psychischen Belastung assoziiert (HADS-Total d = 0.93). Bei Austritt
trug die somatische Symptomschwere zusätzliche 20 % zur
Varianzaufklärung des HADS-Total bei und war diagnoseübergreifend
mit dem Outcome verknüpft. Der Koeffizient für somatoforme
Störungen (F45) wurde durch Berücksichtigung der somatischen
Symptomschwere um 74 % attenuiert.
Diskussion – im Dialog: Aus Forschungssicht stützen die Befunde
transdiagnostische, dimensionale Modelle. Aus Praxissicht folgt: Die
konsequente Adressierung somatischer Beschwerden ist
diagnoseübergreifend therapierelevant. Entscheidend für den
Behandlungserfolg ist die individualisierte Ausrichtung auf das
subjektive Symptomerleben.
Notiz:
PSPersistierende Körperbeschwerden 2 · 2 Einzelvorträge · Beitrag 2 von 2 in diesem Slot— Donnerstag 13:00–13:45 · Hörsaal Pathologie untenKörperstress? – ein Dialog auf Augenhöhe mit psychosomatischen Patienten
Stefan Büchi, Julia Hennemann · mediX Gruppenpraxis, Zürich / Müllerpraxis, Zürich — Donnerstag 13:00–13:45 · Hörsaal Pathologie unten · 2 Einzelvorträge · DE · Chair(s): Anne Toussaint, Sebastian Dietsche
Referierende:r Stefan Büchi
Perspektive 1 Forschungsorientierter Psychiater und Psychosomatiker
Referierende:r 2 Julia Hennemann
Perspektive 2 Praktische Hausärztin
Titel: Körperstress? – ein Dialog auf Augenhöhe mit psychosomatischen Patienten
Einleitung / Ziel
Körperliche Beschwerden ohne klare organische Ursache gehören zum
hausärztlichen Alltag. Der Vortrag stellt das Körper-Stress-Syndrom
(ICD-11: 6C20) als neuen praxistauglichen diagnostischen Rahmen für
psychosomatische Störungen vor und zeigt, wie ein gemeinsames
Verständnis im Dialog mit Patientinnen und Patienten entstehen kann.
Inhalt und Vorgehen
Auf Basis eines biopsychosozialen Modells wird Körperstress als
gestörte Stressregulation verständlich gemacht. Fallbeispiele aus der
Praxis zeigen, wie Beschwerden benannt, schwierige Gespräche geführt
und edukative Interventionen umgesetzt werden können.
Erfahrungen aus der Praxis
Daten aus einer Schweizer Gruppenpraxis1 belegen die Wirksamkeit des
neuen kommunikativen und therapeutischen Zuganges: Die
Symptomatik der Patient:innen kann reduziert werden und
Hausärzt:innen berichten über mehr Sicherheit im Umgang mit
psychosomatischen Beschwerden.
Diskussion und Nutzen für die Praxis
Die Diagnose Körper-Stress-Syndrom ermöglicht einen neuen Zugang
zu psychosomatischen Beschwerden. Entscheidend ist die therapeutische
Beziehung: zuhören, benennen, gemeinsam verstehen. Der Vortrag
vermittelt konkrete Werkzeuge für mehr Sicherheit und wirksamere
Gespräche.
Literatur
(1) Di Gangi, S., Hennemann, J., Brunner, E., Senn, O., & Büchi, S. (2026). An interprofessional approach to treat bodily distress disorder in Swiss primary care–a quality improvement study. European Journal of General Practice, 32(1), 2599579.
Notiz:
PSPersistierende Körperbeschwerden 3 · Vortrag/Dialog — Donnerstag 14:00–14:45 · Hörsaal Pathologie untenPsychosomatik und Gastroenterologie im Dialog: Reizdarm verstehen - von klinischen Bildern zur gezielten Funktionsdiagnostik und Behandlung
Christiane Rosin, Aurora Tatu · USB, Klinik für Psychosomatik / USB, Klinik für Gastroenterologie — Donnerstag 14:00–14:45 · Hörsaal Pathologie unten · Vortrag/Dialog · DE · Chair(s): Anne Toussaint, Sebastian Dietsche
Reizdarm verstehen: Von klinischen Bildern zur gezielten Funktionsdiagnostik und Behandlung. (Christiane Rosin, Aurora Tatu)
Das Reizdarmsyndrom (RDS) gehört zu den häufigsten gastrointestinalen Erkrankungen und wird im klinischen Alltag noch immer als Ausschlussdiagnose oder rein psychosomatisches Beschwerdebild missverstanden. Anhand praxisnaher Fallvignetten vermittelt der Workshop typische klinische Präsentationen und ordnet diese in das moderne Verständnis der Darm-Hirn-Achse ein. Gemeinsam werden die Rome-Kriterien angewendet, Red Flags diskutiert sowie Indikationen und Grenzen der gastroenterologischen Funktionsdiagnostik erarbeitet. Im interdisziplinären Austausch zwischen Gastroenterologie und Psychosomatik wird gezeigt, wie ein biopsychosoziales Krankheitsmodell, gezielte Diagnostik und patientenzentrierte Kommunikation zu einer besseren Versorgung beitragen. Der Workshop richtet sich an Grundversorgende und psychosomatisch tätige Fachpersonen.
Notiz:
PSPersistierende Körperbeschwerden 4 · 2 Einzelvorträge · Beitrag 1 von 2 in diesem Slot— Donnerstag 15:15–16:00 · Hörsaal Pathologie untenHysterie und Dissoziation, historische und aktuelle Konzepte
Daniela Wetzel-Richter · Klinik Schützen, Rheinfelden — Donnerstag 15:15–16:00 · Hörsaal Pathologie unten · 2 Einzelvorträge · DE · Chair(s): Anne Toussaint, Sebastian Dietsche
Historische Aspekte der Hysterie, Krankheitsmodelle und
Therapieansätze (im Gegensatz zu heutigen Konzepten)
Auch heute noch wird gelegentlich eine schwierige Patientin als
hysterisch bezeichnet. Der Begriff ist jedoch veraltet. Im 19. Jahrhundert
wurden apellative und neurologische Symptome vor allem von Frauen
auf deren innere Phantasien bezogen (S.Freud). Der Nachfolger Charcots
in der Salpêtrière , Pierre Janet legte Ende des 19. Jahrhunderts für diese
Erkrankungen neue Ideen und Konzepte vor, die Grundlage der heutigen
Modelle dissozistiver Störungen sind. Aktuell entfällt der Begriff der
Hysterie und Konversion im ICD 11, und neue Konzepte sind hilfreich
für die Behandlung. Gemeint sind hier Bewegungsstörungen ebenso wie
Gedächtnislücken und Persönlichkeitsveränderungen. Ursächlich sieht
man heute Gewalterfahrungen wie Missbrauch und Vernachlässigung.
Genauso, wie der sexuelle Missbrauch als Ursache von derartigen
Erkrankungen lange verleugnet wurde, brauchte Pierre Janets Konzept
mehr als 100 Jahre, um in Diagnostik und Therapie nutzbar zu werden.
Notiz:
PSPersistierende Körperbeschwerden 4 · 2 Einzelvorträge · Beitrag 2 von 2 in diesem Slot— Donnerstag 15:15–16:00 · Hörsaal Pathologie untenUpdate AWMF S3-Leitlinie Funktionelle Körperbeschwerden: Gestufte klinische Handlungsempfehlungen vom Erstkontakt bis zur interdisziplinären Behandlung
Sebastian Dietsche, Rainer Schäfert · USB, Klinik für Psychosomatik — Donnerstag 15:15–16:00 · Hörsaal Pathologie unten · 2 Einzelvorträge · DE · Chair(s): Anne Toussaint, Sebastian Dietsche
Funktionelle Körperbeschwerden gehören zu den häufigsten und zugleich herausforderndsten Beratungsanlässen in der medizinischen Versorgung. Die aktualisierte AWMF-S3-Leitlinie bietet ein fach- und sektorenübergreifendes Versorgungskonzept auf Grundlage einer systematischen Evidenzaktualisierung bis 2025 und eines breiten interdisziplinären Konsenses. Zentrale Neuerungen sind der Fokus auf syndromübergreifende Gemeinsamkeiten, ein konsequent biopsychosoziales Vorgehen sowie ein gestuftes Versorgungsmodell von der Erstversorgung über Diagnostik und individualisierte Basistherapie bis zur koordinierten interdisziplinären Behandlung. Die Leitlinie betont nachvollziehbare Diagnosevermittlung, aktive Therapieansätze, Selbstmanagementförderung sowie die strukturierte Zusammenarbeit somatischer und psychosozialer Behandler. Der Vortrag stellt die wichtigsten Neuerungen und klinischen Kernempfehlungen für eine patientenzentrierte und ressourcenschonende Versorgung vor.
Funktionelle neurologische Störungen (Rike Barth)
Funktionelle neurologische Störungen (FNS) zeichnen sich durch eine oft vielgestaltige und fluktuierende klinische Präsentation aus und gehören zu den häufigsten Ursachen neurologischer Symptome in der klinischen Praxis.
Basierend auf Forschungsergebnissen der letzten Jahre hat sich das Krankheitsverständnis von FNS massgeblich verändert. Die Diagnosestellung basiert heute auf positiven klinischen Zeichen und nicht primär auf dem Ausschluss anderer Erkrankungen oder dem Vorhandensein psychiatrisch-psychologischer Komorbiditäten.
Der Vortrag gibt einen Überblick über das aktuelle Verständnis von FNS, einschliesslich neurobiologischer, psychologischer und sozialer Einflussfaktoren. Zudem werden die Diagnosekriterien mit Fokus auf positive klinische Befunde vorgestellt, die eine zuverlässige Diagnosestellung ermöglichen. Abschliessend werden Strategien der Befundvermittlung sowie interdisziplinäre Behandlungsansätze diskutiert, die ärztliche, psychologische und rehabilitativ-physikalische Interventionen integrieren.
Notiz:
PSPersistierende Körperbeschwerden 6 · Vortrag/Dialog — Freitag 14:30–15:15 · Hörsaal 6 AudiologiePost COVID und chronische Fatigue – Ein Update
Katrin Bopp, Rebekka Schnepper · USB, Med. Poliklinik / USB, Klinik für Psychosomatik — Freitag 14:30–15:15 · Hörsaal 6 Audiologie · Vortrag/Dialog · DE · Chair(s): Anne Toussaint, Sebastian Dietsche
Fatigue gehört zu den häufigsten Beschwerden in der klinischen Versorgung und stellt besonders dann eine therapeutische Herausforderung dar, wenn sie trotz medizinisch unauffälliger Abklärung persistiert oder nicht ausreichend durch objektivierbare Befunde erklärbar ist. Sie kann mit erheblichen Einschränkungen in Alltag, Beruf und sozialer Teilhabe sowie mit Verunsicherung, emotionaler Belastung und veränderten Aktivitätsmustern einhergehen.
Diskussionen zu diesem Thema verlaufen oft polarisiert. Unser Vortrag möchte auf Basis neurobiologischer, biopsychosozialer und stressphysiologischer Modelle zu einem besseren Verständnis persistierender Fatigue und einem offeneren Dialog beitragen. Im Fokus stehen Symptomwahrnehmung, interozeptive Verarbeitung, autonome Regulation, Erwartungsbildung und Aufmerksamkeit sowie deren Wechselwirkung mit Belastungserleben, Krankheitsüberzeugungen und Aktivitätsverhalten. Aktuelle Erkenntnisse zu Post COVID, chronischer Fatigue und verwandten Beschwerdebildern werden differenziert eingeordnet. Zudem diskutieren wir Konsequenzen für Diagnostik, Psychoedukation und interdisziplinäre Behandlung.
Notiz:
RO – Beiträge aus der Romandie (Chair(s): Ariane Gonthier)
RORomandie 1 · Workshop — Donnerstag 11:15–12:00 · FestsaalAdaptation de la thérapie des schémas en intégrant le corps: pour une approche psychosomatique
Titre: Adaptation de la thérapie des schémas en intégrant le corps: pour une
approche psychosomatique
Abstract: La thérapie des schémas utilise des outils psychothérapeutiques, en
(environ 1'000 particulier la technique des chaises, pour mettre en scène les différents
caractères) états du moi. Dans cette adaptation de la technique des chaises, je vous
propose d'utiliser le corps comme une partie distincte, afin de provoquer
un dialogue entre le patient et son propre corps. L'adaptation de cette
technique, bien que thérapeutique, est particulièrement utile pour les
médecins généralistes, et les psychosomaticiens, et peut être facilement
utilisable en cabinet. Cette technique est également très rapide, et peut être
intégrée dans une consultation standard sans problème. L'objectif
d'apprentissage est la maitrise de cette intervention, que vous apprendrez à
utiliser grâce à des vidéos, des démonstrations ainsi que des exercices
pratiques.
Notiz:
RORomandie 3 · Plenarvortrag (Tandem) — Donnerstag 14:00–14:45 · Grosser Hörsaal ZLFCommunication thérapeutique basée sur l'hypnose : jamais sans — surtout en médecine psychosomatique
«On ne peut pas ne pas communiquer», nous rappelle Paul Watzlawick dans Une logique de la communication. Cela vaut tout particulièrement lorsqu'on parle avec nos patient-es. Dans cette interaction, notre communication agit comme une puissante suggestion, capable d'apaiser — ou d'amplifier — la douleur et l'anxiété. La communication thérapeutique basée sur l'hypnose s'appuie sur l'état de transe spontanée que vivent les patient-es lors de situations émotionnellement intenses — annonce d'un diagnostic, hospitalisation, geste invasif — pour transformer la communication ordinaire, souvent involontairement « nocebo », en un véritable outil thérapeutique. Sans hypnose formelle, sans matériel, sans coût : seulement la communication (verbale, non verbale, paraverbale) — mais utilisée de manière délibérée et structurée.
Notiz:
RORomandie 4 · Workshop — Donnerstag 15:15–16:00 · FestsaalThérapie assistée par la transe : une nouvelle voie pour le dialogue entre conscient et inconscient.
Dre Ariane Gonthier, spécialiste en MIG et MPP, directrice de l’IMPPRo, Lausanne
Marc Pittet, psychologue clinicien spécialiste en psychothérapie FSP, Lausanne
La transe cognitive auto-induite (TCAI) est une approche psychocorporelle émergente qui implique l’induction d’un état non-ordinaire de conscience et s’accompagne de diverses formes d’expression corporelle (mouvements, vocalisations, tracés).
Les thérapeutes qui ont commencé à utiliser cet état de transe en complément de leurs approches thérapeutiques habituelles observent des résultats prometteurs dans le domaine de la régulation émotionnelle et neurovégétative, ainsi que dans le champ de la psychotraumatologie.
Dans ce séminaire nous vous présenterons une réflexion en binôme autour d’un cas clinique, illustrant une façon d’utiliser l’état de transe de type TCAI en complément d’une approche psychodynamique pour favoriser le dialogue entre conscient et inconscient.
Notiz:
TI – Tessin: Il senso del dialogo. Il dialogo con i sensi (Chair(s): Maria Grazia Canepa)
TITessin 1 · 2 Einzelvorträge · Beitrag 1 von 2 in diesem Slot— Donnerstag 11:15–12:00 · WeitblickIl potere delle parole: placebo, nocebo e attivazione del paziente – Wirkung von Worten, Placebo/Nocebo, Aktivierung
Le parole dei medici non sono neutre: possono agire come placebo o
nocebo, influenzando credenze, aspettative e l’efficacia dei trattamenti.
Il placebo, definito come una terapia inefficace per il sintomo trattato ma
percepita come credibile, dimostra che linguaggio, atteggiamento e
relazione medico-paziente producono effetti reali sulla salute.
Un placebo efficace richiede credibilità della terapia, chiarezza del
risultato, convinzione di chi somministra e autorevolezza percepita. Al
contrario, parole inappropriate possono attivare effetti nocebo,
aumentando ansia, dolore e sfiducia.
Il Medical Coaching promuove una maggiore consapevolezza degli stili
e dei modelli comunicativi, fornendo strategie per adattare la
comunicazione in modo da renderla uno strumento di empowerment e di
motivazione all’aderenza terapeutica. L’impiego di tecniche
comunicative capaci di allineare le aspettative del paziente e di ridurre il
divario tra i suoi valori, convinzioni e il trattamento proposto favorisce
una maggiore attivazione e un più alto coinvolgimento del paziente,
contribuendo così al miglioramento degli esiti clinici.
Notiz:
TITessin 1 · 2 Einzelvorträge · Beitrag 2 von 2 in diesem Slot— Donnerstag 11:15–12:00 · WeitblickKlinische Beziehung, Symbolisierung und Diagnosekommunikation: Vom körperlichen Symptom zur symbolisch teilbaren Erfahrung
Anna Luisa Bogani · Studio Efesto, Melide — Donnerstag 11:15–12:00 · Weitblick · 2 Einzelvorträge · IT · 🎧 IT→DE · Chair(s): Maria Grazia Canepa
Dr.ssa med. Anna Luisa Bogani, FMH Psichiatria e Psicoterapia
Il sintomo corporeo e la diagnosi possono essere intesi come momenti comunicativi che
plasmano la relazione medico-paziente. A partire da brevi vignette cliniche, l’intervento esplora
ciò che accade nello spazio condiviso tra medico e paziente, dove si intrecciano vissuti, angosce
e significati non ancora simbolizzati, nonché il dialogo tra due inconsci, che può rappresentare
una risorsa ma anche un possibile ostacolo al processo di cura.
In questa prospettiva, il medico può trovarsi implicato come “guaritore ferito”, chiamato in
causa con tutto il proprio essere, secondo Carl Gustav Jung, e può al contempo emergere una
dimensione di “paziente-medico” come elemento di consapevolezza e trasformazione.
Il riferimento a Wilfred Bion consente di pensare la funzione del medico come capacità di
accogliere e trasformare stati emotivi grezzi; in dialogo con questa prospettiva, Vittorio
Lingiardi invita a considerare un ascolto che coinvolga non solo i dati clinici ma anche la
qualità della relazione, in cui il corposi configura come luogo di esperienza e di relazione, più
che come oggetto di interpretazione.
Particolare rilievo assume la comunicazione della diagnosi in ambito oncologico, momento ad
alto impatto trasformativo sull’identità e sull’orizzonte di senso del paziente, come evidenziato
da Luigi Grasi.
In questa cornice, la dimensione simbolica viene intesa come passaggio essenziale per rendere
pensabile l’esperienza corporea. Un breve riferimento alla sandplay therapy mostrerà come,
atraverso il gioco dela sabbia, il corpo e l’immagine possano dare forma a contenuti non
verbalizzati, aprendo possibilità di trasformazione psichica.
L’obiettivo è proporre una riflessione sulla relazione clinica come luogo in cui il sintomo può
evolvere da espressione muta a esperienza simbolicamente condivisibile.
Notiz:
TITessin 2 · Workshop — Donnerstag 13:00–13:45 · WeitblickIl senso del dialogo. Il dialogo con i sensi: Dialogo basato sulla fiducia reciproca
Maria Grazia Canepa, Consuelo Casula · Mezzovico / Milano / Milano — Donnerstag 13:00–13:45 · Weitblick · Workshop · IT · 🎧 IT→DE · Chair(s): Maria Grazia Canepa
Durante il workshop verranno presentati alcuni casi clinici con pazienti
psicosomatici ( sindrome dell'intestino irritabile, disturbo da attacchi di
panico, dispnea)in cui il dialogo tra il medico e il paziente è stato
fondato sulla fiducia reciproca. Verrano esplorate le componenti
specifiche del dialogo avvenuto durante ogni singolo caso con l’obiettivo
di identificare alcune indicazioni generali sui fattori di cui tenere conto
durante un dialogo terapeutico che creano e consolidano la fiducia e la
collaborazione reciproca.
Notiz:
TITessin 3 · Workshop — Donnerstag 14:00–14:45 · WeitblickL’ipnosi conversazionale come strumento per creare l’alleanza terapeutica.
Consuelo Casula · Milano — Donnerstag 14:00–14:45 · Weitblick · Workshop · IT · 🎧 IT→DE · Chair(s): Maria Grazia Canepa
Il dialogo con il paziente si può avvalere di alcune tecniche ipnotiche che si possono utilizzare anche senza seguire la procedura dell’induzione ipnotica. Durante il workshop verranno presentate le fondamenta delle tecnica ericksoniana fondata sul Rapport, Presenza, Sintonizzazione e Risonanza che facilitano l’alleanza terapeutica. Si presenta inoltre l’ipnosi conversazionale basata sull’approccio strategico, esperenziale e naturalistico. La teoria presentata sarà supportata da casi clinici.
Notiz:
TITessin 4 · Workshop — Donnerstag 15:15–16:00 · WeitblickColloquio intergenerazionale tra una cand. med. Anna ed una medico di famiglia in pensione Cornelia, con partecipazione dei presenti – Intergenerationelles therapeutisches Gespräch
Cornelia Klauser-Reucker, Anna Paterlini · Caslano / Université de Lausanne — Donnerstag 15:15–16:00 · Weitblick · Workshop · IT · 🎧 IT→DE · Chair(s): Maria Grazia Canepa
Perspektive 1 Colloquio intergenerazionale dal punto di vista della generazione
Boomer (Referierende:r Cornelia Klauser-Reucker, dr med allg innere med, med Hypnose,
Psychosomatik)
Perspektive 2 colloquio intergenerazionale dal punto di vista della generazione Z (Referierende:r 2 Anna Paterlini, cand med Uni Lausanne)
Titel: Colloquio intergenerazionale tra una cand med Anna ed una medico di famiglia in pensione Cornelia, con partecipazione dei presenti
Osservando i diversi modi di comunicazione, focalizziamo le strategie
più efficaci in un colloquio intergenerazionale nell’ambito terapeutico.
Toccheremo qualche preoccupazione di salute di giovani e anziani con
l’occhio psicosomatico.
Cercheremo di individuare metodi comunicativi efficaci attraverso il
riconoscimento dei canali sensoriali privilegiati, attraverso metafore e
storie terapeutiche. E le chat, i video e l’AI che cosa ci poteranno? Senza dimenticare il
setting. Incuriositi? Vi aspettiamo per una discussione vivace
Notiz:
TITessin 5 · Workshop — Donnerstag 16:15–17:00 · WeitblickSintonia e dissintonia nella talking therapy - Stimmigkeit und Verstimmung in der Gesprächstherapie – anhand klinischer Fälle
Michele Mattia, Nicolò Pipitone · Studio Mattia e Associati, Lugano — Donnerstag 16:15–17:00 · Weitblick · Workshop · IT · 🎧 IT→DE · Chair(s): Maria Grazia Canepa
Dr. med. Michele Mattia, psichiatra e psicoterapeuta
Dr. med Nicolò Pipitone, psichiatra e psicoterapeuta
Sintonia e dissintonia nella talking therapy, attraverso casi clinici.
La comunicazione in medicina rimane un'area complessa e difficile. In psicosomatica le difficoltà dell'uso delle parole adeguate, delle domande che non chiudono ma che aprono l'incontro fra il medico e il soggetto sofferente, sono ancora più evidenti.
Quando ciò succede gli effetti collaterali delle parole sbagliate o del mancato o parziale ascolto sono molto significativi.
Fra questi troviamo la disaffezione del soggetto psicosomatico verso la medicina classica, la ricerca di altri professionisti, il perdurare della sintomatologia, l'incistamento dei sintomi, la diffidenza nelle cure e lo sviluppo di credenze cognitive radicate ove il soggetto si identifica col sintomo e non si riesce più a differenziarlo.
Quando il medico si focalizza prioritariamente sui sintomi trattandoli come una malattia puramente organica e non integrandoli con la sofferenza psicologica, allora il soggetto entra nella porta girevole delle cure somatiche infinite, con sofferenza anche di tutto il sistema familiare e forte frustrazione del medico.
Riconoscere quali sono le modalità comunicative più appropriate,sintonizzarsi, utilizzare la connotazione positiva interessarsi di più a chi è la persona e meno al sintomo, sono elementi fondamentali per una buona riuscita della terapia.
Gli autori cercheranno di evidenziare attraverso dei casi clinici l'essenzialità e l'importanza dell'approccio psicosomatico attento alle scelte delle parole che curano e alla sintonizzazione fra medico e persona che soffre.
Ketamin ist ein chirales Molekül: Seine Enantiomere sind Spiegelbilder – einander zum Verwechseln ähnlich, und doch verschieden. Diese fundamentale Eigenheit der Substanz ist mehr als Chemie: sie ist eine Einladung, Soma und Psyche neu zu denken.
In dieser Session beleuchten zwei klinische Perspektiven die therapeutische Reichweite von Ketamin. Dr. Noemi Zurron, Anästhesistin und Schmerzmedizinierin, zeigt den Einsatz von Ketamin als Infusion in der Schmerztherapie – eine pharmakologisch gut begründete, klinisch aber noch zu wenig genutzte Indikation. Jörg Schaude, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, stellt die Ketamin-assistierte Psychotherapie (KAP) vor – einen modernen Behandlungsansatz, der die dissoziativen und psychedelischen Eigenschaften der Substanz nutzt, um therapieresistente Stimmungsstörungen und andere psychiatrische Störungsbilder zu behandeln.
Die Grenze zwischen den zwei Perspektiven ist durchlässiger als erwartet: Auch in der scheinbar rein somatischen Infusionstherapie verändert sich die Psyche. Ketamin entkoppelt den Schmerz von seiner emotionalen Verarbeitung – und wirkt damit, selbst in analgetischer Dosierung, bewusstseinserweiternd. Der Patient erlebt seinen Schmerz anders, nicht nur weniger. Auch in der KAP spielt der Körper eine wichtige Rolle – als Träger von Haltungen, als Kommunikationsmittel um im veränderten Bewusstseinszustand heilsame Erfahrungen machen zu können.
Zwei Enantiomere, die sich die Hand reichen – und doch teilen sie mehr als ihre Molekülstruktur. Ketamin erinnert daran, dass somatische und psychische Wirkung keine Gegensätze sind, sondern ein Kontinuum.
Psychedelika erleben zurzeit eine Renaissance. Sie werden wieder erforscht und beschränkt auch klinisch angewendet. Was aber ist der aktuelle Forschungsstand? Sind diese Substanzen wirksamer als Medikamente? Was gibt es für wissenschaftliche Daten zum Nutzen und den Risiken? Die bereits mögliche limitierte Anwendung von LSD, Psilocybin und MDMA in der Schweiz wir vorgestellt. Der Vortrag wird eine Übersicht geben über die Forschung und aktuelle Anwendung dieser Substanzen mit Fokus auf die Schweiz.
Notiz:
MK – Medizinische Kommunikation im erweiterten Dialog (Chair(s): Sabina Hunziker Schütz, Christoph Becker)
MKMedizinische Kommunikation 1 · 3 Einzelvorträge · Beitrag 1 von 3 in diesem Slot— Freitag 10:15–11:00 · Hörsaal ZLF kleinIm «blended» Dialog: Innovative Methoden zum Erlernen ärztlicher Kommunikation
Sebastian Gross · USB, Psychosomatik/ Med. Kommunikation — Freitag 10:15–11:00 · Hörsaal ZLF klein · 3 Einzelvorträge · DE · Chair(s): Sabina Hunziker Schütz, Christoph Becker
Die Arzt-Patienten-Kommunikation ist ein zentraler Bestandteil der patientenzentrierten, modernen Medizin. Aus der Forschung wissen wir, dass die ärztliche Kommunikation nicht nur Einfluss auf die Zufriedenheit von Patientinnen und Patienten hat, sondern auch auf psychische Belastungen, die Therapieadhärenz, den Genesungsverlauf und sogar auf Rehospitalisierungsraten. Diese Erkenntnisse fordern uns heraus, über das Vertraute hinauszugehen: Kommunikationsverhalten nicht nur intuitiv zu leben, sondern gezielt zu erforschen, zu lehren und im klinischen Alltag zu verankern. Innovative Lehrkonzepte, die aktuelle Lerntheorie mit klinischer Praxis verbinden, ermöglichen es, Kommunikation als ärztliche Kernkompetenz erlernbar und wirksam zu machen – zum Nutzen von Patientinnen und Patienten und der Medizin insgesamt.
Notiz:
MKMedizinische Kommunikation 1 · 3 Einzelvorträge · Beitrag 2 von 3 in diesem Slot— Freitag 10:15–11:00 · Hörsaal ZLF kleinZwischen Hoffnung und Realität: Herausforderungen onkologischer Kommunikation
Christoph Becker · USB, Psychosomatik/ Med. Kommunikation — Freitag 10:15–11:00 · Hörsaal ZLF klein · 3 Einzelvorträge · DE · Chair(s): Sabina Hunziker Schütz, Christoph Becker
Die Kommunikation über Prognose, Krankheitsverlauf und Therapieziele gehört zu den anspruchsvollsten Aufgaben in der Onkologie. Forschung zeigt, dass zwischen ärztlicher Intention, tatsächlicher Informationsvermittlung und dem Verständnis der Patienten häufig Unterschiede bestehen. Im Mittelpunkt des Vortrags steht, wie das prognostische Verständnis („prognostic understanding“) der Patient*innen sowie empathische Kommunikation die therapeutische Beziehung, Entscheidungsfindung und psychische Gesundheit beeinflusst.
Notiz:
MKMedizinische Kommunikation 1 · 3 Einzelvorträge · Beitrag 3 von 3 in diesem Slot— Freitag 10:15–11:00 · Hörsaal ZLF kleinPRISM-BPS-Gender: Regime-sensitives biopsychosoziales Metamodell
Jan Ben Schulze · USZ Zürich — Freitag 10:15–11:00 · Hörsaal ZLF klein · 3 Einzelvorträge · DE · Chair(s): Sabina Hunziker Schütz, Christoph Becker
Referierende:r Dr. med. Jan Ben Schulze
Perspektive Psychosomatische Sicht
Titel: PRISM-BPS-Gender: Regime-sensitives biopsychosoziales Metamodell
Abstract: Biopsychosoziale Modelle sind für die Versorgung erwachsener trans,
nicht-binärer und gender-diverser Personen anschlussfähig, bleiben
klinisch jedoch oft zu unspezifisch. Mit PRISM-BPS-Gender schlagen
wir ein regime-sensitives Framework vor, das als gender-spezifische
Anwendung eines übertragbaren PRISM-BPS-Metamodells konzipiert
ist. Grundlage ist eine explorative Evidence-Map mit 4’658 Dokumenten
und regelbasierter Clusterung. Wiederkehrende Themenfelder waren
Minderheitenstress, Zugang zu gender-affirming care, Diskriminierung,
Fertilität, Körperbild, Beziehungen und strukturelle
Versorgungsbarrieren. Daraus wurde ein Metamodell mit vier
Dimensionen entwickelt: biologisch/somatisch, psychologisch, sozial-
relational und strukturell-systemisch. Fünf Versorgungsregime werden
unterschieden: Orientierung, soziale Offenlegung,
Versorgung/Navigation, körperbezogene Anpassung einschliesslich
Transition/Nicht-Transition sowie Langzeitadaption. Belastung wird
nicht als linearer Endpunkt, sondern als emergentes Ergebnis nicht-
linearer Rückkopplungen zwischen diesen Ebenen verstanden. Eine
Priormatrix ordnet phasenspezifische Kopplungsstärken zu und macht
das Modell für Hypothesenbildung, Screening, Ressourcensteuerung und
longitudinale Analysen nutzbar. PRISM-BPS-Gender erweitert
biopsychosoziale und Minority-Stress-Frameworks um Dynamik,
Regime-Sensitivität und klinische Anwendung.
Der Vortrag beleuchtet die Bedeutung der Arzt-Patientenkommunikation als wichtigen Bestandteil der medizinischen Versorgung. Im Fokus stehen die Auswirkungen von Sprache und Gesprächsführung auf Verständlichkeit, Entscheidungsfindung und Behandlungsegebnisse sowie Herausforderungen im klinischen Alltag, etwa Kommunikation in lebensverändernden Situationen, unterschiedliche Erwartungen oder der Umgang mit Emotionen. Zudem werden Ansätze einer patientenzentrierten Kommunikation vorgestellt, die Missverständnisse reduzieren und die Zusammenarbeit zwischen Patient:innen und Behandelnden verbessern können. Ziel des Vortrags ist es, die Relevanz kommunikativer Kompetenzen in der modernen Medizin hervorzuheben und Impulse für den medizinischen Alltag zu vermitteln.
Notiz:
SC – Burnout, Support und Self-Care (Chair(s): Christiane Rosin)
SCSelf-Care 1 · 2 Einzelvorträge · Beitrag 1 von 2 in diesem Slot— Freitag 09:15–10:00 · WeitblickReMed: Update zu Zahlen und Angeboten für belastete Ärzt*innen
Sabine Werner · ReMed — Freitag 09:15–10:00 · Weitblick · 2 Einzelvorträge · DE · Chair(s): Christiane Rosin
ReMed, das Unterstützungsnetzwerk für Ärztinnen und Ärzte, bietet individuelle vertrauliche, kollegiale Erstberatung in Krisensituationen und engagiert sich u.a. durch Publikationen und Sensibilisierungsvorträge auch präventiv für das Thema Ärztegesundheit. Seit der Einführung im Jahr 2010 haben sich die Kontaktaufnahmen für eine Erstberatung mehr als versechsfacht. Aber welche Gründe führen dazu, dass Ärztinnen und Ärzte selbst Hilfe in Anspruch nehmen oder nicht mehr weiter wissen? Und was können wir daraus lernen?
In diesem Referat berichtet Sabine Werner, Mitglied des Leitungsausschusses von ReMed und Erstberatende, über spannende Fakten zum Thema Ärztegesundheit und gibt anhand von praktischen, anonymisierten Beispielen einen näheren Einblick in die Arbeit und Angebote von ReMed.
www.swiss-remed.ch
Notiz:
SCSelf-Care 1 · 2 Einzelvorträge · Beitrag 2 von 2 in diesem Slot— Freitag 09:15–10:00 · WeitblickDokumentation zwischen Belastung und Qualitätssicherung: Evaluation eines KI-gestützten Unterstützungssystems in der Psychiatrie
Referierende:r Raffaela Witting
Perspektive 1 KI-gestützte Dokumentation in der Psychotherapie
Titel: Dokumentation zwischen Belastung und Qualitätssicherung: Evaluation eines KI-gestützten Unterstützungssystems in der Psychiatrie
Hintergrund: Dokumentation ist ein zentraler Bestandteil psychiatrischer
und psychosozialer Versorgung. Sie sichert Kontinuität,
Zusammenarbeit und rechtliche Nachvollziehbarkeit, wird jedoch von
vielen Psycholog:innen und Ärzt:innen als Belastung erlebt. Zeitdruck,
hohe Taktung, multiprofessionelle Teams und sprachliche Vielfalt
verstärken dies. Am Psychiatriezentrum Münsingen wurde daher
untersucht, ob ein KI-gestütztes System zur Dokumentation entlasten
kann, ohne Qualität oder Sicherheit zu beeinträchtigen.
Methodik: Nutzung eines KI-basierten Systems zur Transkription und
Erstellung von Verlaufsnotizen.
Studiendesign: prospektive Prä-Post-Feldstudie
Stichprobe: 4 Psycholog:innen, 3 Ärzt:innen, ambulant und stationär
Dauer: 2 Monate
Datengrundlage: 328 Gespräche
Erhobene Variablen: Dokumentationszeit, Stabilität, Zufriedenheit,
Qualität, Akzeptanz der Patient:innen
Ergebnisse: Die Dokumentationszeit pro 60-minütigem Gespräch sank
von 15 auf 7 Minuten. Die Zufriedenheit lag bei 5.4 von 6 Punkten.
Technische Probleme traten in 0.9 %, Ausfälle in 0.6 % der
Anwendungen auf. Die Akzeptanz durch Patient:innen betrug 97 %, die
Qualität wurde in 95 % positiv bewertet. Fachpersonen berichteten über
erhöhte Präsenz im Gespräch.
Schlussfolgerung: KI-gestützte Dokumentation kann zeitlich und
subjektiv entlasten, ohne Qualitätsverlust. Eine erfolgreiche
Implementierung setzt Transparenz, klare Begrenzung auf
unterstützende Funktionen und Freiwilligkeit voraus.
Notiz:
SCSelf-Care 2 · Workshop — Freitag 10:15–11:00 · WeitblickIntervisionswalzer – Intervision als Self-Care: Perspektivenwechsel zur Burnout-Prävention
Friederike Kesten · Präsidentin des VPSB — Freitag 10:15–11:00 · Weitblick · Workshop · DE · Chair(s): Christiane Rosin
Intervisionswalzer
Dr. med. F. Kesten
für den VPSB
Der Intervisionswalzer ist eine strukturierte und zugleich lebendige Methode der kollegialen Beratung. Inspiriert von der systemischen Haltung des Nichtwissens wechseln die Teilnehmenden in mehreren Gesprächsrunden zwischen verschiedenen Rollen und gewinnen neue Perspektiven auf berufliche Fragestellungen, Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten. So entsteht mit Leichtigkeit und Dynamik ein Austausch, der fast so schwungvoll ist wie ein Walzer.
Der VPSB lädt herzlich zu diesem Workshop ein. Er bildet das Kick-off für einen regelmässigen Intervisionszirkel innerhalb der VPSB-Gruppe, der sich an wechselnden Methodiken orientieren will, und schafft so die Grundlage für einen innovativen, freudvollen und nachhaltigen fachlichen Austausch. Die Veranstaltung lebt von der aktiven Beteiligung aller Teilnehmenden: Eigene Fragestellungen, Erfahrungen und Perspektiven sind ausdrücklich willkommen. Gemeinsam entsteht ein Raum für Reflexion, Vernetzung, gegenseitige Unterstützung und berufliche Weiterentwicklung.
Notiz:
WL – Mehr als Worte: Erinnerungen und Perspektiven zu Ehren von Wolf Langewitz (Moderation: Sabina Hunziker Schütz, Rainer Schäfert)
WLGedenken W. Langewitz 1 · Vorträge · Beitrag 1 von 3 in diesem Slot— Freitag 11:45–12:30 · Hörsaal ZLF kleinWie alles begann.
Alexander Kiss, Brigitta Wössmer · Prof. em. Klinik für Psychosomatik USB / ehemalige Ltd. Psychologin, Klinik für Psychosomatik USB — Freitag 11:45–12:30 · Hörsaal ZLF klein · Vorträge · DE · Chair(s): Sabina Hunziker Schütz, Rainer Schäfert
Das Symposium würdigt das Wirken von Prof. Dr. med. Wolf Langewitz und seinen prägenden Beitrag zur Arzt-Patientenkommunikation und der Psychosomatik. Wegbegleiter:innen aus unterschiedlichen Phasen seines beruflichen Wirkens beleuchten seine Rolle als Kollege, Lehrer, Mentor und Mitgestalter. Thematisiert werden die Anfänge der Zusammenarbeit, sein Engagement beim Aufbau von Balintgruppen sowie seine Bedeutung für die Ausbildung von Studierenden und jungen Ärzt:innen. Darüber hinaus wird die Entwicklung der medizinischen Kommunikationslehre in Basel dargestellt, aus der auf Grundlage seiner über 30-jährigen Lehrtätigkeit und innovativen Arbeit ein eigenständiges Ordinariat mit der Abteilung Medizinische Kommunikation in Basel hervorgingen, die seine Ansätze weiterführen und weiterentwickeln. Das Symposium verbindet persönliche Erinnerungen mit der Frage, wie kommunikative Kompetenzen in der Medizin heute vermittelt und weiterentwickelt werden können.
Notiz:
WLGedenken W. Langewitz 1 · Vorträge · Beitrag 2 von 3 in diesem Slot— Freitag 11:45–12:30 · Hörsaal ZLF kleinIm Gespräch über das Gespräch: Balintarbeit mit Wolf Langewitz – Patientenperspektive und klinische Versorgung
WLGedenken W. Langewitz 1 · Vorträge · Beitrag 3 von 3 in diesem Slot— Freitag 11:45–12:30 · Hörsaal ZLF klein«Lehrer – Kollege – Mitstreiter – Freund»
Pierre Loeb · Ehrenpräsident der SAPPM — Freitag 11:45–12:30 · Hörsaal ZLF klein · Vorträge · DE · Chair(s): Sabina Hunziker Schütz, Rainer Schäfert
(kein Abstract hinterlegt)
Notiz:
WLGedenken W. Langewitz 2 · Vorträge & Diskussion · Beitrag 1 von 3 in diesem Slot— Freitag 13:30–14:15 · Hörsaal ZLF kleinAus der Schule von Wolf Langewitz – Orientierung an einem Vorbild
Niklaus Labhardt, Sebastian Dietsche · Universitätsspital Basel, Klinische Epidemiologie / Universitätsspital Basel, Klinik für Psychosomatik — Freitag 13:30–14:15 · Hörsaal ZLF klein · Vorträge & Diskussion · DE · Moderation: Sabina Hunziker Schütz, Rainer Schäfert
Das Symposium würdigt das Wirken von Prof. Dr. med. Wolf Langewitz und seinen prägenden Beitrag zur Arzt-Patientenkommunikation und der Psychosomatik. Wegbegleiter:innen aus unterschiedlichen Phasen seines beruflichen Wirkens beleuchten seine Rolle als Kollege, Lehrer, Mentor und Mitgestalter. Thematisiert werden die Anfänge der Zusammenarbeit, sein Engagement beim Aufbau von Balintgruppen sowie seine Bedeutung für die Ausbildung von Studierenden und jungen Ärzt:innen. Darüber hinaus wird die Entwicklung der medizinischen Kommunikationslehre in Basel dargestellt, aus der auf Grundlage seiner über 30-jährigen Lehrtätigkeit und innovativen Arbeit ein eigenständiges Ordinariat mit der Abteilung Medizinische Kommunikation in Basel hervorgingen, die seine Ansätze weiterführen und weiterentwickeln. Das Symposium verbindet persönliche Erinnerungen mit der Frage, wie kommunikative Kompetenzen in der Medizin heute vermittelt und weiterentwickelt werden können.
Notiz:
WLGedenken W. Langewitz 2 · Vorträge & Diskussion · Beitrag 2 von 3 in diesem Slot— Freitag 13:30–14:15 · Hörsaal ZLF kleinMedizinische Kommunikation in Basel: Tradition bewahren, Zukunft gestalten
Sabina Hunziker Schütz, Christoph Becker · USB, Klinik für Psychosomatik, Med. Kommunikation — Freitag 13:30–14:15 · Hörsaal ZLF klein · Vorträge & Diskussion · DE · Moderation: Sabina Hunziker Schütz, Rainer Schäfert
(kein Abstract hinterlegt)
Notiz:
WLGedenken W. Langewitz 2 · Vorträge & Diskussion · Beitrag 3 von 3 in diesem Slot— Freitag 13:30–14:15 · Hörsaal ZLF kleinDiskussion und Wortmeldungen aus dem Publikum
Sabina Hunziker Schütz, Rainer Schäfert · USB, Klinik für Psychosomatik, Med. Kommunikation / USB, Klinik für Psychosomatik — Freitag 13:30–14:15 · Hörsaal ZLF klein · Vorträge & Diskussion · DE · Moderation: Sabina Hunziker Schütz, Rainer Schäfert
(kein Abstract hinterlegt)
Notiz:
ES – Psychosomatik der Essstörungen (Chair(s): Lena Lambrecht-Walzinger)
Almut Zeeck — Donnerstag 13:00–13:45 · Hörsaal Pathologie oben · Workshop · DE · Chair(s): Lena Lambrecht-Walzinger
Mentalisierungsbasierte Interventionen bei Anorexia nervosa
Der Workshop bietet eine kompakte Einführung in die Grundlagen mentalisierungsbasierten Arbeitens bei der Anorexia nervosa. Im Fokus steht die Frage, wie das Mentalisierungskonzept im klinischen Alltag helfen kann, innere Zustände, Beziehungsmuster und dysfunktionale Essstörungssymptome besser zu verstehen und Interventionen entsprechend anzupassen. Nach einem kurzen theoretischen Input werden in einem praxisnahen Übungsteil ein bis zwei mentalisierungsbasierte Techniken erprobt und gemeinsam reflektiert. Der Workshop richtet sich an Fachpersonen, die schon Erfahrungen in der Behandlung der Anorexia nervosa mitbringen und einen Einblick in ein an der Mentalisierungsbasierten Therapie (MBT) ausgerichtetes Vorgehen erhalten möchten. Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 20 Personen begrenzt.
Notiz:
ESEssstörungen 2 · Workshop — Donnerstag 14:00–14:45 · Hörsaal Pathologie obenAmbivalenz als zentrales Phänomen bei Patient:innen mit Essstörungen – wie können Behandelnde damit konstruktiv umgehen
Referierende:r Dr. med. Tanja Krügers
Perspektive 1 Ambivalenz als zentrales Phänomen bei Patientinnen mit Essstörungen –
wie können Behandelnde damit konstruktiv umgehen?
Titel: Ambivalenz als zentrales Phänomen bei Patient:innen mit Essstörungen – wie können Behandelnde damit konstruktiv umgehen?
Abstract: In der Behandlung von Patient:innen mit Essstörungen zeigen sich
häufig tiefe Ambivalenzen, bezüglich Symptomen und
Verhaltensänderungen, Kommunikation wie Entwicklung. Ärzt:innen
und Therapeut:innen laufen beispielsweise Gefahr, in Machtkämpfe um
Essen oder Nicht-Essen verstrickt zu werden. Welche Haltung ist hier
hilfreich, und wie bleiben wir im Dialog mit der Patient:in?
Notiz:
ESEssstörungen 3 · State-of-the-Art-Lecture — Donnerstag 15:15–16:00 · Grosser Hörsaal ZLFNeurobiologische und psychometabolische Aspekte der Anorexie
Gertraud Gradl-Dietsch · UPK, Kinder- und Jugendpsychiatrie — Donnerstag 15:15–16:00 · Grosser Hörsaal ZLF · State-of-the-Art-Lecture · DE · 🎧 DE↔FR (Kabine) · Chair(s): Lena Lambrecht-Walzinger
Was wir über Anorexia nervosa zu wissen glaubten
Die Anorexia nervosa (AN) zählt zu den schwerwiegendsten psychiatrischen Erkrankungen des Jugend- und jungen Erwachsenenalters und ist mit hoher Mortalität sowie häufig chronischen Verläufen assoziiert. Aktuelle Forschungsergebnisse verdeutlichen, dass AN nicht allein als Essstörung, sondern als komplexe psychometabolische Erkrankung verstanden werden muss, in der neurobiologische, endokrine und verhaltensbezogene Mechanismen eng miteinander interagieren. Neben genetischen und neurofunktionellen Veränderungen rücken insbesondere die Folgen der Mangelernährung auf hormonelle Regulationssysteme in den Fokus. Adaptationen von Leptin, Ghrelin, Schilddrüsen- und Sexualhormonen beeinflussen Motivation, Emotion, Kognition und körperliche Aktivität und tragen möglicherweise zur Aufrechterhaltung der Erkrankung bei. Der Vortrag gibt einen Überblick über aktuelle Erkenntnisse zu neurobiologischen und psychometabolischen Modellen der AN, diskutiert deren Bedeutung für das Verständnis zentraler Krankheitssymptome und beleuchtet innovative translational orientierte Therapieansätze. Ziel ist es, die Brücke zwischen Grundlagenforschung und klinischer Anwendung zu schlagen und Perspektiven für eine stärker individualisierte Behandlung aufzuzeigen
Notiz:
ESEssstörungen 4 · Kombi-Vortrag — Donnerstag 16:15–17:00 · Hörsaal Pathologie obenAdipositasbehandlung im Wandel: GLP-1-Analoga und ihre somatischen sowie psychischen Auswirkungen aus wissenschaftlicher und klinisch-praktischer Perspektive
Eleonora Seelig, Annette Heierle — Donnerstag 16:15–17:00 · Hörsaal Pathologie oben · Kombi-Vortrag · DE · Chair(s): Lena Lambrecht-Walzinger
Adipositas ist eine komplexe, multifaktorielle Erkrankung, bei der hormonelle Dysregulation mit psychosozialen Faktoren und Störungen des Belohnungssystems interagiert. GLP-1-Rezeptoragonisten (z. B. Semaglutid) und duale GIP/GLP-1-Agonisten (z. B. Tirzepatid) markieren einen Paradigmenwechsel in der Therapie.
Somatisch zeigen Studien (STEP, SURMOUNT) Gewichtsreduktionen von 14.9% bzw. 20.9%, verbesserte Insulinsensitivität und kardiovaskuläre Protektion – bei Risiko für gastrointestinale Nebenwirkungen und Verlust fettfreier Masse.
Psychisch modulieren die Substanzen über das mesolimbische System Belohnungsverhalten: Reduktion von „Food Noise" und Binge-Eating, teils suchtübergreifend. Während sich bei den meisten Patient:innen Wohlbefinden bessert, entwickelt eine Minderheit depressive Symptome, v. a. bei psychiatrischer Vorbelastung. Bei Emotional Eating kann der Wegfall des Coping-Mechanismus dekompensieren.
Der Vortrag verbindet Evidenz mit klinischer Praxis und diskutiert ethisch-ökonomische Fragen sowie den Bedarf interdisziplinärer Behandlungskonzepte.
Notiz:
EW – Neurodivergenz / Entwicklungsstörungen (ADHS/ASS) (Chair(s): Christiane Rosin)
EWNeurodivergenz 1 · Workshop — Donnerstag 11:15–12:00 · Hörsaal ZLF kleinPsychosomatik und Psychiatrie im Dialog: Wann steckt hinter chronischen körperlichen und psychischen Beschwerden ein unerkanntes ADHS?
Ismene Ditrich, Christiane Rosin · Thure von Uexküll-Klinik Glottertal / USB, Klinik für Psychosomatik — Donnerstag 11:15–12:00 · Hörsaal ZLF klein · Workshop · DE · Chair(s): Christiane Rosin
Psychosomatik und Psychiatrie im Dialog: Wann steckt hinter chronischen körperlichen und psychischen Beschwerden ein unerkanntes ADHS?
Chronische körperliche und psychische Beschwerden gehören zu den häufigsten Vorstellungsgründen in der psychosomatischen Grundversorgung. Erschöpfung, Schlafstörungen, Schmerzen, Reizdarm, Migräne, Depressionen, Ängste oder Burnout werden häufig als eigenständige Störungsbilder behandelt. Nicht selten bleibt dabei ein ADHS im Erwachsenenalter als zugrunde liegender oder aufrechterhaltender Faktor unerkannt.
Im interaktiven Workshop werden typische psychosomatische Präsentationen von ADHS sowie häufige Behandlungsdiagnosen wie Depression, Angststörung, Burnout, funktionelle Störungen oder chronische Schmerzen vorgestellt. Anhand von Fallbeispielen erarbeiten die Teilnehmenden klinische „Red Flags“ für ADHS und lernen praxisnahe Screening-Fragen für die psychosomatische Grundversorgung kennen.
Darüber hinaus wird diskutiert, wie die Diagnose und adäquate Behandlung von ADHS zu einer besseren Einordnung der Beschwerden, zielgerichteteren Interventionen sowie einer nachhaltigen Entlastung und Verbesserung von Funktionsniveau und Lebensqualität beitragen können.
Ziel ist es, die diagnostische Sensibilität für ADHS im Erwachsenenalter zu erhöhen, den interdisziplinären Austausch zwischen Psychosomatik und Psychiatrie zu fördern sowie konkrete Hilfen für den Praxisalltag zu vermitteln.
Dr. med. Ismene Ditrich, Oberärztin Akut-Abteilung, FÄ f. Psychiatrie und Psychotherapie
Dr. med. Christiane Rosin, Stv. Oberärztin Reizdarmsprechstunde, Psychosomatik USB
Notiz:
EWNeurodivergenz 2 · Workshop — Donnerstag 15:15–16:00 · Hörsaal ZLF kleinPsychotherapie und Ergotherapie im Dialog: ADHS, ASS, Selbstregulation und Bindung - Was hilft im Alltag?
Simone Rapp, Christiane Rosin · Studio für Ergotherapie, Arlesheim / USB, Klinik für Psychosomatik — Donnerstag 15:15–16:00 · Hörsaal ZLF klein · Workshop · DE · Chair(s): Christiane Rosin
Psychosomatik und Ergotherapie im Dialog: ADHS, ASS, Selbstregulation und Bindung – was hilft im Alltag?
Menschen mit ADHS oder Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) berichten häufig über emotionale Überforderung, chronischen Stress, Erschöpfung und Schwierigkeiten in Beziehungen. Hinter diesen Belastungen stehen oft auch Herausforderungen in der Selbstregulation, Reizverarbeitung und Bindungsgestaltung, die im klinischen Alltag leicht übersehen oder missverstanden werden.
Im interaktiven Workshop „Psychosomatik und Ergotherapie im Dialog“ werden psychosomatische und ergotherapeutische Perspektiven auf die Zusammenhänge zwischen Entwicklungsstörungen, Selbstregulation und Bindungsverhalten vorgestellt. Anhand von Fallbeispielen und praktischen Übungen lernen die Teilnehmenden alltagsnahe Strategien zur Regulation von Stress, Emotionen und sensorischer Überlastung kennen. Darüber hinaus werden Ansätze vermittelt, die Sicherheit, Selbstwirksamkeit und gelingende Beziehungen fördern.
Ziel des Workshops ist es, ein besseres Verständnis für dahinterliegende Schwierigkeiten zu entwickeln und konkrete Interventionen für die therapeutische und ärztliche Praxis mitzunehmen.
Simone Rapp, Ergotherapeutin
Dr. med. Christiane Rosin, Stv. Oberärztin Psychosomatik
Notiz:
EWNeurodivergenz 3 · State-of-the-Art-Lecture — Donnerstag 16:15–17:00 · Grosser Hörsaal ZLFState of the Art: Autismus und Psychosomatik
GYNGynäkologische Psychosomatik 1 · Workshop — Donnerstag 11:15–12:00 · PersonalrestaurantFrauen auf der Flucht – gynäkologische, psychiatrische und psychotherapeutische Perspektiven in der interdisziplinären Versorgung
Frauen auf der Flucht – gynäkologische, psychiatrische und
psychotherapeutische Perspektiven in der interdisziplinären Versorgung.
Hintergrund und Relevanz:
Geflüchtete Frauen stellen eine besonders vulnerable Gruppe dar, die
häufig komplexen biopsychosozialen Belastungen ausgesetzt ist. Neben
der Traumatisierung durch Krieg, Vertreibung und Flucht spielen auch
geschlechtsspezifische Faktoren wie sexualisierte Gewalt mit
gleichzeitiger kultureller Tabuisierung, ökonomischer Abhängigkeit oder
vermindertem Zugang zur Gesundheitsversorgung eine zentrale Rolle.
Diese Belastungen manifestieren sich häufig in psychosomatischen
Beschwerden, die sich sowohl in der gynäkologischen als auch in der
psychiatrisch-psychotherapeutischen Praxis zeigen. Eine integrative
Betrachtung ist daher essenziell, wird jedoch im klinischen Alltag oft
durch strukturelle, sprachliche und kulturelle Barrieren erschwert.
Ziel des Workshops:
Der Workshop zielt darauf ab, ein vertieftes Verständnis für
psychosomatische Zusammenhänge bei geflüchteten Frauen zu
vermitteln und praxisnahe Ansätze für eine interdisziplinäre Versorgung
zu entwickeln. Dabei werden gynäkologische, psychiatrische und
psychotherapeutische Perspektiven miteinander verknüpft.
Inhalte:
- Einführung in psychosomatische Krankheitsmodelle im Kontext von
Flucht und Migration
- Gynäkologische Aspekte: chronische Unterbauchschmerzen, sexuelle
Dysfunktion, rezidivierende Infektionen, Folgen von Gewalt
- Psychiatrische Dimensionen: Traumafolgestörung, Depression,
Angststörung und Somatisierungsstörung
- Psychotherapeutische Ansätze unter Berücksichtigung kultureller
Sensibilität und traumaspezifischer Methoden
- Kommunikation und Dolmetschereinsatz
- Fallbeispiele aus der interdisziplinären Versorgung
- Diskussion über aktuelle Herausforderungen im klinischen Alltag
Methoden:
Der Workshop kombiniert kurze Impulsvorträge mit interaktiven
Elementen wie Fallarbeit in Kleingruppen, moderierter Diskussion und
eigenem Erfahrungsaustausch. Ziel ist eine praxisnahe Vermittlung
sowie die Förderung interdisziplinärer Perspektiven.
Zielgruppe:
Ärztinnen und Ärzte (Gynäkologie, Psychiatrie, Allgemeinmedizin),
Psychotherapeut:innen, psychosoziale Fachkräfte sowie alle, die in der
Versorgung geflüchteter Frauen tätig sind.
Notiz:
GYNGynäkologische Psychosomatik 2 · Vortrag/State of the Art · Beitrag 1 von 3 in diesem Slot— Donnerstag 13:00–13:45 · PersonalrestaurantADHS bei Frauen: klinische Relevanz und geschlechtsspezifische Besonderheiten
Anna Raggi · Fertisuisse Basel — Donnerstag 13:00–13:45 · Personalrestaurant · Vortrag/State of the Art · DE · Chair(s): Dorothea Hefti
ADHS bei Frauen rückt zunehmend in den Fokus klinischer Praxis und Forschung. Weibliche Sexualhormone beeinflussen zentrale neuronale Systeme wie Dopamin, Serotonin und GABA und können Aufmerksamkeit, Emotionsregulation sowie exekutive Funktionen wesentlich modulieren. Hormonelle Veränderungen während Pubertät, Menstruationszyklus, Schwangerschaft, Wochenbett und Perimenopause wirken sich häufig direkt auf Symptomatik, Funktionsniveau und therapeutisches Ansprechen aus. Gleichzeitig unterscheiden sich Präsentation, Komorbiditäten und diagnostische Herausforderungen bei Frauen oft deutlich von klassischen ADHS-Konzepten. Die interdisziplinäre Session verbindet Perspektiven aus Gynäkologie, gynäkologischer Endokrinologie, Psychiatrie und Psychologie. Ziel ist es, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse mit praxisnahen klinischen Erfahrungen und Fallbeispielen zu verknüpfen sowie moderne diagnostische und therapeutische Ansätze für Frauen mit ADHS aufzuzeigen.
Notiz:
GYNGynäkologische Psychosomatik 2 · Vortrag/State of the Art · Beitrag 2 von 3 in diesem Slot— Donnerstag 13:00–13:45 · PersonalrestaurantZwischen Anpassung und Überforderung: ADHS bei Frauen im Alltag
Jana Landolt · Animo Coaching — Donnerstag 13:00–13:45 · Personalrestaurant · Vortrag/State of the Art · DE · Chair(s): Dorothea Hefti
ADHS bei Frauen rückt zunehmend in den Fokus klinischer Praxis und Forschung. Weibliche Sexualhormone beeinflussen zentrale neuronale Systeme wie Dopamin, Serotonin und GABA und können Aufmerksamkeit, Emotionsregulation sowie exekutive Funktionen wesentlich modulieren. Hormonelle Veränderungen während Pubertät, Menstruationszyklus, Schwangerschaft, Wochenbett und Perimenopause wirken sich häufig direkt auf Symptomatik, Funktionsniveau und therapeutisches Ansprechen aus. Gleichzeitig unterscheiden sich Präsentation, Komorbiditäten und diagnostische Herausforderungen bei Frauen oft deutlich von klassischen ADHS-Konzepten. Die interdisziplinäre Session verbindet Perspektiven aus Gynäkologie, gynäkologischer Endokrinologie, Psychiatrie und Psychologie. Ziel ist es, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse mit praxisnahen klinischen Erfahrungen und Fallbeispielen zu verknüpfen sowie moderne diagnostische und therapeutische Ansätze für Frauen mit ADHS aufzuzeigen.
Notiz:
GYNGynäkologische Psychosomatik 2 · Vortrag/State of the Art · Beitrag 3 von 3 in diesem Slot— Donnerstag 13:00–13:45 · PersonalrestaurantHormonelle Modulation von ADHS bei Frauen: Dopamin, Serotonin, GABA und klinische Konsequenzen
Anna Raggi · Fertisuisse Basel — Donnerstag 13:00–13:45 · Personalrestaurant · Vortrag/State of the Art · DE · Chair(s): Dorothea Hefti
ADHS bei Frauen rückt zunehmend in den Fokus klinischer Praxis und Forschung. Weibliche Sexualhormone beeinflussen zentrale neuronale Systeme wie Dopamin, Serotonin und GABA und können Aufmerksamkeit, Emotionsregulation sowie exekutive Funktionen wesentlich modulieren. Hormonelle Veränderungen während Pubertät, Menstruationszyklus, Schwangerschaft, Wochenbett und Perimenopause wirken sich häufig direkt auf Symptomatik, Funktionsniveau und therapeutisches Ansprechen aus. Gleichzeitig unterscheiden sich Präsentation, Komorbiditäten und diagnostische Herausforderungen bei Frauen oft deutlich von klassischen ADHS-Konzepten. Die interdisziplinäre Session verbindet Perspektiven aus Gynäkologie, gynäkologischer Endokrinologie, Psychiatrie und Psychologie. Ziel ist es, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse mit praxisnahen klinischen Erfahrungen und Fallbeispielen zu verknüpfen sowie moderne diagnostische und therapeutische Ansätze für Frauen mit ADHS aufzuzeigen.
Notiz:
GYNGynäkologische Psychosomatik 3 · Vorträge & Dialog · Beitrag 1 von 2 in diesem Slot— Donnerstag 14:00–14:45 · PersonalrestaurantGeschlechtsspezifische Aspekte der Diagnostik und Therapie bei ADHS
ADHS bei Frauen rückt zunehmend in den Fokus klinischer Praxis und Forschung. Weibliche Sexualhormone beeinflussen zentrale neuronale Systeme wie Dopamin, Serotonin und GABA und können Aufmerksamkeit, Emotionsregulation sowie exekutive Funktionen wesentlich modulieren. Hormonelle Veränderungen während Pubertät, Menstruationszyklus, Schwangerschaft, Wochenbett und Perimenopause wirken sich häufig direkt auf Symptomatik, Funktionsniveau und therapeutisches Ansprechen aus. Gleichzeitig unterscheiden sich Präsentation, Komorbiditäten und diagnostische Herausforderungen bei Frauen oft deutlich von klassischen ADHS-Konzepten. Die interdisziplinäre Session verbindet Perspektiven aus Gynäkologie, gynäkologischer Endokrinologie, Psychiatrie und Psychologie. Ziel ist es, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse mit praxisnahen klinischen Erfahrungen und Fallbeispielen zu verknüpfen sowie moderne diagnostische und therapeutische Ansätze für Frauen mit ADHS aufzuzeigen.
Notiz:
GYNGynäkologische Psychosomatik 3 · Vorträge & Dialog · Beitrag 2 von 2 in diesem Slot— Donnerstag 14:00–14:45 · PersonalrestaurantDiskussion mit dem Publikum
Die peripartale psychische Erkrankung betrifft bis zu 20% der Mütter und 10% der Väter und gefährdet die Mutter/Vater-Kind-Bindung.
Gynäkologen betreuen Frauen in ihrer Schwangerschaft und sind für Screening und Einleiten von ersten therapeutischen Massnahmen verantwortlich. Pädiater haben durch engmaschige Vorsorgeuntersuchungen direkten Kontakt zum Säugling, wobei sowohl die neuropsychologische Entwicklung als auch die Mutter-Kind-Interaktion beobachtet werden soll. Die interprofessionelle Zusammenarbeit ist essenziell. Während Gynäkologen in der Frühdiagnostik und Schwangerenvorsorge eine Schlüsselrolle spielen, fungieren Kinderärzte oft als das „Netz“ im ersten Lebensjahr.
Gemeinsame Screening-Konzepte, definierte Überweisungswege und ein strukturierter interdisziplinärer Informationsaustausch schließen Versorgungslücken. Beide Fachdisziplinen bilden zusammen mit Hebammen und Mütter-Vater-Beraterinnen eine wichtige Barriere, um eine Chronifizierung der PPD zu verhindern und die kindliche Entwicklung sowie das gesamte Familiensystem zu schützen.
Eine Vernetzung und Einbindung von psychiatrischen und insbesondere kinderpsychiatrischen Einrichtungen ist dabei wichtig, um eine frühzeitige Intervention bei Bedarf möglich zu machen.
Die postpartale Depression (PPD) betrifft bis zu 15% der Mütter und gefährdet die Mutter-Kind-Bindung. Da Gynäkologen primär die Schwangerschaft betreuen und Pädiater durch engmaschige Vorsorgeuntersuchungen direkten Kontakt zum Säugling haben, ist eine intersektorale Zusammenarbeit essenziell. Während Gynäkologen in der Frühdiagnostik und Schwangerenvorsorge eine Schlüsselrolle spielen, fungieren Kinderärzte oft als das „Netz“ im ersten Lebensjahr.
Gemeinsame Screening-Konzepte, definierte Überweisungswege und ein strukturierter interdisziplinärer Informationsaustausch schließen Versorgungslücken. Beide Fachdisziplinen bilden zusammen mit Hebammen eine wichtige Barriere, um eine Chronifizierung der PPD zu verhindern und die kindliche Entwicklung sowie das gesamte Familiensystem zu schützen.
Notiz:
PAEDPädiatrische Psychosomatik 2 · Vortrag — Freitag 11:45–12:30 · Hörsaal Pathologie obenIm Dialog – Pädiatrie in der Kinder- und Jugendpsychiatrie
Linda von Ribbeck · Psychiatrische Dienste Aargau, Klinik für KJP, Psychosomatik & Psychotherapie — Freitag 11:45–12:30 · Hörsaal Pathologie oben · Vortrag · DE · Chair(s): Dirk Büchter
Die Psychosomatik des Kindes- und Jugendalters ist gemäss des Weiterbildungsprogrammes ein Teilgebiet der Kinder- und Jugendpsychiatrie, wenngleich im Alltag wohl Kinderärzte häufig mit psychosomatischen Krankheitsbildern konfrontiert sein werden. Wie steht es also um die Ausbildungslandschaft der Psychosomatik in der Kinderheilkunde und wo kann man die Psychosomatik des Kindes lernen? Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der PDAG trägt als einzige Kinder- und Jugendpsychiatrie in der Schweiz das Wort «Psychosomatik» explizit im Kliniknamen. Welches Angebot dort im stationären, tagesklinischen und ambulanten Setting seit einigen Jahren entwickelt wird, und wie sich der intensive Dialog zwischen Kinderärzten, Kinder- und Jugendpsychiatern und Psychotherapeuten im Alltag gestaltet – all das soll Inhalt des Vortrags sein.
Notiz:
PAEDPädiatrische Psychosomatik 3 · Vortrag — Freitag 13:30–14:15 · Hörsaal Pathologie oben„Kinder aus der Klemme“ ein systemischer Ansatz für Familien in schweren Trennungskrisen
Trennungen und Scheidungen sind heute häufige belastende Lebensereignisse. Während die meisten Paare ihre Konflikte selbst oder mit Unterstützung niederschwelliger Angebote bewältigen, bleibt ein kleiner Teil in anhaltenden Auseinandersetzungen gefangen. Der chronische Stress verursacht nicht nur bei den Kindern, sondern auch bei den Eltern zahlreiche psychosomatische Beschwerden. Darüber hinaus besteht eine nicht unerhebliche transgenerationale Dynamik, da die Kinder keine gesunden Beziehungskompetenzen erlernen.
„Kinder aus der Klemme“ ist ein therapeutisch fundiertes Programm, das Ende der 1990er Jahre in den Niederlanden von Margreet Viser und Justine van Lawick im Sinne eines Multifamilienangebotes entwickelt und mittlerweile vielfach wissenschaftlich evaluiert wurde. Es richtet sich an Familien, die in hochstrittigen Trennungssituationen geraten sind. Kinder, Eltern und das familiäre Umfeld werden gleichermaßen einbezogen. Ein Drittel der Eltern, die im individuellen oder monofamiliären Setting nicht ausreichend aus ihren Konflikten aussteigen konnten, schaffen dies nach dem Besuch dieser Gruppen-Kurse. Ein weiteres Drittel kommt ein gutes Stück voran auf dem Weg, die Bedürfnisse der Kinder wieder in den Mittelpunkt zu stellen.
Das Programm ist methodenintegrativ, klar strukturiert, praxisnah aufgebaut und entfaltet seine volle Wirksamkeit in einer interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Sozialarbeiter und Juristen.
Notiz:
PAEDPädiatrische Psychosomatik 4 · Workshop — Freitag 14:30–15:15 · Hörsaal Pathologie obenWenn die Psyche durch den Körper spricht
Christian Wüthrich — Freitag 14:30–15:15 · Hörsaal Pathologie oben · Workshop · DE · Chair(s): Dirk Büchter
Dissoziative Störungen bei Kindern und Jugendlichen stellen Behandlerinnen und Behandler meist vor grosse diagnostische und therapeutische Herausforderungen. Das Störungsbild umfassen ein breites Spektrum an Symptomen, die sich initial häufig neurologisch präsentieren. Gemeinsam ist diesen Störungsbildern ein Zusammenhang mit psychisch wirksamen Bedingungen in der Entstehung und Auslösung der Symptomatik. Dazu findet sich ein spezifisches Krankheitsverhalten der Betroffenen und ihrer elterlichen Bezugspersonen. Das Festhalten an einem somatischen Krankheitskonzept führt wiederholt zur Inanspruchnahme medizinischer Leistungen und belastet regelhaft die Arzt-Patient-Beziehung. Es verzögert auch die Einleitung einer fachspezifischer Behandlungen. Grundlage einer erfolgreichen Behandlung ist das Erarbeiten eines gemeinsamen, von allen Beteiligten akzeptierten und mitgetragenen Krankheitsverständnisses.
Anhand eines klinischen Fallbeispiels -eines 11 jh. Knaben mit einer dissoziativen Lähmung -werden diagnostische Strategien und therapeutische Grundprinzipien vorgestellt.
Notiz:
CL – CL-Psychosomatik (Chair(s): Alex Frick)
CLKonsil- und Liaison-Psychosomatik 1 / Romandie 2 · Plenarvortrag — Donnerstag 13:00–13:45 · Grosser Hörsaal ZLFPsychosomatique de consultation et de liaison en Suisse – où en sommes-nous aujourd’hui?
Die Konsultations- und Liaison-Psychiatrie / Psychosomatik ist in der Schweiz in den vergangenen Jahren stark gewachsen: die psychiatrische und psychotherapeutische Begleitung der körperlich Kranken hat sich verbessert, die psychosozialen Dimensionen werden vermehrt in der Ausbildung der Studierenden und in der Fort- und Weiterbildung berücksichtigt, und die Forschung hat sich intensiviert. Es bleiben viele Herausforderungen: wie kann die klinische Versorgung angesichts der begrenzten Ressourcen und der bedeutenden Prävalenz von psychiatrischer Komorbidität in der Somatik gewährleistet werden? Warum scheitern wissenschaftlich basierte Modelle der Effizienzsteigerung der Liaison-Psychiatrie an den institutionellen Realitäten? Wie können Liaison Interventionen von denen es erfolgreiche Ansätze gibt, verbreitet und ausgebaut werden? Warum finden andere Aufgaben wie die Experten Rolle (gate keeper) der Liaison-Psychiatrie nur wenige Beachtung, obwohl sie sehr umstritten sind? Der Vortrag versucht den Stand der Liaison-Psychiatrie in der Schweiz zusammenzufassen und einige Antworten auf die vorhergehenden Fragen zu geben.
Notiz:
CLKonsil- und Liaison-Psychosomatik 2 · 2 Einzelvorträge · Beitrag 1 von 2 in diesem Slot— Freitag 09:15–10:00 · Hörsaal Pathologie obenSomPsyNet – Erkennung und Unterstützung von psychosozial belasteten Patient:innen im Spital
Gunther Meinlschmidt, Anja Studer · Klinik für Psychosomatik, Universitätsspital Basel / Gesundheitsdepartment Basel Stadt — Freitag 09:15–10:00 · Hörsaal Pathologie oben · 2 Einzelvorträge · DE · Chair(s): Alex Frick
Das Versorgungsmodell SomPsyNet verfolgt das Ziel, die Versorgung von somatischen Patient:innen mit psychosozialen Belastungen durch ein systematisches Screening sowie eine strukturierte interdisziplinäre Vernetzung zu verbessern. Im Rahmen der Präsentation werden das Versorgungsmodell, seine Ziele sowie zentrale Erkenntnisse zur interdisziplinären Zusammenarbeit vorgestellt. Anhand erster Studienergebnisse werden Chancen, Herausforderungen und potenzielle Auswirkungen auf die klinische Praxis diskutiert.
Notiz:
CLKonsil- und Liaison-Psychosomatik 2 · 2 Einzelvorträge · Beitrag 2 von 2 in diesem Slot— Freitag 09:15–10:00 · Hörsaal Pathologie obenWenn die Haut ins Gespräch kommt – Liaisonarbeit als Brücke zwischen Dermatologie und Psychosomatik
Eva Loos, Maximilian Böhm · Universitätsspital Basel, Psychosomatik & Dermatologie / Universitätsspital Basel, Dermatologie — Freitag 09:15–10:00 · Hörsaal Pathologie oben · 2 Einzelvorträge · DE · Chair(s): Alex Frick
Die enge Wechselwirkung zwischen Haut und Psyche gewinnt zunehmend an Aufmerksamkeit – in der klinischen Praxis wie auch in der Forschung. Viele dermatologische Erkrankungen gehen mit erheblicher psychischer Belastung, eingeschränkter Lebensqualität sowie einer erhöhten Prävalenz von Angststörungen und Depression einher. Gleichzeitig können psychische Faktoren den Verlauf und die Bewältigung von Hauterkrankungen beeinflussen. Eine rein somatische Versorgung wird dieser Komplexität häufig nicht gerecht. Die psychodermatologische Versorgung eröffnet einen gemeinsamen Behandlungsraum, in dem dermatologische und psychosomatisch-psychiatrische Perspektiven miteinander in Dialog treten. Die Liaisonarbeit schafft die strukturellen Voraussetzungen für diesen Austausch und ermöglicht eine bedarfsorientierte, patientenzentrierte und integrierte Versorgung. In diesem Vortrag möchten wir die psychodermatologische Liaisontätigkeit am USB vorstellen.
Notiz:
K – Kardiopsychosomatik – Psychophysiologie, Belastungsverarbeitung und Versorgung (Chair(s): Roland von Känel, Monika Sadlonova)
KKardiopsychosomatik 1 · State-of-the-Art-Lecture — Freitag 09:15–10:00 · Grosser Hörsaal ZLFKardiopsychosomatik im Dialog – State-of-the-Art zu Herz und Psyche
Roland von Känel · USZ Zürich — Freitag 09:15–10:00 · Grosser Hörsaal ZLF · State-of-the-Art-Lecture · DE · 🎧 DE↔FR (Kabine) · Chair(s): Niklaus Egloff
Kardiopsychosomatik im Dialog – State-of-the-Art zu Herz und Psyche
Kardiopsychosomatik, Psychokardiologie, Psycho-Cardio-Team: Schon die Begriffe zeigen, dass Herz und Psyche nur im Dialog angemessen verstanden und behandelt werden können. Das Referat gibt ein State-of-the-Art-Update zu den wechselseitigen Beziehungen zwischen psychosozialen Faktoren und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Stress, depressive Symptome, Angst, Feindseligkeit, soziale Isolation und Schlafstörungen können kardiovaskuläres Risiko und Prognose beeinflussen. Umgekehrt können Herzerkrankungen psychische Belastung auslösen oder verstärken. Vorgestellt werden zentrale bio-psycho-soziale Mechanismen und klinisch umsetzbare Ansatzpunkte wie gezieltes Screening mit nachfolgender Abklärung, Triage und Überweisung, Bewegung und Rehabilitation, Psychotherapie, positive Ressourcen sowie sorgfältig indizierte Psychopharmakotherapie. Ziel ist eine integrierte, patientenzentrierte Herzmedizin, die psychosomatische Perspektiven in Diagnostik, Behandlung und Nachsorge verankert.
Notiz:
KKardiopsychosomatik 2 · Wiss. Symposium (3 Vorträge) · Beitrag 1 von 3 in diesem Slot— Freitag 10:15–11:00 · Hörsaal Pathologie untenSchweizer Rehabilitationsdaten und Mortalität: Verknüpfung nationaler Reha-Qualitäts-Daten mit Sterberegister-Daten
Lena Jellestad · USZ Zürich, Klinik für Konsiliarpsychiatrie und Psychosomatik — Freitag 10:15–11:00 · Hörsaal Pathologie unten · Wiss. Symposium (3 Vorträge) · DE · Chair(s): Roland von Känel, Monika Sadlonova
Titel: Schweizer Rehabilitationsdaten und Mortalität: Verknüpfung nationaler Reha-Qualitäts-Daten mit Sterberegister-Daten (Referierende: PD Dr. med. Lena Jellestad)
Symposiumsabstract: Psychokardiologische Faktoren sind für Verlauf, Prognose und Lebensqualität bei Herzerkrankungen von zentraler Bedeutung, doch ihre systematische Integration in die Versorgungsstrukturen bleibt eine Herausforderung. Dieses Symposium vereint empirische Befunde und klinische Ansätze, um die psychokardiologische Perspektive als unverzichtbaren Bestandteil der multiprofessionellen Behandlung hervorzuheben. Ziel ist es, Forschung und Praxis zu verbinden und die Relevanz psychokardiologischer Aspekte in der kardiologischen Versorgung zu untermauern.
Abstract: Der erste Beitrag präsentiert erste Ergebnisse eines schweizweiten Forschungsprojekts (n=82.000), das nationale Qualitätsdaten der stationären Rehabilitation mit Mortalitätsdaten des bundesweiten Sterberegisters verknüpft, um somatische und psychosoziale Risikoprofile für das Survival nach Rehabilitation zu identifizieren.
Notiz:
KKardiopsychosomatik 2 · Wiss. Symposium (3 Vorträge) · Beitrag 2 von 3 in diesem Slot— Freitag 10:15–11:00 · Hörsaal Pathologie untenBiopsychosoziale Prädiktoren bei KHK: Depressivität, Angst, BMI, LDL und soziale Unterstützung als Prädiktoren somatischer Symptome
Sebastian Euler · USZ Zürich, Klinik für Konsiliarpsychiatrie und Psychosomatik — Freitag 10:15–11:00 · Hörsaal Pathologie unten · Wiss. Symposium (3 Vorträge) · DE · Chair(s): Roland von Känel, Monika Sadlonova
Titel: Biopsychosoziale Prädiktoren bei KHK: Depressivität, Angst, BMI, LDL und soziale Unterstützung als Prädiktoren somatischer Symptome
Referierender: PD Dr. med. Sebastian Euler
Abstract: Der zweite Beitrag widmet sich einer aktuellen Studie am Universitätsspital Zürich, die im Rahmen eines biopsychosozialen Ansatzes untersucht, wie depressive und ängstliche Symptome in Kombination mit biologischen Parametern (BMI, LDL) und sozialer Unterstützung somatische Symptome bei koronarer Herzkrankheit vorhersagen.
Notiz:
KKardiopsychosomatik 2 · Wiss. Symposium (3 Vorträge) · Beitrag 3 von 3 in diesem Slot— Freitag 10:15–11:00 · Hörsaal Pathologie untenAngstmodulation aus psychodynamischer Sicht: Klinische Vignetten zu Beziehungserfahrungen, biografischem Kontext und Todesangst
Martin Fillinger · USZ Zürich, Klinik für Konsiliarpsychiatrie und Psychosomatik — Freitag 10:15–11:00 · Hörsaal Pathologie unten · Wiss. Symposium (3 Vorträge) · DE · Chair(s): Roland von Känel, Monika Sadlonova
Titel: Angstmodulation aus psychodynamischer Sicht: Klinische Vignetten zu Beziehungserfahrungen, biografischem Kontext und Todesangst (Referierender: Dr. rer. nat. Martin Fillinger)
Abstract: Der dritte Beitrag beleuchtet die Angstmodulation aus psychodynamischer Sicht. Anhand klinischer Vignetten werden ätiologische Zusammenhänge zwischen Beziehungserfahrungen, biografischem Kontext und Todesangst analysiert, um daraus differenzierte psychotherapeutische Interventionen abzuleiten.
Notiz:
KKardiopsychosomatik 3 · 2 Einzelvorträge · Beitrag 1 von 2 in diesem Slot— Freitag 11:45–12:30 · Hörsaal Pathologie untenKardiopsychosomatische Liaisontätigkeit
Monika Sadlonova, Ingo Kutschka · Universitätsmedizin Göttingen / Universitätsspital Basel, Herzchirurgie — Freitag 11:45–12:30 · Hörsaal Pathologie unten · 2 Einzelvorträge · DE · Chair(s): Roland von Känel, Monika Sadlonova
(kein Abstract hinterlegt)
Notiz:
KKardiopsychosomatik 3 · 2 Einzelvorträge · Beitrag 2 von 2 in diesem Slot— Freitag 11:45–12:30 · Hörsaal Pathologie untenHerz über Kopf: Psychokardiologische Längsschnitt-Studie in der ambulanten kardialen Rehabilitation
Stefan Brokatzky, Rahel Sila, Germann N., Buser M., Brülisauer S., Schmid D. · Kantonsspital St. Gallen, Klinik für Psychosomatik und Konsiliarpsychiatrie — Freitag 11:45–12:30 · Hörsaal Pathologie unten · 2 Einzelvorträge · DE · Chair(s): Roland von Känel, Monika Sadlonova
Titel: Herz über Kopf: Psychokardiologische Längsschnitt-Studie in der ambulanten kardialen Rehabilitation
(Referierende: Brokatzky S., Sila, R., Germann N., Buser M., Brülisauer, S., Schmid D.)
Die ambulante kardiologische Rehabilitation (AKR) zielt neben der körperlichen Wiederherstellung auch auf die psychosoziale Gesundheit der Betroffenen. Das Zusammenspiel von psychologischer Belastung und herzbezogener Lebensqualität ist gut untersucht, allerdings mehrheitlich in Querschnittsstudien ohne zeitlichen Verlauf.
In der vorliegenden Längsschnittstudie wurden Patient:innen einer ambulanten kardialen Rehabilitation zu Beginn (T0) und nach neun Wochen (T1) mit validierten Fragebogeninstrumenten erfasst (HeartQoL, IES-R, PHQ-9, GAD-7) sowie somatischen Faktoren untersucht. Es wurden Veränderungen der herzspezifischen Lebensqualität und der Traumasymptomatik über den Rehabilitationsverlauf sowie die prädiktive Rolle von Depressivität, Angst und funktioneller Kapazität fokussiert. Besonderes Augenmerk galt Geschlechterunterschieden in Ausgangsniveau und Verlauf sowie mögliche Faktoren, die einen Abbruch der Reha mitbedingen können. Die Ergebnisse werden im Sinne des Kongressmottos dialogisch aufbereitet: Somatische und psychosoziale Perspektiven, ärztliche und psychologische Unterstützungsangebote sowie Befunde zu Herz und Kopf werden gemeinsam diskutiert — somato-psychisch und psychosomatisch.
Notiz:
KKardiopsychosomatik 4 · 3 Einzelvorträge · Beitrag 1 von 3 in diesem Slot— Freitag 13:30–14:15 · Hörsaal Pathologie untenWarum ich? Der Einfluss subjektiver Krankheitsursachen und Wahrnehmungen auf posttraumatische Symptome nach Myokardinfarkt
Lisa Schmid, Meriel Attinger — Freitag 13:30–14:15 · Hörsaal Pathologie unten · 3 Einzelvorträge · DE · Chair(s): Roland von Känel, Monika Sadlonova
Hintergrund: Ein Myokardinfarkt (MI) stellt ein potenziell traumatisches Ereignis dar, das bei einem Teil der Betroffenen zu posttraumatischen Belastungssymptomen (PTBS) führen kann. Subjektive Ursachenzuschreibungen im Sinne der individuellen Frage „Warum ich?“ spielen möglicherweise eine zentrale Rolle in der kognitiven Verarbeitung des Ereignisses. Methoden: Die vorliegende Studie basiert auf einer Sekundäranalyse der prospektiven, randomisierten kontrollierten MI-SPRINT-Studie (Analysestichprobe n = 144). Untersucht wurde der Zusammenhang zwischen subjektiven Ursachenzuschreibungen und PTBS-Symptomatik drei Monate nach einem akuten MI sowie die moderierende Rolle von peritraumatischer Angst und wahrgenommener Kontrollüberzeugung über die Erkrankung. Die PTBS-Symptomatik wurde mit der Clinician- Administered PTSD Scale (CAPS) erfasst. Ursachenzuschreibungen wurden über das offene Item des Brief Illness Perception Questionnaire (BIPQ-R) erhoben und anhand eines validierten Kategoriensystems kodiert.
Ergebnisse: Drei Monate nach dem MI zeigten sich signifikante Unterschiede in der PTBS-Symptomatik in Abhängigkeit von der Ursachenzuschreibung (η² = .10): Teilnehmende mit psychologischen Zuschreibungen wiesen höhere Symptomwerte auf als jene mit körperlichen Erklärungen. Moderationsanalysen zeigten, dass sowohl peritraumatische Angst (ηp² = .13) als auch wahrgenommene Kontrollüberzeugung (ηp² = .12) den Zusammenhang zwischen Ursachenzuschreibungen und PTBS- Symptomatik signifikant moderierten. Explorative Analysen ergaben, dass sich diese Effekte insbesondere in den Symptomclustern Vermeidung und Hyperarousal, nicht jedoch im Wiedererleben, widerspiegeln.
Schlussfolgerung: Subjektive Ursachenzuschreibungen stehen in Zusammenhang mit posttraumatischen Belastungssymptomen nach MI, insbesondere im Zusammenspiel mit emotionalen und kognitiven Faktoren wie Angst und Kontrollüberzeugungen. Die Ergebnisse unterstreichen die klinische Bedeutung einer frühzeitigen Erfassung kognitiver Bewertungsprozesse nach einem Myokardinfarkt.
Notiz:
KKardiopsychosomatik 4 · 3 Einzelvorträge · Beitrag 2 von 3 in diesem Slot— Freitag 13:30–14:15 · Hörsaal Pathologie untenICD-Schocks als Prädiktor für niedrige Schlafqualität bei Patient:innen mit implantiertem Defibrillator
Eleonora Esser — Freitag 13:30–14:15 · Hörsaal Pathologie unten · 3 Einzelvorträge · DE · Chair(s): Roland von Känel, Monika Sadlonova
Hintergrund: Patientinnen und Patienten mit implantierbarem Kardioverter Defibrillator (ICD) berichten häufig über Schlafprobleme. Insbesondere ICD-Schocks können als belastend erlebt werden und die subjektive Schlafqualität beeinträchtigen.
Methoden: Die vorliegende Studie basiert auf Daten einer monozentrischen ICD-Studie am Universitätsspital Zürich. Eingeschlossen wurden 422 Patientinnen und Patienten mit ICD oder CRT-D. Die subjektive Schlafqualität wurde mit dem Pittsburgh Sleep Quality Index (PSQI) erfasst. Untersucht wurde der Zusammenhang zwischen der Anzahl erlebter ICD-Schocks und der Schlafqualität. Zusätzlich wurden demografische und klinische Variablen, darunter Geschlecht, Alter, Myokardinfarkt-Anamnese, Raucherstatus, Arbeitsstatus, Zivilstand und Bildungsniveau, berücksichtigt.
Ergebnisse: Die mittlere PSQI-Gesamtpunktzahl lag bei 5.60, wobei 41.2 % der Teilnehmenden eine beeinträchtigte Schlafqualität aufwiesen. Eine höhere Anzahl erlebter ICD-Schocks war signifikant mit schlechterer Schlafqualität assoziiert. Dieser Zusammenhang blieb auch nach Adjustierung für relevante Kovariaten bestehen. Darüber hinaus zeigte sich, dass Frauen höhere PSQI-Werte und damit eine schlechtere subjektive Schlafqualität berichteten als Männer. In erweiterten Analysen war zudem ein universitärer Bildungsabschluss mit besseren Schlafwerten verbunden, während Alter, Raucherstatus und Zivilstand keine signifikanten Zusammenhänge mit der Schlafqualität zeigten.
Schlussfolgerung: ICD-Schocks stehen in Zusammenhang mit reduzierter subjektiver Schlafqualität bei Patientinnen und Patienten mit ICD. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer routinemässigen Erfassung von Schlafproblemen in der klinischen Versorgung dieser Patientengruppe. Psychoedukation, Entspannungsverfahren und kognitiv-verhaltenstherapeutische Ansätze könnten dazu beitragen, schockbezogene Ängste zu reduzieren und die Schlafqualität zu verbessern.
Notiz:
KKardiopsychosomatik 4 · 3 Einzelvorträge · Beitrag 3 von 3 in diesem Slot— Freitag 13:30–14:15 · Hörsaal Pathologie untenPsychologische Verarbeitung kardialer Ereignisse: Emotionale, kognitive und somatische Perspektiven
Livia Zbinden, Denise Gabriel — Freitag 13:30–14:15 · Hörsaal Pathologie unten · 3 Einzelvorträge · DE · Chair(s): Roland von Känel, Monika Sadlonova
Hintergrund: Ein Myokardinfarkt kann als potenziell traumatisches Ereignis erlebt werden und zur Entwicklung posttraumatischer Belastungssymptome (PTSS) beitragen. Neben medizinischen Faktoren rücken individuelle emotionale Verarbeitungsprozesse sowie die subjektive Krankheitswahrnehmung zunehmend in den Fokus.
Ziel: Ziel der Studie war es, den Zusammenhang zwischen Alexithymie und PTSS nach Myokardinfarkt zu untersuchen sowie die moderierende Rolle der negativen Krankheitswahrnehmung zu analysieren.
Methoden: Grundlage bildeten Daten von 190 Patient:innen aus der randomisiert kontrollierten MI-SPRINT-Studie nach akutem Myokardinfarkt. PTSS wurden mittels Clinician-Administered PTSD Scale (CAPS) erfasst, Alexithymie mit der Toronto Alexithymia Scale (TAS-20) und die Krankheitswahrnehmung mit dem Brief Illness Perception Questionnaire (BIPQ-R). Zur Hypothesenprüfung wurden lineare und moderierte Regressionsanalysen unter Kontrolle von Alter, Geschlecht und Gruppenzugehörigkeit durchgeführt.
Ergebnisse: Höhere Alexithymie-Werte sagten eine stärkere Ausprägung von PTSS signifikant vorher. Insbesondere die Subskalen „Schwierigkeiten, Gefühle zu identifizieren“ (DIF) und „Schwierigkeiten, Gefühle zu beschreiben“ (DDF) erwiesen sich als signifikante Prädiktoren, während „extern orientiertes Denken“ (EOT) keinen signifikanten Zusammenhang zeigte. Zudem verstärkte eine negativere Krankheitswahrnehmung den Zusammenhang zwischen Alexithymie (insbesondere DIF) und PTSS.
Schlussfolgerung: Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung emotionaler Verarbeitungsdefizite und maladaptiver Krankheitswahrnehmungen für die Entwicklung posttraumatischer Belastungssymptome nach Myokardinfarkt. Psychologische Interventionen sollten daher gezielt auf die Förderung emotionaler Verarbeitung sowie die Modifikation dysfunktionaler Krankheitsüberzeugungen ausgerichtet sein.
Notiz:
KKardiopsychosomatik 5 · Workshop — Freitag 14:30–15:15 · Hörsaal Pathologie untenDie 24-Stunden-Messung der Herzratenvariabilität als psychosomatisches Kommunikationstool
Elisabeth Balint · Privatklinik Meiringen — Freitag 14:30–15:15 · Hörsaal Pathologie unten · Workshop · DE · Chair(s): Roland von Känel, Monika Sadlonova
Titel: Die 24-Stunden-Messung der Herzratenvariabilität als psychosomatisches Kommunikationstool (Referierende PD Dr. med. Elisabeth Balint)
Chronischer Stress führt zu einer Dysregulation des autonomen
Nervensystems (ANS) und erhöht das Risiko für psychische
Erkrankungen wie Depression, aber auch für somatische Erkrankungen
wie koronare Herzerkrankung. Die Herzratenvariabilität (HRV) dient
dabei als sensibler, nicht-invasiver Marker für die Anpassungsfähigkeit
des Organismus an psychosoziale Belastungen. Mithilfe einer Langzeit-
Messung über 24 Stunden kann sie genutzt werden, um Stress und
Erholung individuell sichtbar zu machen. Dieser Workshop zeigt
Möglichkeiten und Grenzen der HRV-basierten Beratung auf.
Studienergebnisse sowohl aus dem präventiven Kontext im Bereich der
Arbeitsmedizin als auch aktuelle Anwendungserfahrungen in der
klinischen Psychiatrie werden präsentiert.
Notiz:
IP – Institutionelle Psychosomatik im Dialog: Zusammenarbeit nach innen und aussen (Chair(s): Doris Straus)
IPInstitutionelle Psychosomatik · Workshop — Freitag 09:15–10:00 · PersonalrestaurantInterdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit – der Zaubertrank der institutionellen Psychosomatik?
Titel: Interdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit – der Zaubertrank der institutionellen Psychosomatik?
Hintergrund: Institutionelle Psychosomatik arbeitet an Nahtstellen. Sie verbinden unterschiedliche professionelle Perspektiven innerhalb der Klinik und über institutionelle Grenzen hinweg.
Ziele: Der Workshop reflektiert interdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit als zentrale klinische und institutionelle Kompetenz der Psychosomatik.
Zusammenarbeit nach innen: Ein erster Input von Nina Bischoff und ihrem Klinik-Team aus der Psychosomatik des Inselspitals Bern fokussiert auf die Zusammenarbeit innerhalb eines psychosomatischen Teams.
Zusammenarbeit nach aussen: In einem zweiten Input wird die Kooperation mit externen Partnern (Schmerztherapie, Spinale Chirurgie und Physiotherapie zusammen mit der Psychosomatik) am Beispiel der Abklärung und Versorgung von Patient*innen mit chronischen Schmerzen durch das Wirbelsäulenzentrum am Universitätsspital Basel vorgestellt.
Diskussion: Zusammen mit den Teilnehmenden soll diskutiert werden, welche Faktoren das Potenzial interdisziplinärer und interprofessioneller Zusammenarbeit stärken und woran wir erkennen können, dass sie im Rahmen institutioneller Psychosomatik erfolgreich umgesetzt wird.
PTPsychotherapeutische Psychosomatik 1 · 2 Einzelvorträge · Beitrag 1 von 2 in diesem Slot— Freitag 09:15–10:00 · FestsaalPsychotherapeutische Psychosomatik im Dialog von Körper, Affekt und Beziehung
PTPsychotherapeutische Psychosomatik 1 · 2 Einzelvorträge · Beitrag 2 von 2 in diesem Slot— Freitag 09:15–10:00 · FestsaalPsychosomatik im Dialog – Balint-Gruppenarbeit zwischen Tradition und Transformation
Sebastian Schildbach · Praxisgemeinschaft für Psychosomatik — Freitag 09:15–10:00 · Festsaal · 2 Einzelvorträge · DE · Chair(s): Katharina Gessler, Chrysovalandis Schwale
Titel: „Psychosomatik im Dialog – Balint-Gruppenarbeit zwischen Tradition und Transformation“ (Referierender Sebastian Schildbach)
Hintergrund: Gesellschaftliche Veränderungen haben soziale
Beziehungen stark beeinflusst – auch in medizinischen
Behandlungssituationen. In der Balint-Gruppenarbeit zeigt sich
zunehmend, dass die Arzt-Patient-Beziehung nicht nur dyadisch zu
betrachten ist, sondern in einen breiteren gesellschaftlichen Kontext
eingebettet ist. Entwicklungen wie verstärkte Aussenorientierung,
Externalisierung von Verantwortung oder kompensatorische
Reparaturversuche erschweren die Beziehungsgestaltung im klinischen
Alltag.
Ziel: Der Beitrag untersucht, wie gesellschaftliche
Strukturveränderungen mit Veränderungen Ich-struktureller Funktionen
und emotionaler Resonanzfähigkeit einhergehen und welche Bedeutung
dies für die Arzt-Patient-Beziehung und Balint-Gruppenarbeit hat.
Vorgehen: Basierend auf Erfahrungen aus der Balint-Gruppenarbeit
werden typische Beziehungskonstellationen und Interaktionsmuster
analysiert. Im Fokus steht die gemeinsame Reflexion klinischer
Begegnungen im Rahmen patientenzentrierter Selbsterfahrung.
Ergebnisse: Balint-Gruppen bieten einen strukturierten Reflexionsraum,
in dem Beziehungsdynamiken verständlich werden und zentrale Ich-
strukturelle Kompetenzen – insbesondere Intentionalität, Empathie und
kommunikative Differenzierung – gestärkt werden. Dies fördert die
professionelle Beziehungsfähigkeit, eine differenziertere Arzt-Patient-
Beziehung und langfristig die seelische Stabilität sowie
gesundheitsförderliche soziale Beziehungen im medizinischen Kontext.
Notiz:
PTPsychotherapeutische Psychosomatik 2 · Plenarvortrag — Freitag 10:15–11:00 · Grosser Hörsaal ZLFPsychotherapie im psychosomatischen Kontext vor dem Hintergrund aktueller neurobiologischer Erkenntnisse
PTPsychotherapeutische Psychosomatik 3 · Workshop — Freitag 11:45–12:30 · PersonalrestaurantPsychosomatik im Dialog: Kunsttherapie als Brücke zwischen Patient*innenerleben und ärztlicher Kommunikation
Perspektive 1: Psicosomatica in dialogo: l’arteterapia come ponte tra l’esperienza del/della paziente e la comunicazione medica (Referierende: Frau Dr. med. Maria Grazia Canepa)
Abstract: I disturbi psicosomatici rivestono un’elevata rilevanza nell’assistenza medica e pongono specifiche sfide in termini di anamnesi, inquadramento diagnostico e relazione terapeutica. Non di rado persiste una discrepanza tra l’esperienza soggettiva delle pazienti e dei pazienti e la valutazione medica, in particolare quando sono in primo piano esperienze preverbali, sensazioni corporee diffuse o concetti di malattia ambivalenti. Gli approcci arteterapeutici offrono un accesso complementare non verbale ai processi interni, consentendo di rappresentare in forma simbolica le dimensioni emotive, somatiche e relazionali. In tal modo diventano visibili aspetti che sfuggono a un‘esplorazione esclusivamente verbale e che possono essere integrati in un processo condiviso di comprensione medico-terapeutica. L’arteterapia crea quindi uno spazio dialogico che approfondisce la comprensione medica delle sintomatologie psicosomatiche e migliora la qualità della comunicazione clinica.
Il contributo presenta i fondamenti teorici dell’arteterapia nel contesto psicosomatico e ne discute la rilevanza per la comunicazione medica, l’orientamento diagnostico e il processo di cura.
Verranno presentati anche casi clinici con percorsi in arteterapia nel trattamento della sindrome da dolore cronico e di patologie oncologiche e nell’elaborazione di vissuti traumatici.
Obiettivo è mostrare il potenziale di procedimenti arteterapeutici come ponte tra l’esperienza soggettiva del/della paziente e la comprensione medica.
Perspektive 2: Psychosomatik im Dialog: Kunsttherapie als Brücke zwischen Patient*innenerleben und ärztlicher Kommunikation (Roberta Pedrinis Psychologin und Psychotherapeutin und zertifizierte Maltherapeutin)
Abstract: Pyshosomatiche Beschwerden sind in der ärztlichen Versorgung von hoher Relevanz und stellen besondere Anforderungen an Anamnese, diagnostiche Einordnung und Beziehungsarbeit. Nicht selten bleibt eine Diskrepanz zwischen dem subjektiven Erleben der Patientinnen und Patienten und der ärztlichen Einschätzung bestehen, insbesondere wenn vorsprachliche Erfahrungen, affine Körpersensationen oder ambivalente Krankheitskonzepte im Vordergrund stehen
Kunsttherapeutische Ansätze bieten einen ergänzenden, nonverbalen Zugang zu inneren Prozessen und ermöglichen es emotionale, somatische und relationale Dimensionen bildhaft darzustellen. Dadurch werden Aspekte sichtbar, die sich einer rein sprachlichen Exploration entziehen, und könnnen in einen gemeinsamen ärztlich-therapeutischen Deutungsprozess integriert werden. Kunsttherapie schafft somit einen dialogischen Raum, der das ärztliche Verstehen psychosomaticher Symptomatiken vertieft und die kommunikative Anschlussfähigkeit verbessert.
Der Vortrag stellt theoretische Grundlagen kunsttherapeutischer Arbeit im psychosomatischen Kontext vor und diskutiert deren Relevanz für ärztliche Kommunikation, diagnostische Orientierung und den Behandlungsprozess. Ziel ist es, das Potential kunsttherapeutischer Verfahren als Brücke zwischen Patient*innenerleben und ärztlichem Verstehen aufzuzeigen.
Es werden auch klinische Fallbeispiele mit kunsttherapeutischen Behandlungsverläufen bei chronischen Schmerzsyndromen und onkologischen Erkrankungen sowie zur Verarbeitung traumatischer Erlebnisse vorgestellt.
Notiz:
PTPsychotherapeutische Psychosomatik 4 · Workshop — Freitag 13:30–14:15 · PersonalrestaurantPsychosomatik im Dialog mit Kunst- und gestaltungstherapeutischen Interventionen («expressive arts therapy»)
Peter Mai · Psychiatrie, Psychotherapie, Psychoonkologie — Freitag 13:30–14:15 · Personalrestaurant · Workshop · DE · Chair(s): Katharina Gessler, Chrysovalandis Schwale
Titel: Psychosomatik im Dialog mit Kunst-und Gestaltungstherapeutische Interventionen («expressive arts therapy»)
Abstract: Wenn Worte nicht ausreichen lassen sich kreative Prozess als Wirkfaktor
in der Verarbeitung psychosomatischer Erkrankungen und als erlebnis-
und resourcenorientierter Ansatz im psychosomatischen und
psychotherapeutischen Behandlungsprocedere konstruktiv nutzbar
machen. Die kreative und gestaltungstherapeutische Umgestaltung
psychopathologischer Ereignisse wird anhand konkreter
Patientenbeispiele transparent gemacht.
Nach Einführung in die wichtigsten Parameter (autonomy control,
decentering, intermodaler transfer, low skills with high sensitivity,
triangulation) der kunst- und gestaltungstherapeutischen Prozessarbeit
werden diese Parameter dann auch an konkreten Patientenbeispielen
transparent gemacht.
In einem anschliessenden praktischen Teil lernen die
Workshopteilnehmenden wie sie selbst diese Parameter je nach
spezifischer Konfliktsituation im dialogischen psychosomatischen
Prozessgeschehen anwenden können.
Notiz:
PTPsychotherapeutische Psychosomatik 5 · Workshop — Freitag 14:30–15:15 · PersonalrestaurantKörperorientierte Traumatherapie mit Karate-do für kriegstraumatisierte Kinder und Jugendliche
Sexualmedizinische Themen und Beschwerden sind sehr häufig in das
Hausarztpraxis und bei gynäkologischen/urologischen und
psychosomatische Fragestellungen . Sie werden aber von uns Ärzt:innen
viel zu selten angesprochen, obwohl Patient:innen sich das wünschen
würden.
Häufig nützt eine kurze Beratung und Einordnung der Beschwerden. "
Ist das normal?" Sexuelle Störungen können aber auch auf andere
Erkrankungen hinweisen. z.B. Erektile Dysfunktion und Arteriosklerose.
Warum ist das Ansprechen der Sexualität in der Anamnese so schwierig?
Wie umgehen mit der Scham? Wie können Sie sich Weiterbilden. Im
Dialog mit den Teilnehmern wird mit Hilfe von Patient:innen Beispielen
das Thema verdeutlicht und mit den Fragen der Teilnehmer:innen
vertieft werden. Eigene Beispiele der Teilnehmer:innen sind
willkommen.
Notiz:
SEXSexualmedizin 2 · Workshop — Freitag 13:30–14:15 · PanoramaReden wir über Sex! – Erektionsstörungen
Erektionsstörungen beschäftigen 10-50% der Männer. Ein Viertel der
Frauen klagt über vermindertes sexuelles Begehren. Die Sexualität
bereitet vielen unserer Patient:innen Kummer. Sie wird in der
medizinischen Praxis jedoch oft nicht thematisiert, weil Zeit, Vokabular
oder Behandlungskonzepte fehlen. Diese interaktiven, praxisnahen
Workshops vermitteln Grundlagen einer Körperorientierten und
achtsamkeitsbasierten Sexualberatung nach dem Sexocorporel-Konzept.
Sie regen die Gesprächsführung über Sexualität und einfaches
Intervenieren an bei Erektionsstörungen (Workshop 1) und bei
Störungen des weiblichen Begehrens (Workshop 2). Sie können einzeln
oder auch beide besucht werden.
Notiz:
SEXSexualmedizin 3 · Workshop — Freitag 14:30–15:15 · PanoramaReden wir über Sex! - Fehlendes Begehren bei der Frau
Erektionsstörungen beschäftigen 10-50% der Männer. Ein Viertel der
Frauen klagt über vermindertes sexuelles Begehren. Die Sexualität
bereitet vielen unserer Patient:innen Kummer. Sie wird in der
medizinischen Praxis jedoch oft nicht thematisiert, weil Zeit, Vokabular
oder Behandlungskonzepte fehlen. Diese interaktiven, praxisnahen
Workshops vermitteln Grundlagen einer Körperorientierten und achtsamkeitsbasierten Sexualberatung nach dem Sexocorporel-Konzept.
Sie regen die Gesprächsführung über Sexualität und einfaches
Intervenieren in der Arztpraxis an bei Erektionsstörungen (Workshop 1)
und bei Störungen des weiblichen Begehrens (Workshop 2). Sie können
einzeln oder auch beide besucht werden.
CSChronische Schmerzen 1 · 2 Einzelvorträge · Beitrag 1 von 2 in diesem Slot— Donnerstag 13:00–13:45 · FestsaalSchmerz im Dialog: Wie Gehirn, Körper und Kontext Symptomrealität formen
Titel: Schmerz im Dialog: Wie Gehirn, Körper und Kontext Symptomrealität formen (Referierende:r Dr. med. Katharina Gessler)
Abstract: Chronische Schmerzstörungen entstehen aus einem fortlaufenden Dialog
zwischen Gehirn, Körper und Kontext. Moderne Modelle wie Predictive
Processing und neuroimmunologische Interaktionen zeigen, dass
Schmerz nicht nur ein sensorisches Signal ist, sondern Folge eines
aktiven und komplexen Prozesses. Erwartungen, Lernerfahrungen,
Unsicherheit und soziale Faktoren prägen, wie das Gehirn Signale
interpretiert und Symptomrealität formt. Der Vortrag verbindet aktuelle
neurobiologische Erkenntnisse mit psychosomatischer Praxis und zeigt,
wie therapeutische Beziehung, Sprache und gezielte Interventionen
Vorhersagemodelle verändern können. Unter dem Motto
„Psychosomatik im Dialog“ wird deutlich, wie interdisziplinäre
Perspektiven neue Zugänge zur Behandlung chronischer Schmerzen
eröffnen.
Notiz:
CSChronische Schmerzen 1 · 2 Einzelvorträge · Beitrag 2 von 2 in diesem Slot— Donnerstag 13:00–13:45 · FestsaalChronische primäre Schmerzen: neuronale, psychophysiologische und psychosoziale Dimensionen
Salome Häuselmann · Universität Bern — Donnerstag 13:00–13:45 · Festsaal · 2 Einzelvorträge · DE · Chair(s): Nina Bischoff
Titel: Chronische primärere Schmerzen: neuronale, psychophysiologische und psychosoziale Dimensionen im Dialog (Referierende:r Salome Häuselmann)
Abstract: Chronic primary pain (CPP) may be understood as a dialogue between
brain, body, and psychosocial context. This proposed talk outlines
completed research conducted at the Psychosomatic Unit of Inselspital
Bern, integrating neuroimaging, stress-related biopsychological
measures, and clinical treatment-outcome data. Across complementary
studies, functional and structural brain alterations were examined in
relation to perceived stress, endocrine stress markers, and clinical
characteristics. In addition, clinical data were used to explore which
baseline factors may help identify patients at risk for poorer response to
interdisciplinary multimodal pain treatment. Rather than focusing on
isolated mechanisms, the talk brings neural, biological, and psychosocial
perspectives into dialogue and discusses CPP within a biopsychosocial
diathesis–stress framework.
Perspektive 1: Dr. med. Nina Bischoff leitet die Psychosomatische Medizin am
Inselspital Bern. Sie ist zudem verantwortlich für die Lehre zur
Psychosozialen und Psychosomatischen Medizin an der Medizinischen
Fakultät der Universität Bern.
Perspektive 2: Dr. Christoph Pimmer ist Leiter der Learning Innovation Unit am Swiss
TPH. Seine aktuellen Forschungs- und Innovationsprojekte befassen sich
mit dem Einsatz von dialogorientierter KI für Lernen und Coaching,
mobiler und vernetzter Medien sowie Gamification.
Titel: Schmerzdialoge: Chatbot-basiertes Anamnesetraining im Medizinstudium
Abstract: Wie können KI‑gestützte dialogische Lernformate Medizinstudierende,
Assistenzärzt:innen und Grundversorger:innen dabei unterstützen,
Anamnese und Clinical Reasoning im Bereich der psychosomatischen
und psychosozialen Medizin realitätsnah zu trainieren? Dieser Workshop
zeigt am Beispiel des Pain Game, wie solche Formate Situiertheit,
Strukturierung und lernzielorientiertes Feedback verbinden können. Die
Teilnehmenden testen zentrale Passagen des Spiels und reflektieren
gemeinsam Potenziale und Grenzen dialogischer KI‑Lernumgebungen.
Das Pain Game reagiert auf einen aktuellen Wandel in der medizinischen
Diagnostik: Mit der ICD‑11 werden chronische Schmerzen als
eigenständige Krankheitsentität anerkannt. Da die Ausbildung diesen
Paradigmenwechsel bislang noch nicht ausreichend abbildet, wird ein
dialogbasiertes Online‑Training entwickelt, das verschiedene
Situationen, wie z.B. eine hausärztliche Erstkonsultation simulieren
kann.
Das Pain Game entsteht in einem multidisziplinären Team und wird auf
Basis von User- und Expert:innen‑Feedback kontinuierlich
weiterentwickelt. Studierende beschreiben ein durch das Spiel
verbessertes Verständnis der biopsychosozialen Komplexität in
Anamnese und Diagnostik. Das dialogische Spiel erzeugt eine
"Situiertheit", die in der klassischen Lehre kaum erreicht wird, und weist
zugleich eine Strukturierung sowie Lernzielorientierung auf, die durch
den isolierten Einsatz generativer Sprachmodelle nicht erzielt werden
kann.
Notiz:
EBP – Erweiterte biopsychosoziale Perspektiven im Dialog: Gesundheit, Sinn und Sicherheit
EBPBiopsychosoziale Perspektiven 1 · Workshop — Donnerstag 13:00–13:45 · DIM ZimmerPositive Health – eine Leitorientierung für die psychosomatische Versorgung
Inge Prins van der Velpen, Karolien van den Brekel — Donnerstag 13:00–13:45 · DIM Zimmer · Workshop · DE
Perspektive 1 Klinisch-praktische Perspektive:
Der Beitrag fokussiert auf die konkrete Anwendung des Konzepts der
Positiven Gesundheit im klinischen Alltag der psychosomatischen
Versorgung. Im Zentrum steht die Frage, wie subjektive
Gesundheitswahrnehmungen systematisch in den diagnostischen und
therapeutischen Prozess integriert werden können. Anhand praxisnaher
Beispiele wird aufgezeigt, wie das „Spinnennetz“ als Instrument den
Dialog zwischen Patient:innen und Fachpersonen unterstützt und eine
personenzentrierte, biopsychosoziale Behandlung fördert. Zudem
werden Implikationen für die interprofessionelle Zusammenarbeit im
Versorgungskontext diskutiert.
Titel: Positive Health - eine Letorientierung für die psychosomatische Versorgung (Referierende Inge Prins van der Velpen, Karolien van den Brekel)
Hintergrund:
In der psychosomatischen Praxis zeigt sich, dass Gesundheit mehr ist als
die Abwesenheit von Krankheit. Körperliche, psychische und soziale
Faktoren stehen in enger Wechselwirkung und verändern sich im
Lebensverlauf. Klassische Definitionen, wie jene der WHO als Zustand
vollständigen Wohlbefindens, sind im klinischen Alltag oft wenig
hilfreich.
Das Konzept der Positiven Gesundheit versteht Gesundheit als die
Fähigkeit, mit körperlichen, emotionalen und sozialen
Herausforderungen umzugehen und das eigene Leben aktiv zu gestalten.
Sechs Dimensionen machen subjektive Gesundheitswahrnehmung
sichtbar und im Dialog nutzbar.
Im Schweizer Versorgungssystem werden diese Aspekte häufig getrennt
betrachtet. Besonders bei chronischen und psychosomatischen
Erkrankungen fehlt oft eine integrierte Perspektive. Das „Spinnennetz“
der Positiven Gesundheit bietet hierfür ein praxisnahes Instrument: Es
visualisiert individuelle Einschätzungen und unterstützt den Austausch
zwischen Patient:innen und Fachpersonen.
Zielgruppe: Fachpersonen aus Psychosomatik, Medizin und Therapie sowie
Studierende und Forschende.
Methoden: Einführung, Fallbeispiele, Anwendung des „Spinnennetzes“,
Rollenspiele und Diskussionen.
Ziele: Verständnis des Konzepts
Reflexion der eigenen Praxis
Förderung des biopsychosozialen Dialogs
Stärkung der interprofessionellen Zusammenarbeit
Notiz:
EBPBiopsychosoziale Perspektiven 2 · Workshop — Donnerstag 14:00–14:45 · DIM ZimmerDie spirituelle Anamnese als erweiterter biopsychosozialer Dialog
René Hefti · Klinik SGM Langenthal — Donnerstag 14:00–14:45 · DIM Zimmer · Workshop · DE
Titel: Die spirituelle Anamnese als erweiterter biopsychosozialer Dialog (Referierende:r Dr. med. René Hefti)
Abstract: Spiritual Care etabliert sich als neues interdisziplinäres Fachgebiet. Das
zentrale Handwerkszeug ist die spirituelle Anamnese. Sie schafft den
Zugang zu den spirituellen Bedürfnissen, Ressourcen und Nöten der
Patienten und fügt sich nahtlos in einen biopsychosozialen Kontext ein,
im Sinne eines erweiterten und vertiefenden Dialoges.
Im Workshop werden in einem ersten Teil relevante Grundlagen zur
spirituellen Anamnese vermittelt. In einem zweiten Teil wird die
spirituelle Anamnese in Form des SPIR-Interviews praktisch geübt und
in einem dritten Teil werden konkrete Patientenbeispiele, gerne auch von
den Teilnehmenden, besprochen. Der Workshop wird interaktiv und
dialogisch gestaltet.
Notiz:
EBPBiopsychosoziale Perspektiven 3 · Workshop — Donnerstag 15:15–16:00 · DIM ZimmerSuizidalitätseinschätzung im Dialog mit den Patienten
Alexander Zimmer — Donnerstag 15:15–16:00 · DIM Zimmer · Workshop · DE
Titel: Suizidalitätseinschätzung im Dialog mit den Patienten
Referierende:r Dr. med. Alexander Zimmer Facharzt für Psychiatrie und
Psychotherapie, Mitglied FMH Spez. Konsiliar- und Liaisonpsychiatrie
SSCLP Psychosomatische und Psychosoziale Medizin SAPPM
Lehrtherapeut und Supervisor SGBAT
Abstract: Erkennen von Warnsignalen, Risiko- und Schutzfaktoren. Grundlagen
der Gesprächsführung bei suizidalen Gedanken, Einschätzung der akuten
Gefährdung und Möglichkeiten der Krisenintervention. Ziel: Sicherheit
erhöhen, angemessen reagieren, Betroffene unterstützen und
professionelle Hilfe einleiten.
Notiz:
JP1 – Junge Psychosomatik Schweiz
JP1Junge Psychosomatik · Workshop — Donnerstag 15:15–16:00 · PersonalrestaurantPsychosomatik im Spitalalltag – Erfahrungen, Herausforderungen und Perspektiven junger Ärzt:innen
Wie erleben junge Ärzt:innen Patient:innen mit funktionellen Körperbeschwerden im klinischen Alltag? Welche Herausforderungen entstehen auf somatischen Stationen, wenn psychosomatische Aspekte erkannt werden, entsprechende Strukturen oder Weiterbildungsangebote jedoch fehlen?
Ausgehend von einem Fallbeispiel möchten wir gemeinsam Erfahrungen austauschen und diskutieren, welche Möglichkeiten, Herausforderungen und Grenzen junge Ärzt:innen im Spital erleben. Wir möchten Fragen wie bspw. zur Zusammenarbeit zwischen stationären und ambulanten Angeboten, zur Rolle psychosomatischer Konsiliardienste sowie zu sinnvollen Weiterbildungsstrukturen aufgreifen. Gemeinsam möchten wir Ideen entwickeln, wie psychosomatisches Denken und Handeln im klinischen Alltag besser unterstützt und nachhaltig verankert werden können.
Notiz:
PW – Poster-Walk (Chair(s): Roland von Känel, Sebastian Dietsche)
PWPoster-Walk A · Poster / Minitalks 3–5 Min. · Beitrag 1 von 12 in diesem Slot— Freitag 11:00–11:45 · ZLF FoyerP01A Schmerzdialoge: Chatbot-basiertes Anamnesetraining im Medizinstudium
Nina Bischoff, Christoph Pimmer — Freitag 11:00–11:45 · ZLF Foyer · Poster / Minitalks 3–5 Min. · DE/EN · Chair(s): Sebastian Dietsche
Referierende:r Dr. med. Nina Bischoff
Perspektive 1 Dr. med. Nina Bischoff leitet die Psychosomatische Medizin am
Inselspital Bern. Sie ist zudem verantwortlich für die Lehre zur
Psychosozialen und Psychosomatischen Medizin an der Medizinischen
Fakultät der Universität Bern.
Freiburgstrasse 41
Referierende:r 2 Dr. Christoph Pimmer
Perspektive 2 Dr. Christoph Pimmer ist Leiter der Learning Innovation Unit am Swiss
TPH. Seine aktuellen Forschungs- und Innovationsprojekte befassen sich
mit dem Einsatz von dialogorientierter KI für Lernen und Coaching,
mobiler und vernetzter Medien sowie Gamification.
Ort
Beitragsart Poster / Minitalk (3 - 5 Min.)
Vortragssprache Deutsch
Titel: Schmerzdialoge: Chatbot-basiertes Anamnesetraining im Medizinstudium
Ausgangslage: Chronische Schmerzen können im neuen Diagnosesystem
ICD-11 als eigenständige Krankheitsentität erfasst werden (Suter, 2023;
Egloff, 2023). Angehende Ärzt:innen werden aktuell noch nicht
ausreichend auf den damit verbundenen Paradigmenwechsel in der
Schmerzdiagnostik und -behandlung vorbereitet.
Ansatz: Entwicklung und Evaluation eines dialogbasierten, AI-
gestützten Onlinespiels, «Pain Game», das Medizinstudierende in der
strukturierten Anamneseerhebung sowie im Clinical Reasoning von
Schmerzpatient:innen trainiert. Der erste Fall des Spiels simuliert ein
Erstgespräch in einer hausärztlichen Praxis und gibt kontinuierliches
formatives sowie summatives Feedback.
Vorgehen: Das Spiel wird von einem multidisziplinären Team entwickelt
und durch User- und Expert:innen Feedback laufend optimiert. Eine
erste Evaluation umfasste Fokusgruppen, strukturierte Fragebögen (u. a.
zu Immersion, Usability und wahrgenommenem Lerngewinn), sowie
«in-game» Feedback und Spielverlaufsanalyse.
Vorläufige Ergebnisse: Studierende beschreiben ein durch das Spiel
verbessertes Verständnis der biopsychosozialen Komplexität in
Anamnese und Diagnostik. Das dialogische Spiel erzeugt eine
«Situiertheit», die in der klassischen Lehre kaum erreicht wird, und weist
zugleich eine Strukturierung sowie Lernzielorientierung auf, die durch
den isolierten Einsatz generativer Sprachmodelle nicht erzielt werden
kann.
Datum 1. Mai 2026
Notiz:
PWPoster-Walk A · Poster / Minitalks 3–5 Min. · Beitrag 2 von 12 in diesem Slot— Freitag 11:00–11:45 · ZLF FoyerP02A Konditionierte Open-Label-Placebos zur Unterstützung der Opioidreduktion bei subakuten und chronischen Schmerzen: RCT
Referierende:r Kiara Bodonyi
Perspektive 1 Praxis
Referierende:r 2 Cosima Locher
Perspektive 2 Forschung
Beitragsart Poster / Minitalk (3 - 5 Min.)
Vortragssprache Deutsch
Titel: Konditionierte Open-Label-Placebos zur Unterstützung der Opioidreduktion bei subakuten und chronischen Schmerzen: Eine
randomisierte kontrollierte Studie
Subakute und chronische Schmerzen stellen ein zentrales
Gesundheitsproblem dar; in Europa berichten rund 20 % der
Erwachsenen über eine relevante Schmerzbelastung. Parallel dazu ist die
Verschreibung von Opioiden in den letzten Jahrzehnten deutlich
angestiegen, obwohl ihr langfristiger Nutzen begrenzt und mit
erheblichen Risiken verbunden ist. Viele Patient*innen wünschen daher
eine Reduktion ihrer Opioidmedikation, während bestehende Tapering-
Strategien im klinischen Alltag oft schwer umsetzbar sind.
Die vorliegende randomisierte kontrollierte Studie untersucht, ob
konditionierte Open-Label-Placebos (OLP) als ergänzende Mind-Body-
Intervention die Opioidreduktion unterstützen können. OLP werden
transparent als wirkstofffreie Substanzen verabreicht und basieren auf
Lern- und Erwartungsmechanismen. Im Rahmen eines
Konditionierungsparadigmas wird die Einnahme von Opioiden initial
mit Placebos gepaart, sodass Placebos im weiteren Verlauf zur
Schmerzlinderung beitragen können.
In einem zweiarmigen Design (OLP vs. Kontrollbedingung) werden
Patient*innen mit subakuten oder chronischen Schmerzen begleitet.
Primärer Outcome ist die Veränderung der täglichen Opioiddosis;
sekundäre Outcomes umfassen u. a. Entzugssymptome,
Schmerzintensität und psychische Belastung.
Die Studie zeigt auf, wie Placeboeffekte ethisch und transparent in die
klinische Praxis integriert werden können und stärkt biopsychosoziale,
patientenzentrierte Therapieansätze.
Datum 29. April 2026
Notiz:
PWPoster-Walk A · Poster / Minitalks 3–5 Min. · Beitrag 3 von 12 in diesem Slot— Freitag 11:00–11:45 · ZLF FoyerP03A CHRONOS – Kinder chronisch schmerzkranker Eltern: Von Bedürfnissen und Ressourcen zu nachhaltiger Unterstützung
Martin grosse Holtforth, Belen Rodriguez — Freitag 11:00–11:45 · ZLF Foyer · Poster / Minitalks 3–5 Min. · DE/EN · Chair(s): Sebastian Dietsche
Ein chronisch schmerzkrankes Elternteil kann für die gesamte Familie
belastend sein: Veränderte familiäre Rollen, eingeschränkte
Verfügbarkeit der Eltern und wiederkehrende Unsicherheiten stellen
insbesondere Kinder und Jugendliche vor Herausforderungen. Trotzdem
zeigen viele junge Menschen bemerkenswerte Resilienz. Wenig bekannt
ist jedoch, welche Unterstützung ihnen tatsächlich hilft und wo
bestehende Angebote an ihre Grenzen stossen.
CHRONOS ist eine primär qualitative Studie, die untersucht, welche
Bewältigungsstrategien und Ressourcen Familien mit einem chronisch
schmerzkranken Elternteil im Alltag haben, welche Unterstützung sie
sich wünschen und welche Barrieren sie dabei erleben – mit Fokus auf
die Perspektive der Kinder und Jugendlichen. In Einzelinterviews
befragt werden betroffene Kinder und Jugendliche, junge Erwachsene,
die mit einem schmerzkranken Elternteil aufgewachsen sind, betroffene
Eltern sowie Fachpersonen (z. B. Lehrpersonen, Hausärzt:innen,
Pflegefachpersonen, Sozialarbeiter:innen). Ziel ist es, so eine fundierte
Grundlage für zielgerichtete Unterstützungsangebote zu schaffen.
Die Rekrutierung und Datenerhebung startet voraussichtlich im
September 2026; Resultate stehen daher noch aus.
Notiz:
PWPoster-Walk A · Poster / Minitalks 3–5 Min. · Beitrag 4 von 12 in diesem Slot— Freitag 11:00–11:45 · ZLF FoyerP04A Bridging Dermatology and Psychosomatic Medicine: Introducing a Specialized Bi Disciplinary Clinic for Chronic Pruritus
Eva Loos · USB Basel — Freitag 11:00–11:45 · ZLF Foyer · Poster / Minitalks 3–5 Min. · DE/EN · Chair(s): Sebastian Dietsche
Referierende: Eva Loos Co-Autorin: Hannah Aviv
Background: Chronic pruritus (CP, itch lasting ≥ 6 weeks) is a complex
condition associated with high psychological burden. However,
integrated dermatological and psychosomatic treatment models remain
limited. Objectives: To (1) establish a bi-disciplinary clinic for CP, (2)
characterize patients using standardized screenings, and (3) examine
associations between itch-related quality of life, psychological
symptoms, and itch intensity. Methods: A bi-disciplinary pruritus clinic
was implemented at the University Hospital Basel and patient data (from
January 2023 -August 2025) were analyzed. Assessments included
numerical rating scales (NRS) for itch intensity, ItchyQoL, PHQ-8, and
GAD-7. Patients were categorized according to the International Forum
for the Study of Itch (IFSI). Results: A total of 166 patients were
included (mean age 61.9 ± 16.3 years; 61.4% female). Clinically relevant
anxiety symptoms were present in 18.7% of patients, while 23.5%
reported clinically relevant depressive symptoms. Median ItchyQoL
indicated considerable impairment, with greatest burden in the IFSI III
group (p = .012). Higher ItchyQoL scores were strongly associated with
anxiety and depression, particularly in IFSI III. Moderate correlations
were found between quality-of-life impairment and itch intensity.
Conclusions: Patients with CP experience substantial distress. Our bi
disciplinary clinic offers a viable framework for managing CP and may
improve access to psychological interventions.
Notiz:
PWPoster-Walk A · Poster / Minitalks 3–5 Min. · Beitrag 5 von 12 in diesem Slot— Freitag 11:00–11:45 · ZLF FoyerP05A Sinnempfinden als Prädiktor für den längerfristigen Therapieerfolg – 1-Jahres-Katamnese Klinik SGM Langenthal
René Hefti · Klinik SGM Langenthal — Freitag 11:00–11:45 · ZLF Foyer · Poster / Minitalks 3–5 Min. · DE/EN · Chair(s): Sebastian Dietsche
Hintergrund: Sinn und Sinnempfinden als personale Ressourcen können
den längerfristigen Therapieverlauf bei psychiatrischen Patienten günstig
zu beeinflussen und so die Nachhaltigkeit der Behandlung verbessern.
Methodik: Patient:innen, die 2018 – 2021 in der Klinik SGM Langenthal
stationär behandelt wurden, erhielten ein Jahr nach Behandlung einen
Katamnese-Fragebogen zugestellt (BDI, BSCL, Existenzskala, WHOQol
Spir).
Ergebnisse: Es fanden sich signifikante, negative Korrelationen
zwischen dem der Sinnempfinden bei Austritt (Existenzskala, Längle et
al., 2000) und der Ausprägung der psychischen Symptomatik ein Jahr
danach (r = -.50** für BDI und r = -.50** für BSCL). In der
Regressionsanalyse unter Einbezug von Alter, Geschlecht, Bildung und
Symptomschwere bestätigte sich das Sinnempfinden als signifikanter
Prädiktor für das längerzeitige Behandlungsergebnis (β = -.43**, CI
[-0.12, -2.72] bzgl. BDI und β = -1.22**, CI [-0.35, -2.78] bzgl. BSCL).
Schlussfolgerung: Das Sinnempfinden konnte als positiver Prädiktor für
den Langzeitverlauf nach stationärer psychiatrischpsychotherapeutischer Behandlung identifiziert werden. Die Stärkung
des Sinnempfindens im therapeutischen Prozess verbessert damit die
Nachhaltigkeit der stationären Behandlung.
Notiz:
PWPoster-Walk A · Poster / Minitalks 3–5 Min. · Beitrag 6 von 12 in diesem Slot— Freitag 11:00–11:45 · ZLF FoyerP06A The Tree of Symptoms: A Clinical Framework for Structuring Complex Psychosomatic Presentations
Emil Sabanovic — Freitag 11:00–11:45 · ZLF Foyer · Poster / Minitalks 3–5 Min. · DE/EN · Chair(s): Sebastian Dietsche
Referierende:r Emil Sabanovic
Perspektive 1 Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik, Interdisziplinär
Beitragsart Poster / Minitalk (3 - 5 Min.)
Vortragssprache Englisch
Titel: The Tree of Symptoms: A Clinical Framework for Structuring Complex Psychosomatic Presentations
Patients with complex psychosomatic presentations often receive
fragmented or unclear diagnoses, as symptoms, developmental factors
and predispositions are insufficiently integrated in clinical reasoning.
This contribution introduces the “Tree of Symptoms” as a structured
clinical framework derived from psychiatric, psychotherapeutic and
psychosomatic practice. The model organizes information across
hierarchical levels: observable symptoms, developmental pathways
across the lifespan, and underlying predispositions such as genetic or
epigenetic factors. In clinical application, symptoms are mapped onto
this structure, dominant pathways are identified, and competing
hypotheses are formulated. A brief case illustration demonstrates how
the framework supports differential diagnosis and decision-making in
complex cases. The approach aims to enhance integrative thinking in
everyday clinical practice and may serve as a basis for further systematic
evaluation.
Datum 31. März 2026
Notiz:
PWPoster-Walk B · Poster / Minitalks 3–5 Min. · Beitrag 7 von 12 in diesem Slot— Freitag 11:00–11:45 · ZLF FoyerP02B Long-term effects of Post COVID-19 condition on mental health and work ability in healthcare workers in Switzerland. A cross-sectional analysis.
Dagmar Schmid — Freitag 11:00–11:45 · ZLF Foyer · Poster / Minitalks 3–5 Min. · DE/EN · Chair(s): Roland von Känel
Die ambulante kardiologische Rehabilitation (AKR) zielt neben der
körperlichen Wiederherstellung auch auf die psychosoziale Gesundheit
der Betroffenen ab. Das Zusammenspiel von psychologischer Belastung
und herzbezogener Lebensqualität ist gut untersucht, allerdings
mehrheitlich in Querschnittsstudien ohne zeitlichen Verlauf.
In der vorliegenden Längsschnittstudie wurden Patient:innen einer
ambulanten kardialen Rehabilitation zu Beginn (T0) und nach neun
Wochen (T1) mit validierten Fragebogeninstrumenten erfasst
(HeartQoL, IES-R, PHQ-9, GAD-7). Untersucht werden Veränderungen
der herzspezifischen Lebensqualität und der Traumasymptomatik über
den Rehabilitationsverlauf sowie die prädiktive Rolle von Depressivität,
Angst und funktioneller Kapazität. Besonderes Augenmerk gilt
Geschlechterunterschieden in Ausgangsniveau und Verlauf. Ausserdem
wird das Behandlungssetting vorgestellt und wo noch Schwächen in der
Versorgung bestimmter Gruppen besteht (z. B. durch Abbruch). Die
Ergebnisse werden im Sinne des Kongressmottos dialogisch aufbereitet:
Somatische und psychosoziale Perspektiven, ärztliche und
psychologische Unterstützungsangebote sowie Befunde zu Herz und
Kopf werden gemeinsam diskutiert — denn in der Rehabilitation
gehören beide untrennbar zusamme
Notiz:
PWPoster-Walk B · Poster / Minitalks 3–5 Min. · Beitrag 8 von 12 in diesem Slot— Freitag 11:00–11:45 · ZLF FoyerP03B Patient-centered communication about perioperative resuscitation preferences: a multicenter survey of surgical inpatients
Flavio Gössi — Freitag 11:00–11:45 · ZLF Foyer · Poster / Minitalks 3–5 Min. · DE/EN · Chair(s): Roland von Känel
Perioperative code status discussions are challenging. Little is known
about how surgical patients perceive these conversations and their
emotional impact in the perioperative setting.
Methods:
Postoperative surgical inpatients at three Swiss hospitals underwent
structured bedside interviews. Patients’ preferred perioperative code
status, expectations, recollections, emotional responses, and knowledge
regarding code status discussions were analyzed descriptively.
Results:
Among 219 patients, 76.4% preferred resuscitation, whereas 23.6%
preferred perioperative DNR status. Patients preferring DNR status were
older, frailer, and had higher comorbidity burden and perioperative risk.
Most patients expected physicians to address resuscitation preferences
before surgery (74.4%). Approximately one-third described potential
emotional distress associated with these discussions. Although code
status was documented in nearly 90%, only 60.5% of patients recalled
having participated in a corresponding discussion, suggesting substantial
communication gaps between documentation and patient perception.
Documentation was less frequent among patients preferring DNR status.
Notiz:
PWPoster-Walk B · Poster / Minitalks 3–5 Min. · Beitrag 9 von 12 in diesem Slot— Freitag 11:00–11:45 · ZLF FoyerP04B Psychosoziale Folgen ein Jahr nach Lebendnierenspende – Eine prospektive Schweizer Registeranalyse bei Spenden zwischen 1998 und 2022
Dilan Sezer, Alex Frick — Freitag 11:00–11:45 · ZLF Foyer · Poster / Minitalks 3–5 Min. · DE/EN · Chair(s): Roland von Känel
Über die psychosozialen Auswirkungen einer Lebendnierenspende für
Spender:innen ist wenig bekannt.
Eine prospektive Registeranalyse des Swiss Organ Living-Donor Health
Registry (SOL-DHR) von 2'379 Lebendnierenspender:innen mit Spende
zwischen 1998 und 2022 zeigt, dass trotz gelegentlicher psychischer
Frühkomplikationen (Schmerz, Depression und Angst; 86/447
Frühkomplikationen) die subjektiv empfundene Lebensqualität (erfasst
anhand des SF-8 Fragebogens) und Spendenzufriedenheit (96,5 %
würden erneut spenden) ein Jahr nach Spende hoch bleiben.
Weder Alter, Geschlecht noch chirurgische Frühkomplikationen waren
unabhängige Prädiktoren der psychischen Lebensqualität 12 Monate
nach der Lebendnierenspende. Einziger unabhängiger Prädiktor war eine
Verschlechterung der Beziehung zwischen Spender:in und Empfänger:in
(OR 10,4).
Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer frühzeitigen
psychosozialen Begleitung nach der Spende und einer strukturierten
interdisziplinären Nachsorge nach Lebendnierenspende
Notiz:
PWPoster-Walk B · Poster / Minitalks 3–5 Min. · Beitrag 10 von 12 in diesem Slot— Freitag 11:00–11:45 · ZLF FoyerP05B Personality-Related Determinants of Health-Related Quality of Life After Deep Brain Stimulation in Parkinson’s Disease
Magdalena Mroczek — Freitag 11:00–11:45 · ZLF Foyer · Poster / Minitalks 3–5 Min. · DE/EN · Chair(s): Roland von Känel
Introduction
Personality related features have been shown to be associated with
health-related quality of life (HRQoL) after deep brain stimulation
(DBS) in Parkinson’s disease (PD). However, to date, there is no
evidence examining the relationship between personality dimensions and
HRQoL after DBS based on the newly conceptualized DSM-5 model of
personality disorders.
Aim
Using a Swiss cohort, this study aimed to examine for the first time
whether DSM-5 personality functioning and personality traits are
associated with HRQoL after DBS in patients with PD.
Materials and Methods
In total, 61 patients with PD were included. Personality traits were
assessed using the Level of Personality Functioning Scale-Brief Form
2.0 (LPFS-BF2.0) und the Personality Inventory for DSM-5 -Brief Form
(PID5-BF+). Disease-specific HRQoL was assessed using the
Parkinson's Disease Questionnaire-39 (PDQ-39).
Results
Several PDQ-39 subscores showed significant small-to-moderate
correlations with the PID5-BF+ total score, indicating that higher
maladaptive personality traits are associated with worse perceived
HRQoL. For the LPFS-BF2.0, both better self-functioning and higher
LPFS-BF2.0 total score showed moderate correlations with the PDQ-39,
suggesting that higher functioning is associated with better HRQoL
Conclusion
The associations were moderate, and the observational design precludes
causal inference, although personality traits are generally considered
relatively stable.
Notiz:
PWPoster-Walk B · Poster / Minitalks 3–5 Min. · Beitrag 11 von 12 in diesem Slot— Freitag 11:00–11:45 · ZLF FoyerP06B Sleep medicine meets Psychosomatics: relevance of sleep disorders for affective and cognitive outcomes after mild TBI
Katrin Rauen, Laura Backschues — Freitag 11:00–11:45 · ZLF Foyer · Poster / Minitalks 3–5 Min. · DE/EN · Chair(s): Roland von Känel
Referierende:r PD Dr. med. Katrin Rauen, FEBN Perspektive 1 Sleep medicine meets Psychosomatics: relevance of sleep disorders for affective and cognitive outcomes after mild traumatic brain injury Mild traumatic brain injury (TBI) is a meaningful global health burden leading to consecutive sleep disorders that often remain undiagnosed, and thus untreated. In turn, sleep diagnostics and treatment are crucial for emotional and cognitive recovery with successful return to work and good quality of life outcomes after mild TBI. Therefore, this presentation will summarize the relevance of sleep disorders and the link to affective and cognitive disorders after mild TBI. Secondly, a diagnostic algorithm for sleep disorders will be presented including subjective and objective measurements focusing on clinical, psychometric and actigraphy assessments. Thirdly, we outline the current evidence of non- pharmacological and pharmacological treatment options for patients suffering from mild TBI. Finally, we discuss the current controversial evidence of actigraphy to assess sleep-wake patterns after mild TBI. This dialog will help to overcome challenges in actigraphy assessment in sleep diagnostics for future translation into sleep medicine and psychosomatic clinical practice. Ort Referierende:r 2 Laura Backschues Perspektive 2 Optimizing Automated Analysis using Actigraphy for Sleep Assessment in Mild Traumatic Brain Injury: A practical dialog between Sleep Medicine and Psychosomatics Titel cand. BSc. Beitragsart Einzelvortrag (15 - 20 Min.) Vortragssprache Englisch Titel: Sleep medicine meets Psychosomatics: relevance of sleep disorders for affective and cognitive outcomes after mild traumatic brain injury Mild traumatic brain injury (TBI) is a meaningful global health burden leading to consecutive sleep disorders that often remain undiagnosed, and thus untreated. In turn, sleep diagnostics and treatment are crucial for emotional and cognitive recovery with successful return to work and good quality of life outcomes after mild TBI. Therefore, this talk will summarize the relevance of sleep disorders and the link to affective and cognitive disorders after mild TBI. Secondly, a diagnostic algorithm for sleep disorders will be presented including subjective and objective measurements focusing on clinical, psychometric and actigraphy assessments. Thirdly, we outline the current evidence of non- pharmacological and pharmacological treatment options for patients suffering from mild TBI. Finally, we discuss the current controversial evidence of actigraphy to assess sleep-wake patterns after mild TBI. This dialog will help to overcome challenges in actigraphy assessment in sleep diagnostics for future translation into sleep medicine and psychosomatic clinical practice.
Notiz:
PWPoster-Walk B · Poster / Minitalks 3–5 Min. · Beitrag 12 von 12 in diesem Slot— Freitag 11:00–11:45 · ZLF FoyerP07B Optimizing Automated Analysis using Actigraphy for Sleep Assessment in Mild Traumatic Brain Injury: A practical dialog between Sleep Medicine and Psychosomatics
Katrin Rauen, Laura Backschues — Freitag 11:00–11:45 · ZLF Foyer · Poster / Minitalks 3–5 Min. · DE/EN · Chair(s): Roland von Känel
Referierende:r Laura Backschues Perspektive 1 Optimizing Automated Analysis using Actigraphy for Sleep Assessment in Mild Traumatic Brain Injury: A practical dialog between Sleep Medicine and Psychosomatics Laura Backschues, cand. BSc1,2, Sarah Schiebler, MD3, Sophie Rosch MSc1,3, Ksenija Slankamenac, MD, PhD1, Pascal Schleich3, Céline Cuendet MSc3, Veronica Attanasio MSc3, Roland von Känel, MD3, Katrin Rauen, MD1,4 1 Institute of Emergency Medicine, University Hospital Zurich, Switzerland 2 Faculty of Life Science, Reutlingen University, Germany 3 Department of Consultation-Liaison Psychiatry and Psychosomatic Medicine, University Hospital Zurich, Switzerland 4 Psychiatric University Hospital Zurich & Neuroscience Center Zurich (ZNZ), University of Zurich, Switzerland Titel cand. BSc. Referierende:r 2 PD Dr. med. Katrin Rauen, FEBN Perspektive 2 Sleep medicine meets Psychosomatics: relevance of sleep disorders for affective and cognitive outcomes after mild traumatic brain injury
Vortragssprache Englisch
Titel: Optimizing Automated Analysis using Actigraphy for Sleep Assessment in Mild Traumatic Brain Injury: A practical dialog between Sleep Medicine and Psychosomatics
Abstract: Actigraphy is suitable to access rest-activity cycles. However, it is rarely used in TBI research and clinical practice while still manually analyzed. Therefore, pilot data of automated actigraphy analysis will be presented. Eleven actigraphy (GENEActiv) recordings were converted and sleep parameters (nTST, WASO, SE) were analyzed using two automated methods (GENEActiv R Markdown tool; GGIR R package). Statistics applied Bland-Altman analysis, Pearson correlation coefficient (r), paired t-test (p<0.05). Sixty-one nights were analyzed: nTST (6.9 h; 3.4 h) and SE (89.2%; 52.8%) was higher, WASO was lower (0.9 h; 3.0 h) using GGIR compared to the GeneActiv algorithm. Bland-Altman analysis showed longer nTST of 3.5 h, SE of 36.42%, and lower WASO (-2.18 h) using GGIR compared to GENEActiv algorithm with moderate associations (nTST r=.41; SE r=.48; WASO r=.54) and significant differences (p=2.2*10-16). GGIR classifies more periods as sleep, whereas GENEActiv approach classifies low movements as wake. Both approaches require optimization to reduce reliance on manual analysis with a reliable dialog between sleep medicine and psychosomatics.
Notiz:
PO – Psychoonkologie (Chair(s): Diana Zwahlen)
POPsychoonkologie 1 · 2 Short Talks · Beitrag 1 von 2 in diesem Slot— Freitag 09:15–10:00 · DIM ZimmerMehr als ein Dialog: Möglichkeiten der psychoonkologischen Unterstützung in der Hausarztpraxis
Birgit Maier · USB, Hämatologie + Klinik für Psychosomatik — Freitag 09:15–10:00 · DIM Zimmer · 2 Short Talks · DE · Chair(s): Diana Zwahlen
Im Symposium zum Thema Psychoonkologie stellen drei Referentinnen und ein Referent in vier Short Talks Problemstellungen vor, denen sie in ihrem jeweiligen Arbeitsfeld regelmässig begegnen und die sie in ihrer psychoonkologischen Tätigkeit vor besondere Herausforderungen stellen.
In ihren Kurzbeiträgen widmen sie sich der Frage, wie psychoonkologische Angebote für Männer besser zugänglich und anschlussfähig gestaltet werden können, der oft wenig beachteten Situation von Angehörigen von Krebsbetroffenen, den Identitätsbedrohungen und Veränderungen bei Patientinnen und Patienten mit Hirntumoren. Der Fokus der Beiträge ist eine praxisorientierte Vermittlung von Erfahrungswissen. Die Referierenden zeigen konkrete Ansätze für Kolleginnen und Kollegen aus der Praxis oder für die spezifisch psychoonkologische Arbeit auf. Es bleibt Diskussionszeit für Fragen aus der Runde.
Notiz:
POPsychoonkologie 1 · 2 Short Talks · Beitrag 2 von 2 in diesem Slot— Freitag 09:15–10:00 · DIM ZimmerIm Dialog mit den oft Übersehenen – Angehörige in der Psychoonkologie
Katharina Ruhe · USB, Onkologie + Klinik für Psychosomatik — Freitag 09:15–10:00 · DIM Zimmer · 2 Short Talks · DE · Chair(s): Diana Zwahlen
Im Symposium zum Thema Psychoonkologie stellen drei Referentinnen und ein Referent in vier Short Talks Problemstellungen vor, denen sie in ihrem jeweiligen Arbeitsfeld regelmässig begegnen und die sie in ihrer psychoonkologischen Tätigkeit vor besondere Herausforderungen stellen.
In ihren Kurzbeiträgen widmen sie sich der Frage, wie psychoonkologische Angebote für Männer besser zugänglich und anschlussfähig gestaltet werden können, der oft wenig beachteten Situation von Angehörigen von Krebsbetroffenen, den Identitätsbedrohungen und Veränderungen bei Patientinnen und Patienten mit Hirntumoren. Der Fokus der Beiträge ist eine praxisorientierte Vermittlung von Erfahrungswissen. Die Referierenden zeigen konkrete Ansätze für Kolleginnen und Kollegen aus der Praxis oder für die spezifisch psychoonkologische Arbeit auf. Es bleibt Diskussionszeit für Fragen aus der Runde.
Notiz:
POPsychoonkologie 2 · 2 Short Talks · Beitrag 1 von 2 in diesem Slot— Freitag 10:15–11:00 · DIM ZimmerWie Krankheit den Dialog beeinflussen kann: Psychoonkologische Begleitung bei Hirntumoren und Hirnmetastasen
Sabrina Elia · USB, Psychosomatik + Onkologie — Freitag 10:15–11:00 · DIM Zimmer · 2 Short Talks · DE · Chair(s): Diana Zwahlen
Im Symposium zum Thema Psychoonkologie stellen drei Referentinnen und ein Referent in vier Short Talks Problemstellungen vor, denen sie in ihrem jeweiligen Arbeitsfeld regelmässig begegnen und die sie in ihrer psychoonkologischen Tätigkeit vor besondere Herausforderungen stellen.
In ihren Kurzbeiträgen widmen sie sich der Frage, wie psychoonkologische Angebote für Männer besser zugänglich und anschlussfähig gestaltet werden können, der oft wenig beachteten Situation von Angehörigen von Krebsbetroffenen, den Identitätsbedrohungen und Veränderungen bei Patientinnen und Patienten mit Hirntumoren. Der Fokus der Beiträge ist eine praxisorientierte Vermittlung von Erfahrungswissen. Die Referierenden zeigen konkrete Ansätze für Kolleginnen und Kollegen aus der Praxis oder für die spezifisch psychoonkologische Arbeit auf. Es bleibt Diskussionszeit für Fragen aus der Runde.
Notiz:
POPsychoonkologie 2 · 2 Short Talks · Beitrag 2 von 2 in diesem Slot— Freitag 10:15–11:00 · DIM ZimmerMänner im Dialog: wie Psychoonkologie für Männer anschlussfähig wird
Marcel Delahaye · USB, Psychosomatik + Urologie + HNO — Freitag 10:15–11:00 · DIM Zimmer · 2 Short Talks · DE · Chair(s): Diana Zwahlen
Im Symposium zum Thema Psychoonkologie stellen drei Referentinnen und ein Referent in vier Short Talks Problemstellungen vor, denen sie in ihrem jeweiligen Arbeitsfeld regelmässig begegnen und die sie in ihrer psychoonkologischen Tätigkeit vor besondere Herausforderungen stellen.
In ihren Kurzbeiträgen widmen sie sich der Frage, wie psychoonkologische Angebote für Männer besser zugänglich und anschlussfähig gestaltet werden können, der oft wenig beachteten Situation von Angehörigen von Krebsbetroffenen, den Identitätsbedrohungen und Veränderungen bei Patientinnen und Patienten mit Hirntumoren. Der Fokus der Beiträge ist eine praxisorientierte Vermittlung von Erfahrungswissen. Die Referierenden zeigen konkrete Ansätze für Kolleginnen und Kollegen aus der Praxis oder für die spezifisch psychoonkologische Arbeit auf. Es bleibt Diskussionszeit für Fragen aus der Runde.
Notiz:
POPsychoonkologie 3 · Workshop — Freitag 14:30–15:15 · DIM ZimmerSelf-Disclosure: Grenzen und Möglichkeiten des persönlichen Dialogs mit Betroffenen
Friedrich Stiefel, Diana Zwahlen · CHUV, Service de Psychiatrie de Liaison / USB, Klinik für Psychosomatik — Freitag 14:30–15:15 · DIM Zimmer · Workshop · DE · Chair(s): Diana Zwahlen
PatientInnen nehmen viele Eigenschaften der Kliniker:innen wahr. Manchmal wenden sie sich aber auch direkt mit Fragen an die medizinischen Betreuer, die den persönlichen Bereich betreffen, und manchmal kommt es auch bei ÄrztInnen und TherapeutInnen zur sogenannten Selbstoffenbarung. Dies ist besonders auch in der Psycho-Onkologie der Fall, da in existentiellen Situationen die Person des Therapeuten in den Vordergrund rücken kann. Wie wird Selbstoffenbarung definiert, wo ist sie therapeutisch, wo gefährlich, wo sind die Grenzen? Wann ist Selbstoffenbarung für PatientInnen wertvoll, und wann ist sie verbunden mit eigenen Bedürfnissen. Diese Fragen möchten wir im Workshop, nach einer kurzen Einleitung, zusammen diskutieren.